Ami, das Kind der Sterne, das Buch meines Herzes

Ami, das Kind der Sterne, das Buch meines Herzes

Meine erste Geschichte, “Ami, el niño de las estrellas” (Ami, das Kind der Sterne) gab mir meine Vision der Welt und einige Straßen zum Glück. Geschrieben von Enrique Barrios im Jahr 1986 kam der Roman 7 Jahre später in die Hände meiner Mutter, als ich ein Baby war. Damals war der chilenische Autor in Buenos Aires und meine Mutter bekommt seine Widmung für mich. Heute sind rund 20 Jahre vergangen und man kann noch die Worte von Enrique Barrios auf der ersten Seite meines Lieblingsbuchs lesen.

Ami, der Protagonist der Geschichte, ist ein kleines Kind mit einem freundlichen Gesicht und einem seltsamen Akzent. Er trägt einen weißen Anzug mit einem goldenen Gürtel und einem Logo mit einem geflügelten Herzen in einem Kreis. Ja, Ami ist ein Außerirdischer und ein Friedensbote. Ami kommt aus einer höheren Welt, um das Grundgesetz des Universums auf der Erde zu lehren. Weil wir dieses Gesetz ignorieren, gibt es auf unserer Erde Unglück und Kriege. Das Buch wird von Pedrito geschrieben: ein 11-Jährige Erdling, der das Kind der Sterne kennenlernt. Ami kann Gedanken erraten, Erwachsene hypnotisieren, in jeder Sprache sprechen und viel mehr, und er lädt Pedrito ein, nach fortgeschritteneren Planeten zu reisen, um zu sehen, wie das Leben auf entwickelten Welten ist.

So beginnt das Abenteuer im Raumschiff. Ami und Pedrito fahren zuerst nach verschiedenen Ländern der Erde und dann in den wunderbaren Planet Ofir. In Ofir gibt es keine Kriege, Gewalt oder Unrecht, weil da, wie in allen entwickelten Welten, die Menschen das “Grundgesetz des Universums“ kennen und üben. Pedrito erfährt später, damit die Erde wie Ofir wird, müssen die Erdlinge unsere eigene Zerstörung vermeiden. Pedrito findet hier seine Mission: eine Geschichte zu schreiben. Er wird sagen, was er mit Ami gelernt hat, damit mehr Menschen es lernen.

Während Pedrito von Ami lernte, lernte ich auch als Kind. Ami war mit alles erfreut und sagte, dass um eine zivilisierte Welt wie Ofir auf die Erde zu schaffen, alle Menschen wissen müssen, dass die Liebe das Grundgesetz des Universums ist. Alle Menschen sollen ein einiges Volk von Brüdern ohne Grenzen mit Liebe als die Grundlage der Organisation errichten. Eine zivilisierte Welt lebt wie eine Familie: Alles wird geteilt, jeder ist durch die Liebe vereint. Ich wollte, dass die Welt eine Familie wird.

Der Idee des Planets Ofir faszinierte mich als Kind: eine Welt ohne Geld! Daher nehmen alle nach Bedarf und bieten nach ihrem Gewissen und gutem Willen; daher gibt es keine unehrliche Menschen, keine Polizei, Wände, Tore, Schlösser, Papiere, Kriege, keine Länder! Ofir ist ein einziges Volk von Brüdern, das nicht von der Religion geteilt wird, aber von Gott-Liebe vereint wird. Sie leben um Gutes zu tun, um Tag zu Tag besser zu werden, und auch um gesunden Spaß zu haben. Dort ist alles frei und nichts obligatorisch. Was für eine Idee kann für ein Kind schöner klingen?

Jetzt, wenn ich darüber denke, ist dieses Buch, das meine Mutter mir vor dem Schlafen vorlas, wer ich jetzt geworden bin. Ami gab mir meine optimistische Ideologie, meine Kunstprojekte, um uns bewusst zu machen und meine Träume von einer besseren Welt. Ami sagte, dass die Erde sich entwickeln könnte. Das erfordert, dass alle Herzen klar sind, dass die Liebe das Grundgesetz des Universums ist. Andernfalls werden wir uns unweigerlich zerstören, weil viele wissenschaftliche Fortschritte und wenig Liebe in den Menschen die Basis für eine Welt sind, die sich abschafft. Nur, was wollen wir? Welche Welt wollen wir haben? Ich mag Ofir…

 

Kia Pipkin, Deutsch 202, 12.4.2012