{"id":2643,"date":"2012-10-31T11:28:08","date_gmt":"2012-10-31T15:28:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/?page_id=2643"},"modified":"2022-02-13T19:02:32","modified_gmt":"2022-02-14T00:02:32","slug":"barbel-such-glossen-35","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/archive\/most-recent-issue-glossen-352012\/barbel-such-glossen-35\/","title":{"rendered":"B\u00e4rbel Such"},"content":{"rendered":"<h3>Erbauung, Spannung, Holocaust:\u00a0Stefan Ruzowitzkys <em>Die F\u00e4lscher <\/em>als Unterhaltungskino<\/h3>\n<p>Der Kinofilm <em>Die F\u00e4lscher<\/em> (2007) erz\u00e4hlt die Geschichte des \u201cUnternehmens Bernhard\u201d, einer gro\u00dfangelegten Geldf\u00e4lscheroperation der Nationalsozialisten, die im KZ Sachsenhausen von zumeist j\u00fcdischen Gefangenen durchgef\u00fchrt wurde.<a title=\"\" href=\"#_edn1\">[1]<\/a> Ziel dieser Aktion war es, Amerika und Gro\u00dfbritannien mit gef\u00e4lschter W\u00e4hrung zu \u00fcberschwemmen und damit die Wirtschaftskraft dieser L\u00e4nder zu zerst\u00f6ren. Christian Bu\u00df rezensierte den Film unter dem passenden Titel \u201cDas Sterben der Anderen\u201d,<a title=\"\" href=\"#_edn2\">[2]<\/a> denn die geldf\u00e4lschenden H\u00e4ftlinge erleben das Leiden ihrer Mitge\u00adfangenen nur als Ohren\u00adzeugen. Sie leben und arbeiten v\u00f6llig abgeschottet von ihnen, und ihre Lebensumst\u00e4nde sind im Gegensatz zu den \u00fcbrigen KZ-Insassen relativ gut. Sie bekommen genug zu essen, schlafen in bezogenen Betten und verf\u00fcgen \u00fcber annehmbare sanit\u00e4re Anlagen. Geheim\u00adhaltung ihrer Arbeit ist oberstes Gebot und jeder Kontakt mit H\u00e4ftlingen au\u00dferhalb ihres Blocks, zumeist politische Gefangene, w\u00fcrde mit dem Tod bestraft. Trotz der Isolation l\u00f6sen die Leiden der anderen letztendlich den zentralen Konflikt aus, der die Handlung des Filmes bestimmt. Die Herstellung von Pfund- und Dollar\u00adbl\u00fcten garantiert das \u00dcberleben der F\u00e4lscher, gleichzeitig unterst\u00fctzen sie mit ihrer Arbeit jedoch das Nazi-Regime und damit dessen Vernichtungspolitik. \u201cWir finanzieren den Nazis den Krieg\u201d,<a title=\"\" href=\"#_edn3\">[3]<\/a> stellt einer der Gefangenen richtig fest. Weigern die F\u00e4lscher sich jedoch, ihr Produkt zu liefern, droht ihnen selbst die Ermordung. Dieses Dilemma zwischen eigenem \u00dcberlebens\u00adwillen und moralischer Verantwortung den anderen Opfern gegen\u00fcber scheinen die F\u00e4lscher zun\u00e4chst zu\u00adgun\u00adsten der letzteren zu l\u00f6sen, indem sie die Fertigstellung des Dollars monatelang sabotieren. Erst als ihnen die Erschie\u00dfung unmittelbar bevorsteht, geben sie in letzter Sekunde nach. Ihre Verz\u00f6gerungstaktik ist jedoch insofern erfolgreich, als dass das Falschgeld nicht mehr vor Kriegsende in Umlauf gebracht werden kann.<\/p>\n<p>In Anbetracht dieses Filmendes, das zwar kaum \u201chappy\u201d genannt werden kann, aber zumindest moralisch befl\u00fcgelt, ist es verwunderlich, dass Adolf Burger, auf dessen Memoiren das Drehbuch basiert,<a title=\"\" href=\"#_edn4\">[4]<\/a> ein solch gef\u00e4hrliches und selbstloses Verhalten vehement zur\u00fcckweist. In einem Interview mit der israelischen Zeitung <em>Haaretz<\/em> erkl\u00e4rte Burger: \u201cThat whole idea is bullshit. [&#8230;] The important thing was to survive. We didn\u2019t care about the others in the camp.\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn5\">[5]<\/a> Zwar h\u00e4tten die H\u00e4ftlinge die Fertigstellung des Dollars in der Tat bewusst hinausgez\u00f6gert, als jedoch Himmlers Befehl eintraf, die F\u00e4lscher bei anhaltendem Misserfolg zu erschie\u00dfen,<a title=\"\" href=\"#_edn6\">[6]<\/a>\u00a0 sei es jedem einzelnen allein darum gegangen zu \u00fcberleben, nicht, moralisches Vorbild zu sein.<a title=\"\" href=\"#_edn7\">[7]<\/a> Auch Lawrence Malkin, Autor einer umfassenden Studie zur Operation Berhard,<a title=\"\" href=\"#_edn8\">[8]<\/a> betont, dass er trotz extensiver Forschung keine Anzeichen daf\u00fcr gefunden habe, dass die F\u00e4lscher ihr Leben zugunsten anderer Verfolgter aufs Spiel gesetzt h\u00e4tten.<a title=\"\" href=\"#_edn9\">[9]<\/a>\u00a0 Somit stellt sich also die Frage, warum der Regisseur, der \u00d6sterreicher Stefan Ruzowitzky, in der filmischen Inszinierung von Burgers Erinnerungen diese moralischen Bedenken zwar wohl nicht g\u00e4nzlich erfindet, jedoch in den Mittelpunkt r\u00fcckt und ihnen einen Stellenwert zukommen l\u00e4sst, den es laut Burger nicht gegeben hat. Ist die Geschichte der F\u00e4lscher an sich nicht erz\u00e4hlenswert genug? Ist das heutige Publikum der nackten Tatsachen Leid? Bedarf es einer spannenden Geschichte, waghalsiger Charaktere, um uns ins Kino zu locken, auch wenn es sich um eine Repr\u00e4sentation des Holocaust handelt? Geh\u00f6rt der Film \u00fcberhaupt in diese Kategorie? Diesen Fragen m\u00f6chte ich hier genauer nachgehen.<\/p>\n<p>Der Regisseur Ruzowitzky beantwortet die Frage, warum er den Film \u201cim Stil eines Abenteuerfilms\u201d gedreht habe, selbst so:<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr ein heutiges Publikum reicht ein w\u00fctendes \u201cSo war es!\u201d nicht mehr. Man muss vom Holocaust erz\u00e4hlen und hat geradezu eine moralische Verpflich\u00adtung, dies auf eine Art und Weise zu tun, mit der man m\u00f6glichst viele Zuschauer erreicht. [&#8230;] Ja, auch ein Film \u00fcber den Holocaust soll im besten Sinne spannend und unterhaltsam sein.<a title=\"\" href=\"#_edn10\">[10]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Bereits mit seiner Forderung nach Spannung und Unterhaltung wendet sich Ruzowitzky gegen den Anspruch solcher Filmemacher und Filmwissenschaftler wie Claude Lanzmann, dass allenfalls Dokumentarfilme dem Thema gerecht werden k\u00f6nnen und jede Fiktionalisierung einer Trivialisierung des Holocaust gleichkomme;\u00a0 eine Auffassung, die besonders die Diskussion um Steven Spielbergs <em>Schindlers Liste<\/em> (1993) bestimmte.<a title=\"\" href=\"#_edn11\">[11]<\/a> Filmbiografien wie <em>Schindlers Liste<\/em>, Roman Polanskis <em>Der Pianist<\/em> (2002) und <em>Die F\u00e4lscher<\/em>, die sich seit den 80er Jahren zum beliebtesten Genre des Holocaustfilms entwickelt haben,<a title=\"\" href=\"#_edn12\">[12]<\/a> liegt es aber nicht daran, die Ereignisse, von denen sie erz\u00e4hlen, so authentisch wie m\u00f6glich darzustellen; was, dar\u00fcber ist sich die Forschung einig, sowieso eine Unm\u00f6glichkeit darstellt.<a title=\"\" href=\"#_edn13\">[13]<\/a> Vielmehr m\u00f6chten Biopics Geschichten erz\u00e4hlen, die den Holocaust zu einem relevanten Thema f\u00fcr ein j\u00fcngeres Publikum machen, das zeitlich und oft auch r\u00e4umlich mehrere Generationen von den Verbrechen der Nationalsozialisten entfernt ist. In seiner Studie zur Entwicklung des kontempor\u00e4ren Holocaustkinos h\u00e4lt Lawrence Baron fest:<\/p>\n<blockquote>[These] movies should not be judged by whether they are historically, politically, or theoretically \u201ccorrect\u201d but by whether they figuratively or literally evoke a sense of the collective and individual choices and historical circumstances that enabled Hitler to persecute or liquidate millions of civilians he designated as asocial, deviant, ideological, racial, or religious enemies.<a title=\"\" href=\"#_edn14\">[14]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn eine Pr\u00e4sentation der bekannten Tatsachen, wie sie etwa in Dokumentarfilmen versucht wird, dazu f\u00fchrt, dass diese Filme kein ausreichendes Publikum mehr finden, weil die Distanz zwischen dem Geschehenen und den Zuschauern zu gro\u00df ist, so besteht die Gefahr, dass die Erinnerung an den Holocaust aus dem \u00f6ffentlichen Bewusstsein verschwindet. Filme k\u00f6nnen jedoch auch als \u201cErinnerungsprothesen\u201d dienen, um Alison Landsbergs Begriff zu verwenden;<a title=\"\" href=\"#_edn15\">[15]<\/a> Hilfestellungen, um die Kluft, die zwischen den j\u00fcngeren Generationen und den Ereignissen der Vergangenheit besteht, zu \u00fcberbr\u00fccken. Diese gestatten auch, den Geschichten spanndende, melodramatische oder erbauliche Elemente zu verleihen. Das Biopic eignet sich dazu besonders gut, da j\u00fcngere Zuschauergenerationen pers\u00f6nliche Geschichten kollektiver Geschichte und damit vielschichtige Charaktere namenlosen Opfern vorziehen.<a title=\"\" href=\"#_edn16\">[16]<\/a> Die Schicksale Oskar Schindlers und der \u201cSchindlerjuden\u201d, des Pianisten W\u0142adys\u0142aw Szpilman oder der F\u00e4lscher aus Sachsenhausen erm\u00f6glichen eine Ahnung davon, wie es war, unter diesen Umst\u00e4nden als Verfolgte zu leben und erlauben den Zuschauern ein Verh\u00e4ltnis zu den Opfern und der Zeit zu entwickeln, das von Empathie gekennzeichnet ist.<a title=\"\" href=\"#_edn17\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Wenn Ruzowitzky also mit seinem Film auf spannende Unterhaltung gesetzt hat, so ist ihm dies einer gro\u00dfen Anzahl von Rezensionen zufolge, die zum Teil nach dem deutschen Kinostart der <em>F\u00e4lscher<\/em>, zum Teil nach dem Oscar f\u00fcr den besten ausl\u00e4ndischen Film 2008 erschienen, auch gelungen.<a title=\"\" href=\"#_edn18\">[18]<\/a> <em>Cinematical.com<\/em> nennt Ruzowitzkys Film \u201ctense and riveting,\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn19\">[19]<\/a> der <em>Boston Globe<\/em> beschreibt ihn als \u201cslick, exciting.\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn20\">[20]<\/a> Die <em>New York Times<\/em> versieht ihn mit dem Etikett \u201cswift and suspenseful thriller,\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn21\">[21]<\/a> der <em>Spiegel-online <\/em>kategorisiert ihn als eine \u201cVariation eines Ganovenfilms,\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn22\">[22]<\/a> w\u00e4hrend <em>View London<\/em> den Film<em> <\/em>zu einem \u201c[t]horoughly enjoyable wartime drama\u201d macht.<a title=\"\" href=\"#_edn23\">[23]<\/a> <em>Filmcritic.com <\/em>stellt in seinem Kommentar der Er\u00f6ffnungssequenz, in der uns die Hauptfigur und gleichzeitig der Haupt\u00adf\u00e4lscher Salomon Sorowitsch vorgestellt wird, die Verbindung zum Agentenfilm her: \u201c[&#8230;] Salomon walks into the swankest hotel [in Monte Carlo] [&#8230;] and opens the [brief]case to reveal a king\u2019s bounty of crisp bills. You\u2019d think the guy was James Bond\u2019s ragged older brother [&#8230;].\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn24\">[24]<\/a> Dadurch, dass die Besprechungen den Film verschiedenen Genres zuordnen, wird ein m\u00f6glichst breites Publikum angesprochen. Lawrence Baron stellt dazu fest:<\/p>\n<blockquote><p>Often what draws audiences to watch a movie is not the movie itself but a favorite genre [&#8230;] The advertising tagline for a movie provides the viewer with a clue about whether a film will live up to his or her expectations associated with a particular genre. [&#8230;] Notwithstanding the recurring images of Jews being executed in <em>Schindler\u2019s List<\/em>, the tagline for the movie is more upbeat:\u201cWhoever saves one life, saves the world entire.\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn25\">[25]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Auch die Tagline des Trailers,<a title=\"\" href=\"#_edn26\">[26]<\/a> mit dem <em>sonyclassics<\/em> zum amerikanischen Kinostart von <em>Die F\u00e4lscher<\/em> warb, lenkt die Erwartungen potentieller Kinobesucher in eine bestimmte Richtung. \u201cBased on the True Story of a Master Criminal\u201d hei\u00dft es dort, was zum einen signalisiert, dass es sich bei diesem Film um ein Biopic handelt, zum anderen schon die spannende Unterhaltung eines Krimis antizipieren l\u00e4sst. Die Tagline ist aber in sofern irref\u00fchrend, als dass der Film nat\u00fcrlich die Geschichte des Meisterf\u00e4lschers Salomon erz\u00e4hlt, dieser seine Erlebnisse in Sachsen\u00adhausen aber nie selbst der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht hat. Stattdessen basiert der Film auf Adolf Burgers Autobiografie, und der Charakter Burger ist im Film Salomon allenfalls zur Seite gestellt. F\u00fcr die Kinobesucher machen diese Details allerdings keinen Unterschied.<\/p>\n<p>\u201cDuring the war, he [Salomon] was a prisoner of the Third Reich,\u201c verk\u00fcndet der Trailer weiterhin. Das stimmt nat\u00fcrlich, nur wird hier angedeutet, dass Salomon lediglich aufgrund seiner Geldf\u00e4lschert\u00e4tigkeit interniert wurde; die Tatsache, dass er zudem j\u00fcdisch war, wird nicht erw\u00e4hnt.\u00a0 Diese Auslassung erinnert an fr\u00fche, in Hollywood produzierte Holocaust- bzw. Anti-Nazi-Filme, die die Verfolgung der Juden nicht beim Namen nannten, u.a. aus Angst, ihre Zuschauer zu verschrecken.<a title=\"\" href=\"#_edn27\">[27]<\/a> Doch auch in dem Trailer zu <em>Der Pianist<\/em> wird Szpilmans J\u00fcdischkeit eher suggeriert als direkt benannt.<a title=\"\" href=\"#_edn28\">[28]<\/a> Eine Frauenstimme im Voice-over teilt mit, dass einer Anordnung zufolge nun alle Warschauer Juden in ein Ghetto ziehen m\u00fcssten, doch ist von Szpilmans Familie nicht unmittelbar die Rede. Stattdessen konzentriert sich auch dieser Trailer darauf, dass Szpilmans Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert und au\u00dferdem eine \u00dcberlebensgeschichte ist: \u201cMusic was his passion. Survival was his masterpiece,\u201c wird dem Zuschauer mitgeteilt. Zudem beinhaltet der Trailer ein Zitat aus Shakepeares Kom\u00f6die <em>Der Kaufmann aus Venedig<\/em>: \u201cIf you prick us, do we not bleed? If you tickle us, do we not laugh? If you poison us, do we not die? <em>And if you wrong us, do we not revenge<\/em>?\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn29\">[29]<\/a> Belesene Zuschauer werden das Zitat als Rede des Juden Shylock erkennen, der Solanio und Salarino verspricht, dass er sich f\u00fcr das ihm angetane Unrecht r\u00e4chen wird. Doch auch wer das Zitat nicht identifizieren kann, gewinnt ganz klar den Eindruck, dass Szpilman seinen Verfolgern Widerstand leisten wird. Verst\u00e4rkt wird dieser Eindruck dadurch, dass Szpilman zum Voice-over des Zitats mit einer Waffe gezeigt wird. Der Trailer verspricht somit ganz deutlich spannende Unterhaltung.<\/p>\n<p>Im amerikanischen Trailer zu <em>Die F\u00e4lscher<\/em> erfahren wir weiter: \u201cHe [the master criminal] was the one man who could save the Nazi war machine.\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn30\">[30]<\/a> Es ist richtig, dass Salamon Smolianoff, auf dessen Person der Charakter Salomon Sorowitsch beruht, \u201cder einzige Geldf\u00e4lscherprofi unter den 144 [&#8230;] H\u00e4ftlingen des F\u00e4lscherkommandos\u201d war,<a title=\"\" href=\"#_edn31\">[31]<\/a> aber er war eben nur einer von 144 M\u00e4nnern, die unter dem Einsatz ihres Lebens an den Bl\u00fcten arbeiteten. Im Film jedoch wird ein Held vorgestellt, von dem unter den denkbar schlechtes\u00adten Bedingungen Unvor\u00adstell\u00adbares gefordert werden wird, n\u00e4mlich die Nazis vor dem Untergang zu retten. Es bedarf schon eines James Bond-artigen Helden, um so etwas zu vollbringen.<\/p>\n<p>Indem sich der Film auf die Geschichte und Person des Berufsverbrechers Sorowitsch konzentriert, zeigt er nat\u00fcrlich ein Schicksal, das f\u00fcr den Holocaust untypisch ist: Salomon \u00fcberlebt. Genau wie die Hauptcharaktere der bereits angesprochenen Filmbiografien, die \u201cSchindlerjuden\u201d und der Pianist Szpilman, entgeht Salomon der Vernichtung durch die Nazis. Die Filme heben das \u00dcberleben Einzelner hervor, nicht zuerst das massenhafte Sterben eines Volkes. Agnieszka Hollands <em>Hitlerjunge Salomon<\/em> (1989), Margarethe von Trottas <em>Rosenstra\u00dfe<\/em> (2003) und Paul Verhoevens <em>Black Book <\/em>(2006) sind weitere Beispiele f\u00fcr diese \u201c\u00dcberlebens\u00adfilme.\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn32\">[32]<\/a> Was den F\u00e4lscher Salomon anbelangt, kann das Publikum von Anfang an aufatmen, da die Er\u00f6ffnungs\u00adszene des Films deutlich macht, dass der Krieg vorbei ist und die Handlung in R\u00fcckblenden dargestellt wird.<\/p>\n<p>Der Salomon der sp\u00e4ten 30er Jahre, der uns zuerst begegnet, ist zun\u00e4chst kein sonderlich sympathischer Mensch. Er ist ein kleiner Krimineller, der vor allem an seinem eigenen Auskommen interessiert ist: \u201cIch bin ich, und die anderen sind die anderen\u201d,<a title=\"\" href=\"#_edn33\">[33]<\/a> stellt er kaltschn\u00e4utzig fest, als ihn ein j\u00fcdischer Freund um Hilfe bittet und an sein Zugeh\u00f6rig\u00adkeits\u00adgef\u00fchl zum j\u00fcdischen Volk appelliert. Salomon kommentiert die sich verschlechternde Situation der Juden mit den Worten: \u201cWei\u00dft du, warum die Juden immer verfolgt werden? Weil sie sich nicht anpassen k\u00f6nnen. Ist doch nicht so schwer.\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn34\">[34]<\/a> Seine Assimilation und Distanz zu seiner j\u00fcdischen Abstammung k\u00f6nnten nicht st\u00e4rker zum Ausdruck gebracht werden, und es ist bemerkenswert, dass Salomons j\u00fcdische Herkunft auch durch den ganzen Film hindurch nicht weiter erw\u00e4hnt wird. Auch in Bezug auf seinen Mith\u00e4ftling Burger wird der Eindruck vermittelt, er befinde sich nur aufgrund seiner kommunistischen T\u00e4tigkeiten im KZ und nicht, weil er Jude ist. \u00dcberhaupt spielt j\u00fcdische Identit\u00e4t in dem Film kaum eine Rolle. In einer Szene spricht einer der F\u00e4lscher das Kaddisch, als au\u00dferhalb ihres Blocks ein Gefangener erschossen wird. Ansonsten wird das Publikum nur ab und zu durch die Beschimpfungen der deutschen Aufseher daran erinnert, dass die H\u00e4ftlinge Juden sind. Auch hier bietet sich ein Vergleich zu Polanskis Film an. Die Identifizierung der Familie Szpilman als Juden kommt ebenfalls von au\u00dfen und zwar haupts\u00e4chlich von deutschen Wehrmachtsangeh\u00f6rigen. Ansonsten konzentriert sich der Film auf die Assimilation der Familie und hebt W\u0142adys\u0142aws Beziehungen zu nicht-j\u00fcdischen Polen hervor, die ihn dann nach seiner Flucht aus dem Ghetto auch verstecken. In Verhoevens <em>Black Book<\/em> findet das Ablegen der j\u00fcdischen Identit\u00e4t visuell sehr wirkungsvoll zu Beginn des Filmes statt, wenn sich die Heldin Rachel die Haare blond f\u00e4rbt, um \u00fcberzeugender eine nicht-J\u00fcdin darzustellen. Die Tatsache, dass sie au\u00dferdem flie\u00dfend und fast akzentfrei Deutsch spricht, hebt, besonders f\u00fcr ein deutsches Publikum, alle Andersartigkeit auf. F\u00fcr eine junge Zuschauer\u00adgeneration, die speziell im deutschsprachigen Raum wenig Bezug zu j\u00fcdischen Kontexten hat, wird so durch das Verdr\u00e4ngen des J\u00fcdischen der Identifikationsprozess noch beschleunigt.<\/p>\n<p>Salomons Opportunismus und Pragmatismus sichern w\u00e4hrend seiner Gefangenschaft im KZ Mauthausen sein \u00dcberleben, aber nach seiner Verlegung nach Sachsenhausen beginnt er, die anderen Insassen um sich herum wahrzunehmen und ein Verantwortungsgef\u00fchl f\u00fcr seine Mith\u00e4ftlinge zu entwickeln. Er lernt es zu sch\u00e4tzen, dass letztendlich nur die kollektiven Anstrengungen der H\u00e4ftlinge zum Erfolg f\u00fchren und ihrer Vernichtung weiteren Aufschub gew\u00e4hren k\u00f6nnen. Das \u00dcberleben aller garantiert das \u00dcberleben aller; oder \u201cEiner f\u00fcr alle, alle f\u00fcr einen\u201d, wie es in Abenteuerfilmen hei\u00dft.<a title=\"\" href=\"#_edn35\">[35]<\/a><\/p>\n<p>Es ist genau dieses Gemeinschaftsgef\u00fchl, an das der junge Kommunist Burger appelliert, der die Kriegsmachinerie durch Sabotage aufhalten will. \u201cEin Aufstand, das w\u00e4re wenigstens ein Zeichen\u201d,<a title=\"\" href=\"#_edn36\">[36]<\/a> versucht er Salomon zu \u00fcberzeugen, doch dieser weist ihn zur\u00fcck: \u201cLieber morgen ins Gas als heute sinnlos erschossen werden.\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn37\">[37]<\/a> In seiner Verzweiflung entschlie\u00dft Burger sich, allein zu handeln. Bald liegt es nur noch an seiner Sabotage, dass der Dollar nicht fertig wird, und selbst als den F\u00e4lschern mit Erschie\u00dfung gedroht wird, gibt er nicht nach. Buchst\u00e4blich in letzter Sekunde rettet Salomon die H\u00e4ftlinge, weil es ihm gelungen ist, den Fehler in der Reproduktion zu korrigieren. Nat\u00fcrlich verstehen wir als Zuschauer, dass Burgers Motive ehrenhaft sind und er recht hat. Trotzdem weisen wir seinen Idealismus als unvern\u00fcnftig und gef\u00e4hrlich zur\u00fcck, anstatt das Heldenhafte darin zu sehen. Wir stehen auf Salomons Seite. Wir wollen, dass er den Nazis den Dollar pr\u00e4sentiert, so dass niemand der uns inzwischen vertrauten Gruppe der F\u00e4lscher leiden oder sogar sterben muss.<\/p>\n<p>Wir bangen um die H\u00e4ftlinge auch in anderen Szenen, spornen sie innerlich an, ohne die m\u00f6glichen Auswirkungen auf den Kriegsverlauf zu beachten. So werden die F\u00e4lscher eines Nachts unter dem \u00fcblichen Geschrei aus dem Bett geholt und m\u00fcssen zum Appell antreten. Das Publikum wei\u00df aus Erfahrung, dass solche n\u00e4chtlichen Aktionen nichts Gutes bedeuten k\u00f6nnen und antizipiert hier Gewalt, vielleicht sogar Tod. Herzog erz\u00e4hlt den F\u00e4lschern die Geschichte, wie ein deutscher Agent mit den Pfundbl\u00fcten in eine Schweizer Bank geht, um diese dort einer Feuerprobe zu unterziehen. Je l\u00e4nger Herzogs Erz\u00e4hlung dauert, desto mehr w\u00e4chst die Anspannung unter den H\u00e4ftlingen und \u00fcbertr\u00e4gt sich auf die Zuschauer, denn ein Misserfolg w\u00fcrde sicher einem Todesurteil gleichkommen. Endlich l\u00f6st sich die Spannung. Die falschen Banknoten wurden angenommen, die F\u00e4lscher sind erleichtert und freuen sich ihres Erfolges, die Nazis sind zufrieden, und das Publikum ist es auch. Sicher ist den Nazis gerade ein gro\u00dfer Durchbruch im Kriegsgesch\u00e4ft gelungen, aber die F\u00e4lscher sind noch einmal mit heiler Haut davon gekommen.<\/p>\n<p>Ruzowitzky benutzt hier bekannte dramaturgische Mittel, um Spannung zu erzeugen und uns auf emotionaler Ebene anzusprechen, wie das Setzen und Ablaufen einer Frist, die Rettung in letzter Sekunde und die Schaffung von Momenten h\u00f6chster affektiver Anspannung, die nach Aufl\u00f6sung dr\u00e4ngen. Auch diese Stilmittel sind dem j\u00fcngeren Holocaustkino keinesfalls neu. Wenn die Frauen der \u201cSchindlerjuden\u201d in Auschwitz in das \u201cDesinfektionsbad\u201d gef\u00fchrt werden, das sich wider Erwarten tats\u00e4chlich als Duschraum entpuppt, dann ist die Erleichterung beim Publikum derart gro\u00df, dass weder die Opfer, die zuvor in den Gaskammern umkamen, noch die, die ihnen nachfolgen werden, in dem Moment eine Rolle spielen. \u00c4hnlich atmet das Publikum auf, wenn Szpilmann von einem Angeh\u00f6rigen des j\u00fcdischen Ordnungsdienstes vor der Deportation gerettet wird, w\u00e4hrend gleichzeitig hunderte von Menschen auf dem Bahnhof in Warschau in Viehwagen gepfercht werden. Wir verdr\u00e4ngen bereitwillig die sterbenden Massen zugunsten einiger Weniger, deren \u00dcberleben wichtiger wird als die Leiden der anderen.<\/p>\n<p>Wenn Salomon nach seiner Befreiung aus Sachsenhausen nach Monte Carlo f\u00e4hrt, sich dort mit seinen falschen Dollar in einem feinen Hotel einmietet und in einem neuen Smoking den Roulettetisch aufsucht, dann sind wir als Zuschauer erleichtert, dass die ganze Angelegenheit noch einmal gut ausgegangen ist. Salomons kleine menschliche Fehler fallen kaum noch ins Gewicht; im Gegenteil, sie machen ihn zu einer Person, in der wir uns leicht wiederfinden k\u00f6nnen, da sie ihn als ganz normalen Menschen auszeichnen, der im Grunde anst\u00e4ndig ist. Es verschmitzt uns, dass er jetzt das Resultat seiner harten Arbeit im Kasino verprassen kann und aufgrund seines Reichtums mit gro\u00dfer Ehrerbietung behandelt wird. Der Salomon der Schlussszene, der am Strand mit einer sch\u00f6nen Frau im Arm champagnertrunken Tango tanzt, erinnert stark an den Salomon der 30er Jahre, um dessen Auskommen wir uns keine Sorgen machen mussten.<\/p>\n<p>Wie passt der Film <em>Die F\u00e4lscher<\/em> nun in das Genre Holocaustfilm? Zum einen basiert er auf der Geschichte eines \u00dcberlebenden und lehrt ein St\u00fcck kaum bekannter Geschichte, n\u00e4mlich die des Unternehmens Bernhard und der zum Geldf\u00e4lschen gezwungenen Juden. Zum anderen findet durch die Dazudichtung des moralischen Konflikts eine Verzerrrung der historischen Tatsachen statt, die moralisch \u00e4u\u00dferst bedenklich ist, weil sie zumindest suggeriert, dass die F\u00e4lscher die Wahl gehabt h\u00e4tten, ob sie den Befehlen der Nazis Folge leisten wollten oder nicht. \u201cChoiceless choices\u201d hat Lawrence Langer dieses Dilemma treffend benannt.<a title=\"\" href=\"#_edn38\">[38]<\/a><\/p>\n<p>Gleichzeitig l\u00e4dt der Film dazu ein, die Verfolgung und Vernich\u00adtung der Juden in Anbetracht der untypischen <em>\u00dcberlebens\u00ad<\/em>geschichte in den Hintergrund unseres Bewusstseins zu dr\u00e4ngen. Doch folgt der Film damit ganz dem Trend, der von <em>Schindlers Liste <\/em>gesetzt wurde und der sich in den oben zum Vergleich herangezogenen Filmen fortgesetzt hat.<a title=\"\" href=\"#_edn39\">[39]<\/a> F\u00fcr die heutige Generation der Kinobesucher, die kaum noch einen direkten Bezug zu der Nazizeit und deren Opfern haben, bietet ein Film wie <em>Die F\u00e4lscher<\/em> eine M\u00f6glichkeit, \u00fcber den Holocaust zu lernen, ohne von Schuldgef\u00fchlen geplagt nach Hause gehen zu m\u00fcssen. Ruzowitzky vertritt die Auffassung, dass die heutige Generation, f\u00fcr die er seine Filme in erster Linie macht, nicht mehr aus Leuten bestehe, die man anklagen k\u00f6nne.<a title=\"\" href=\"#_edn40\">[40]<\/a> Ihre Erinnerung an das 3. Reich und den Holocaust ist keine eigene Erinnerung mehr, sondern basiert auf Gelesenem, Geh\u00f6rtem und Gesehenen, und<strong> <\/strong>damit verlagert sich auch die Art und Weise, wie Vergangenheits\u00adbew\u00e4ltigung stattfindet. Der Prozess ist sicher nicht abgeschlossen, doch die neue Generation sieht Holocausttexte und \u2013filme als inszinierte Geschichte. Pers\u00f6nliche Schicksale gestatten dem Publikum, ein empathisches Verh\u00e4ltnis zu den Opfern zu entwickeln, das ihnen Einsicht in die Geschichte gew\u00e4hrt und eine moralische Reaktion auf den Holocaust erlaubt. Der Betroffenheit \u00fcber die Leiden der Verfolgten weicht am Ende die Erleichterung \u00fcber den Triumph der \u00dcberlebenden \u00fcber ihre Peiniger. Im Falle Salomons d\u00fcrfen wir sogar annehmen, dass er sich schnell wieder in der Welt zurechtfinden wird. Um mit den Worten Daniela Berghahns zu schlie\u00dfen: \u201cContemporary films about the Third Reich are post-memory texts, characterised by a creative investment in the past \u2013 that is why they can be about the Holocaust and yet have a happy end.\u201d<a title=\"\" href=\"#_edn41\">[41]<\/a> Wie effektiv sie Erinnerung an die Shoah erhalten k\u00f6nnen, bleibt fraglich.<\/p>\n<div><\/div>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p><strong>Endnoten<\/strong><\/p>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref1\">[1]<\/a> <em>Die F\u00e4lscher<\/em>. Regisseur Stefan Ruzowitzky. Universum Film AG, 2007. Film.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref2\">[2]<\/a> Bu\u00df, Christian. \u201cKZ-Drama <em>Die F\u00e4lscher.<\/em> Das Sterben der Anderen.\u201d <em>spiegel.de<\/em>. 20. M\u00e4rz 2007. Web. 26. Okt. 2011. &lt;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kino\/0,1518,druck-472671,00.html\">http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kino\/0,1518,druck-472671,00.html<\/a>&gt;.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref3\">[3]<\/a> Dialogprotokoll. <em>Die F\u00e4lscher<\/em>.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref4\">[4]<\/a> Burger, Adolf. <em>Des Teufels Werkstatt. <\/em>M\u00fcnchen: Sandmann, 2007. Print.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref5\">[5]<\/a> Uni, Assaf. \u201cA reprieve from death.\u201d haaretz.com. 13. Feb. 2007. Web. 26. Okt. 2011.<\/p>\n<p>&lt;<a href=\"http:\/\/www.haaretz.com\/culture\/arts-leisure\/a-reprieve-from-death-1.212798\">http:\/\/www.haaretz.com\/culture\/arts-leisure\/a-reprieve-from-death-1.212798<\/a>&gt;.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref6\">[6]<\/a> Burger 170.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref7\">[7]<\/a> Ebda.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref8\">[8]<\/a> Malkin, Lawrence. <em>Krueger\u2019s Men. The Secret Nazi Counterfeit Plot and the Prisoners of Block 19.<\/em> New York: Little, Brown and Company, 2006.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref9\">[9]<\/a> Uni, \u201cA reprieve from death.\u201d<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref10\">[10]<\/a> &lt;http:\/\/www.diefaelscher.at\/htm\/home\/index_dt.html&gt;. Web. 26. Okt. 2011.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref11\">[11]<\/a> Siehe Lanzmann, Claude. \u201cWhy Spielberg Has Distorted The Truth.\u201d <em>The Manchester Guardian Weekly<\/em> 3. Apr. 1994. 14:1. Print. Siehe au\u00dferdem Hansen, Miriam Bratu. \u201c<em>Schindler\u2019s List<\/em> is not <em>Shoah<\/em>: Second Commandment, Popular Modernism, and Public Memory.\u201d <em>Visual Culture and the Holocaust.<\/em> Hg. Barbie Zelizer. New Brunswick, Rutgers UP, 2001. 127-51. Print. Vgl. allg. Loshitzky, Yosefa, Hg. <em>Spielberg\u2019s Holocaust. Critical Perspectives on <\/em>Schindler\u2019s List. Bloomington: Indiana UP, 1997. Print.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref12\">[12]<\/a> Baron 65.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref13\">[13]<\/a> Siehe z.B. Ball, Karyn. \u201cFor and Against the <em>Bilderverbot<\/em>: The Rhetoric of \u2018Unrepresentability\u2019 and Remediated \u2018Authenticity\u2019 in the German Reception of Steven Spielberg\u2019s Schindler\u2019s List.\u201d <em>Visualizing the Holocaust: Documents, Aesthetics, Memory<\/em>. Hg. David Bathrik et. al. Rochester, Camden House, 2008. 162-84. Print.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref14\">[14]<\/a> Baron, Lawrence. <em>Projecting the Holocaust into the Present: The Changing Focus of Contemporary Holocaust Cinema.<\/em> Lanham: Rowman &amp; Littlefield, 2005. Print. viii-ix.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref15\">[15]<\/a> Landsberg, Alison. \u201cProsthetic Memory: The Ethics and Politics of Memory in an Age of Mass Culture.\u201d Memory and Popular Film. Hg. Paul Grange. Manchester: Manchester UP, 2003. Print. 148.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref16\">[16]<\/a> Baron 66.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref17\">[17]<\/a> Siehe auch Landsberg 149.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref18\">[18]<\/a> Von den 50 Rezensionen, die ich f\u00fcr diese Arbeit herangezogen haben, sind 31 eindeutig positiv, 13 eindeutig negativ, der Rest h\u00e4lt sich die Waage. Von den 13 negativen waren 8 deutschsprachig. Zu den kritischen Stimmen geh\u00f6ren u.a. die folgenden: Rebhandl, Bert. \u201c<em>Die F\u00e4lscher<\/em>. Ein moralischer Zweikampf.\u201d <em>Der Standard.<\/em> 23. M\u00e4rz 2007. Print. Der Autor schreibt: \u201c<em>Die F\u00e4lscher <\/em>[&#8230;] pass[t] auch gut zu der neueren Tendenz, die historischen Erfahrungen des Nationalsozialismus mit einem Bed\u00fcrfnis nach Mainstreamkino zu vermitteln.\u201d Siehe auch: Grissemann, Stefan. \u201cVon der Fabrikation eines Welterfolgs: Stefan Grisse\u00admann \u00fcber den Oscar f\u00fcr den Regisseur Stefan Ruzowitzky und den neuen filmpolitischen Kulturchauvi\u00adnismus in \u00d6sterreich.\u201d <em>Profil.<\/em> 25. Feb. 2007. Print. Der Autor bezeichnet den Film als einen \u201carglosen Anti-Nazi-Abenteuerfilm[].\u201d<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref19\">[19]<\/a> Campbell, Christopher. \u201cReview: The Counterfeiters.\u201d <em>cinematical.com<\/em>. 21. Feb. 2008. Web. 26. Okt. 2011. http:\/\/www.cinematical.com\/2008\/02\/21\/review-the-counterfeiters\/&gt;.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref20\">[20]<\/a> Burr, Ty. \u201cThe Money Man.\u201d <em>boston.com.<\/em> 7. M\u00e4rz 2008. Web. 26. Okt. 2011.<\/p>\n<p>&lt;http:\/\/www.boston.com\/ movies\/display?display=movie&amp;id=10833&gt;.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref21\">[21]<\/a> Scott, A. O. \u201cThe Cost of Collusion. Paid in Phony Currency.\u201d <em>nytimes.com.<\/em> 22. Feb. 2008. Web. 26. Okt. 2011. &lt;http:\/\/movies.nytimes.com\/2008\/02\/22\/movies\/22coun.html&gt;.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref22\">[22]<\/a> Bu\u00df, Christian. \u201cKZ-Drama <em>Die F\u00e4lscher.<\/em> Das Sterben der Anderen.\u201d <em>spiegel.de<\/em>. 20. M\u00e4rz 2007. Web. 26. Okt. 2011. &lt;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kino\/0,1518,druck-472671,00.html\">http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/kino\/0,1518,druck-472671,00.html<\/a>&gt;.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref23\">[23]<\/a> Turner, Matthew. \u201cThoroughly enjoyable wartime drama with a strong script and fantastic performances.\u201d <em>viewlondon.co.uk<\/em>. 10. Okt. 2007. Web. 26. Okt. 2011. &lt;http:\/\/www.viewlondon.co.uk\/films\/counterfeiters-the-die-falscher-film-review-20630.html&gt;.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref24\">[24]<\/a> Cabin, Chris. \u201cThe Counterfeiters.\u201d <em>filmcritic.com<\/em>. 21. Feb. 2008. Web. 26. Okt. 2011.<\/p>\n<p>&lt;http:\/\/www.filmcritic.com\/misc\/emporium.nsf\/reviews\/The-Counterfeiters&gt;.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref25\">[25]<\/a> Baron 13.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref26\">[26]<\/a> &lt;http:\/\/www.sonyclassics.com\/thecounterfeiters\/trailer.html&gt;. Web. 26. Okt. 2011.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref27\">[27]<\/a> <em>Imaginary Witness: Hollywood and the Holocaust.<\/em> Regisseur Daniel Anker. Anker Productions, Inc., 2004. Film.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref28\">[28]<\/a> &lt;http:\/\/focusfeatures.com\/video\/the_pianist__trailer?film=the_pianist&gt;. Web. 12. Juni 2012.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref29\">[29]<\/a> &lt;http:\/\/absoluteshakespeare.com\/trivia\/quotes\/quotes.htm&gt;.\u00a0 Web. 12. Juni 2012. Meine Hervorhebung.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref30\">[30]<\/a> &lt;http:\/\/www.sonyclassics.com\/thecounterfeiters\/trailer.html&gt;. Web. 26. Okt. 2011.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref31\">[31]<\/a> Burger 161.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref32\">[32]<\/a> <em>Hitlerjunge Salomon. <\/em>Regisseurin Agnieszka Holland. CCC Film, 1989. Film. <em>Rosenstra\u00dfe.<\/em> Regisseurin Margarethe von Trotta, 2003. Film. <em>Zwartboek<\/em>. Regisseur Paul Verhoeven. A-Film, 2006. Film.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref33\">[33]<\/a> Dialogprotokoll. <em>Die F\u00e4lscher<\/em>.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref34\">[34]<\/a> Ebda.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref35\">[35]<\/a> Der Ausspruch stammt aus Alexandre Dumas\u2019 <em>Die drei Musketiere<\/em> und findet sich auch in den diversen Ver\u00ad\u00adfil\u00adm\u00adungen wieder, z.B. <em>The Three Musketeers<\/em>. Regisseur Stephen Herek. Walt Disney Pictures, 1993. Film.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref36\">[36]<\/a> Dialogprotokoll. <em>Die F\u00e4lscher<\/em>.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref37\">[37]<\/a> Ebda.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref38\">[38]<\/a> Langer, Lawrence. \u201cThe Dilemma of Choice in the Death Camps.\u201d <em>Centerpoint: The Holocaust<\/em> 4.1 (1980): 55. Print.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref39\">[39]<\/a> Siehe Berghahn, Daniela. \u201cPost-1990 Screen Memories: How East and West German Cinema Remembers the Third Reich and the Holocaust.\u201d <em>German Life and Letters<\/em> 59:2 (2006). Print. Die Autorin stellt heraus, dass Filme wie diese \u201cconstruct an ambiguous memory of Jewish suffering that allows us to forget while ostensibly inviting us to remember\u201d (302).<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref40\">[40]<\/a> Bell, James. \u201cTurning the Tables.\u201d <em>Sight and Sound<\/em> \u00a017. 11 (2007): 12. Print.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a title=\"\" href=\"#_ednref41\">[41]<\/a> Berghahn 308.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erbauung, Spannung, Holocaust:\u00a0Stefan Ruzowitzkys Die F\u00e4lscher als Unterhaltungskino Der Kinofilm Die F\u00e4lscher (2007) erz\u00e4hlt die Geschichte des \u201cUnternehmens Bernhard\u201d, einer gro\u00dfangelegten Geldf\u00e4lscheroperation der Nationalsozialisten, die im KZ Sachsenhausen von zumeist j\u00fcdischen Gefangenen durchgef\u00fchrt wurde.[1] Ziel dieser Aktion war es, Amerika und Gro\u00dfbritannien mit gef\u00e4lschter W\u00e4hrung zu \u00fcberschwemmen und damit die Wirtschaftskraft dieser L\u00e4nder zu zerst\u00f6ren. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":394,"featured_media":0,"parent":2534,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2643","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/394"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2643"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2643\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}