{"id":95,"date":"2020-02-10T18:05:39","date_gmt":"2020-02-10T18:05:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/?p=95"},"modified":"2020-02-10T18:05:39","modified_gmt":"2020-02-10T18:05:39","slug":"plamper-und-dorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/contemporary-german-lit-2020\/2020\/02\/10\/plamper-und-dorn\/","title":{"rendered":"Plamper und Dorn"},"content":{"rendered":"<p>Ich las \u201eDeutsch, nicht dumpf\u201c von Thea Dorn und \u201eDas neue Wir\u201c von Jan Plamper. In beiden Artikeln geht es nicht nur darum, was die deutsche Identit\u00e4t enth\u00e4lt, aber im gr\u00f6\u00dferen Sinne ob es eine deutsche Kultur \u00fcberhaupt gibt. Die Artikeln haben relativ unterschiedliche Perspektive, und ich glaube dass die Autoren selbst erkl\u00e4ren w\u00fcrden, dass sie nicht sehr vieles gemeinsam haben. Nichtsdestotrotz k\u00f6nnte man meine Meinung nach von ihren \u00c4u\u00dferungen einen Kompromiss ableiten. Thea Dorn spricht von einer allgemeinen deutschen Identit\u00e4t, dass nicht von dieser oder jener Eigenschaft abh\u00e4ngig ist, sondern dass es eine bestimmte Plastizit\u00e4t besitzt. Man muss keine bestimmte Voraussetzung erf\u00fcllen, bevor man als Deutsch wahrgenommen wurde. Dorn behauptet, von Aspekt her hat die deutsche Kultur vieles gemeinsam mit anderen Kulturen, wie zum Beispiel Liebe zur Wald, Fu\u00dfballbessenheit, Bierfaszination, usw. Manche dieser Elemente, z.B. Fu\u00dfball, waren selbst fr\u00fcher nicht deutsch, aber wurden sp\u00e4ter akzeptiert und mit deutscher Identit\u00e4t miteinbezieht. Das hei\u00dft, es gibt zwar eine deutsche Kultur, aber es ist nicht so eingegrenzt wie manche Rechtspolitiker sich w\u00fcnschten. Auf der anderen Seite, schreibt Plamper vom Problem der Fremdheit in Deutschland. Er behauptet, dass die alte Konzeption von Deutschsein viel zu eingegrenzt war, und ben\u00f6tigt nicht nur die Akkulturation eingewanderten Personen, sondern auch ein gewisses Aussehen, um als Deutsch wahrgenommen zu werden. Er verehrt in diesem Sinne die Salatsch\u00fc\u00dfelpolitik der USA, worin es darum geht, die verschiedenen Kulturen als Zus\u00e4tze zu einer einheitlichen Nationalkultur, die versucht, die eine Subkultur nicht als niederwertiger als die andere. Er argumentiert, dass diese Art Kulturpolitik eine Geschichte in Deutschland hat, insbesondere bez\u00fcglich der Vertriebene, die aus den ehemaligen Reichsgebieten in Nachkriegspolen, Nachkreidssowjetunion und Nachkriegstschechoslowakei.<\/p>\n<p>Die beide Texte werden im modernen Deutsch geschrieben, aber nicht umgangssprachlich. Es wird nicht besonders formell geschrieben, und Amerikanismen, wo n\u00f6tig, werden benutzt. Meines Erachtens scheinen die zwei Artikel von dem Stil her viel gemeinsam zu haben, und die Sprache an sich unterscheidet sich nicht zu viel zwischen den Artikeln. In beiden Artikeln werden vorschriftsm\u00e4\u00dfige Grammatik und Wortwahl benutzt. Dorn war ein bisschen \u201eliterarischer\u201c im Sinne von Einsetzung von Metaphern und Ausdrucksweisen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich las \u201eDeutsch, nicht dumpf\u201c von Thea Dorn und \u201eDas neue Wir\u201c von Jan Plamper. In beiden Artikeln geht es nicht nur darum, was die deutsche Identit\u00e4t enth\u00e4lt, aber im gr\u00f6\u00dferen Sinne ob es eine deutsche Kultur \u00fcberhaupt gibt. 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