Oct 14 2020

From Time to Time – Grußadresse der “Frauen für den Frieden”

Published by at 4:58 am under From Time to Time

From Time to Time

History does not repeat itself,
But it certainly likes to rhyme.

 

Grußadresse der ehemaligen

 

Frauen für den Frieden Ost-Berlin

 

an die belarussischen Frauen

 

 

Liebe belarussische Frauen,

wir verfolgen Eure Aktionen mit größter Sympathie und Anteilnahme. Wir fühlen uns Euch sehr verbunden. Lasst Euch nicht entmutigen, auch wenn einige von Euch bereits außer Landes gedrängt wurden oder in Haft sitzen. Wir wenden uns an Euch als die ehemaligen „Frauen für den Frieden“ Ost-Berlin. Wir waren in den 1980er Jahren Teil der Opposition gegen die DDR-Staatsmacht. …

Liebe Frauen und auch Ihr Männer in Belarus – Ihr seid viele, Ihr seid mutig und Ihr seid kreativ. Bleibt mutig und stark für ein demokratisches Belarus!

 

Rommy Baumann-Sevim
Gudrun Birk-Gierke
Ute Delor
Elisabeth Gibbels
Beate Harembski-Henning
Almut Ilsen
Petra König
Tina Krone
Irena Kukutz
Ruth Leiserowitz
Barbe Maria Linke
Gisela Metz
Hannelore Offner
Ulrike Poppe
Bettina Rathenow
Jutta Seidel
Christa Sengespeick-Roos
Elke Westendorff

und die damaligen Unterstützerinnen aus der westeuropäischen Friedensbewegung Barbara Einhorn/END und Eva Quistorp/“Frauen für den Frieden“ West-Berlin…“

 

Den vollständigen Text finden Sie hier.

 

Lesen Sie auch die Presseerklärung der Stiftung Friedliche Revolution vom 12. Oktober 2020: PM_Demo_121020,

…und hier Beiträge über das Wirken von Freya Klier und einen Text über weibliche Revolutionärinnen.

 

 

Fortbestehende Gewalt in Belarus gegen friedlich Demonstrierende verurteilt

 

Stiftung Friedliche Revolution fordert Lukaschenko zum Dialog außerhalb von Gefängnismauern auf

 

Leipzig. Die Stiftung Friedliche Revolution hat die erneute Gewalt gegen friedlich Demonstrierende in Belarus verurteilt und Machthaber Aljaksandr Lukaschenko aufgefordert, sich endlich dem Dialog mit der Opposition über die Zukunft des Landes zu stellen. Ein solcher Dialog könne allerdings nur dort beginnen, „wo Menschen sich aus freiem Willen begegnen“, betont der Vorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Rainer Vor, am Montag in Leipzig.

Gespräche mit gefangenen Oppositionellen im Minsker KGB-Gefängnis stünden dazu völlig im Widerspruch. Erforderlich sei deshalb zuallererst, alle politischen Gefangenen freizulassen. „Erst dann kann am Runden Tisch über freie Wahlen und Rechtstaatlichkeit diskutiert werden“, fügt Vor hinzu. Entschieden verurteilt die Stiftung auch die neuerlichen Verhaftungen von Medienvertretern während der Demonstrationen an diesem Wochenende. Die Friedliche Revolution in der DDR vor nunmehr 31 Jahren habe gezeigt, welche Bedeutung eine unabhängige Berichterstattung der Medien habe.

Mit einer Demonstration durch Leipzigs Innenstadt hat die Stiftung am vergangenen Samstag ein Zeichen der Ermutigung und der Solidarität mit den Menschen in Belarus gesetzt. Dabei dankte der belarussische Dirigent Vitali Alekseenok für alle Unterstützung und Empathie. Das sei angesichts der eigenen Probleme durch die Corona-Pandemie alles andere als selbstverständlich.

Umso wichtiger sei für die Menschen, die in seiner Heimat seit Wochen friedlich für ein freies Land, für Demokratie und für Rechtsstaatlichkeit kämpfen, „dass die Stiftung Friedliche Revolution sich solidarisch mit den Protestierenden in Belarus erklärt und so auch einen Beitrag zu Menschlichkeit, Offenheit und Demokratie in so einem autokratischen Land wie Belarus leistet“, betonte Alekseenok, der seit 2017 das Abaco-Orchester der Universität München leitet.

Die sächsische Staatssekretärin Gesine Märtens verwies bei gleicher Gelegenheit darauf, dass es vor allem die belorussischen Frauen seien, die seit Wochen für Demokratie, Freiheit und Demokratie auf die Straße gingen. Sie protestierten und demonstrierten trotz der Bedrohung und der Gewalt weiter. „Sie brauchen unsere Unterstützung dafür! Aus Europa, aus Sachsen, aus Leipzig“, fügte sie hinzu.

Die Bundesregierung forderte sie auf, nicht nur besorgt zuzuschauen, sondern „den Staatsterror und die massiven Menschenrechtsverletzungen“ zu sanktionieren. Auch Lukaschenko müsse auf die EU-Sanktionsliste, denn er sei „für Morde an Regimekritiker/innen, für Verschleppungen, Verhaftungen, für Folter und sexualisierte Gewalt verantwortlich“, so Märtens.

 

Kontakt: Gesine Oltmanns, Vorstand/Projekte
Stiftung Friedliche Revolution
www.stiftung-fr.de
Tel. 0163 4881 895

 

Bitte finden Sie hier auch weitere englischsprachige Links zu dem Thema und hier eine Grußadresse von Bürgerrechtler*innen der ehemaligen DDR.

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