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Forschungsarbeit

Das Arbeiten zu Hause, wenn das Haus voll ist

Mir lag es immer schwer in den Ferien zu Hause zu arbeiten. Ich weiß nicht genau warum. Ohne eine psychologische Ausbildung würde ich behaupten, dass es aus meinen Kindheitserfahrungen kommt. Als Kind geschiedener Eltern mit zwei Familien waren Ferien immer eine Zeit, in der ich mich am Alltag im anderen Zuhause gewohnte. Oder es war so einfach: Ich hatte keinen Arbeitsplatz mehr dort und hatte auch kein dringendes Bedürfnis einen Arbeitsplatz zu schaffen. Als ich mein Studium als Arbeit und nicht nur als Aufgabe zu verstehen anfing, konnte ich doch besser zu Hause arbeiten. Aber auch jetzt brauche ich immer wieder Abwechselung. Mal arbeite ich gut allein im Büro, mal ist die Arbeit in einer Gruppe im Café leichter. Ich habe seit dem Anfang meiner Selbst-Quarantäne, also seit dem 13. März, aber keine Hoffnung auf eine solche Abwechselung. Ich habe auch kein Büro mehr. Mein Arbeitstisch steht im 2. Stock im Flur und vor den Türen zu unseren Schlafzimmern.

Meine Arbeit findet also mal hier eine Stunde, mal da eine Stunde statt. Ich mache also viele Notizen. Immer liegt ein Blatt Papier bereit, wo ich schnell aufschreibe, woran ich gerade arbeite oder womit ich beim nächsten Mal anfangen muss.

Ich versuche aber ein Rhythmus herzustellen und habe ein paar Regeln für mich selbst aufgestellt (die ich aber auch breche – es sind Selbstversuche). Keine sozialen Medien am Arbeitstisch. Absolut keine Nachrichten. Ich nutze „Block Site“, um mich an meinen eigenen Internet-Regeln zu halten. Wenn möglich schalte ich auch meinen Laptop aus. Ich bringe mein Handy nicht zum Arbeitstisch. Ich habe fast immer eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wasser dabei, wenn ich mit der Arbeit anfange.

Das sind meine normalen Arbeitsbedingungen. Gerade sitze ich an meinem Computer mit meinem Kind auf meinem Schoss. Es schaut ein Video der Berliner Philharmonie unter der Direktion von Daniel Barenboim an. Also halte ich eben keine Regeln ein. Tja. Aber gearbeitet habe ich. Nicht an meinem Tschick-Projekt, von dem ich eigentlich auch schreiben wollte. Vielleicht schaffe ich das im nächsten Blog.

3 replies on “Das Arbeiten zu Hause, wenn das Haus voll ist”

Oh ja. Das verstehe ich. Ich kann nicht arbeiten, ohne ein Tasse Tee. Deshalb bringe ich immer eine Thermoskanne zu Kurs. Bei Ende des Tages ist es nomalerweise kalt, und es schmeckt nicht sehr gut. Aber ich finde, dass das mir mehr wachsam macht. Ich verstehe auch der Kampf mit sozialen Medien als Ablenkung. Zählt YouTube als sozialem Medien? Vielleicht soll ich auch “Block Seite” benutzen! Es ist zu schlecht, dass man nicht “Block Seite” gegen Tagträumerei benutzen kann.

Ich weiss was du meinst, wenn du sagst das zu hause Arbeit schwierig ist. Ich habe die gleiche Problem! Arbeiten bei Dickinson ist normalerweise sehr einfach, aber wenn jede Gebäude und Zimmer geschlossen sind dann muss ich in meiner Wohnung bleib und dass finde ich sehr schwierig!!!

Ich finde das noch schwieriger als in einem Haus einen Arbeitsplatz zu finden. Hast du einen gefunden? Machst du ihn schön? Mir ist Farbe wichtig. Schöne Notizbücher und Stifte.

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