{"id":190,"date":"2020-03-25T15:41:01","date_gmt":"2020-03-25T15:41:01","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/?p=190"},"modified":"2020-03-25T15:41:01","modified_gmt":"2020-03-25T15:41:01","slug":"das-arbeiten-zu-hause-wenn-das-haus-voll-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/2020\/03\/25\/das-arbeiten-zu-hause-wenn-das-haus-voll-ist\/","title":{"rendered":"Das Arbeiten zu Hause, wenn das Haus voll ist"},"content":{"rendered":"<p>Mir lag es immer schwer in den Ferien zu Hause zu arbeiten. Ich wei\u00df nicht genau warum. Ohne eine psychologische Ausbildung w\u00fcrde ich behaupten, dass es aus meinen Kindheitserfahrungen kommt. Als Kind geschiedener Eltern mit zwei Familien waren Ferien immer eine Zeit, in der ich mich am Alltag im anderen Zuhause gewohnte. Oder es war so einfach: Ich hatte keinen Arbeitsplatz mehr dort und hatte auch kein dringendes Bed\u00fcrfnis einen Arbeitsplatz zu schaffen. Als ich mein Studium als Arbeit und nicht nur als Aufgabe zu verstehen anfing, konnte ich doch besser zu Hause arbeiten. Aber auch jetzt brauche ich immer wieder Abwechselung. Mal arbeite ich gut allein im B\u00fcro, mal ist die Arbeit in einer Gruppe im Caf\u00e9 leichter. Ich habe seit dem Anfang meiner Selbst-Quarant\u00e4ne, also seit dem 13. M\u00e4rz, aber keine Hoffnung auf eine solche Abwechselung. Ich habe auch kein B\u00fcro mehr. Mein Arbeitstisch steht im 2. Stock im Flur und vor den T\u00fcren zu unseren Schlafzimmern.<\/p>\n<p>Meine Arbeit findet also mal hier eine Stunde, mal da eine Stunde statt. Ich mache also viele Notizen. Immer liegt ein Blatt Papier bereit, wo ich schnell aufschreibe, woran ich gerade arbeite oder womit ich beim n\u00e4chsten Mal anfangen muss.<\/p>\n<p>Ich versuche aber ein Rhythmus herzustellen und habe ein paar Regeln f\u00fcr mich selbst aufgestellt (die ich aber auch breche \u2013 es sind Selbstversuche). Keine sozialen Medien am Arbeitstisch. Absolut keine Nachrichten. Ich nutze \u201eBlock Site\u201c, um mich an meinen eigenen Internet-Regeln zu halten. Wenn m\u00f6glich schalte ich auch meinen Laptop aus. Ich bringe mein Handy nicht zum Arbeitstisch. Ich habe fast immer eine Tasse Kaffee oder ein Glas Wasser dabei, wenn ich mit der Arbeit anfange.<\/p>\n<p>Das sind meine normalen Arbeitsbedingungen. Gerade sitze ich an meinem Computer mit meinem Kind auf meinem Schoss. Es schaut ein Video der Berliner Philharmonie unter der Direktion von Daniel Barenboim an. Also halte ich eben keine Regeln ein. Tja. Aber gearbeitet habe ich. Nicht an meinem <em>Tschick<\/em>-Projekt, von dem ich eigentlich auch schreiben wollte. Vielleicht schaffe ich das im n\u00e4chsten Blog.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mir lag es immer schwer in den Ferien zu Hause zu arbeiten. Ich wei\u00df nicht genau warum. Ohne eine psychologische Ausbildung w\u00fcrde ich behaupten, dass es aus meinen Kindheitserfahrungen kommt. Als Kind geschiedener Eltern mit zwei Familien waren Ferien immer eine Zeit, in der ich mich am Alltag im anderen Zuhause gewohnte. Oder es war [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":282,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[252445],"tags":[286309,286423],"class_list":["post-190","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-forschungsarbeit","tag-projektarbeit","tag-tschick"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/190","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/wp-json\/wp\/v2\/users\/282"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=190"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/190\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=190"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=190"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=190"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}