{"id":4581,"date":"2015-06-05T14:52:14","date_gmt":"2015-06-05T18:52:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/?page_id=4581"},"modified":"2023-03-19T16:09:47","modified_gmt":"2023-03-19T20:09:47","slug":"frederick-a-lubich-glossen40-2015","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/archive\/most-recent-issue-glossen-402015\/frederick-a-lubich-glossen40-2015\/","title":{"rendered":"Frederick A. Lubich"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mauerschauen und Kassandrarufe: Von Oswald Spenglers <em>Untergang des Abendlandes<\/em> zu Samuel Huntingtons <em>Clash of Civilizations<\/em> und dar\u00fcber hinaus<\/strong><\/p>\n<p>Jahrhundert- und mehr noch Jahrtausendwenden inspirierten seit jeher Kulturhistoriker zu umfassenden und weitschweifenden R\u00fcckblicken und Vorschauen. Oswald Spenglers <em>Der Untergang des Abendlandes<\/em> (1918) is so eine epochal-enzyklop\u00e4dische Retrospektive, die Aufstieg und Fall der gro\u00dfen Weltreiche darstellt und am Ende des ersten Weltkriegs dem christlich-europ\u00e4ischen Abendland den fortschreitenden Verfall seiner Weltordnung und Wertanschauung voraussagte.<\/p>\n<p>Gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts ver\u00f6ffentlichte der amerikanische Politikwissenschaftler Samuel Huntington sein Werk <em>The Clash of Civilizations <\/em>(1996), in dem er unter anderem den kommenden Kampf zwischen der abendl\u00e4ndischen und morgenl\u00e4ndischen Kultur prophezeit. Zuerst als munkelnde Unkenrufe eines pensionierten Professors bel\u00e4chelt, gewann Huntingtons Zukunftsvision nach dem Anschlag von Allahs Gotteskrieger auf das World Trade Center in New York kurz nach der Jahrtausendwende omin\u00f6se Aktualit\u00e4t.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Der Kontakt zwischen der christlich-okzidentalen und islamisch-orientalischen Zivilisation war jedoch nicht immer kriegerisch. Er geht bis ins achte Jahrhundert zur\u00fcck, als maurische Eroberer in Andalusien ein multikulturelles, christlich-j\u00fcdisch-islamisches Reich errichteten, dessen fruchtbar-friedfertiges Zusammenleben als sagenhafte \u201eConvivenzia\u201c beispielhafte Bedeutung gewann und deren kulturelle Mannigfaltigkeit noch heute vor allem im Prachtbau der Alhambra, dem Kronjuwel des arabischen Spaniens, zu bewundern ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-4788\" src=\"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image001-300x204.jpg\" alt=\"image001\" width=\"300\" height=\"204\" srcset=\"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image001-300x204.jpg 300w, https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image001-1024x697.jpg 1024w, https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image001.jpg 1430w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Alhambra, Granada<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich vor zehn Jahren beim Hinaufstieg zur Alhambra diese Aufnahme machte, wusste ich noch nicht, wie sehr mich diese Burg in ihren Bann schlagen w\u00fcrde. Der Prunk ihrer vielschichtigen Architektur, die malerischen Arabesken der Deckengew\u00f6lbe, die Pracht ihrer bl\u00fchenden G\u00e4rten und ihrer zahlreichen Wasserspiele, allen voran, das Generalife, dessen kunstvoll angelegte Parklandschaft eine Nachbildung des Paradieses darstellt, das alles zeugt von einer f\u00fcr die damalige Zeit ausgesprochen fortschrittlichen Hochkultur. <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Die Alhambra und ihre maurisch-andalusische Kultur ist nicht das einzige Beispiel f\u00fcr die geschichtlichen Begegnungen und den Austausch zwischen islamischer und christlicher Kultur. Der Fall von Konstantinopel im Jahre 1492 l\u00f6ste nicht nur eine Wiedergeburt des heidnischen Altertums aus, deren r\u00f6misch-griechisches Kulturerbe sich bis in die Nordische Renaissance der N\u00fcrnberger Reichsstadt ausbreitete, er f\u00fchrte auch zu einer fortschreitenden Expansion des osmanischen Herrschaftsbereiches bis vor die Tore von Wien. In der Bilderwelt Albrecht D\u00fcrers, des Gro\u00dfmeisters der N\u00fcrnberger Renaissance, treffen die Muselmanen, wie damals Muslime genannt wurden, zum ersten Mal in der abendl\u00e4ndischen Umwelt augenf\u00e4llig in Erscheinung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image003.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-4789\" src=\"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image003.png\" alt=\"image003\" width=\"204\" height=\"268\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Albrecht D\u00fcrer, \u201eDie T\u00fcrkenfamilie\u201c (um 1496)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>D\u00fcrers ikonisches Bild \u201eDas Meerwunder\u201c bringt die damalige Begegnung der beiden Kulturkreise wohl am anschaulichsten zum Ausdruck. W\u00e4hrend sich im Vordergrund ein entbl\u00f6\u00dftes Meerweib r\u00e4kelt, fuchtelt ihr vom anderen Ufer am Fu\u00df der aufragenden N\u00fcrnberger Burg ein Muselmann offensichtlich aufgebracht entgegen. <a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Seit der Renaissance hat die christliche Zivilisation in den folgenden f\u00fcnfhundert Jahren einen systematischen S\u00e4kularisierungsprozess durchlaufen, der in der fortschreitenden Emanzipation der Frau sowie in der sukzessiven sexuellen Revolution des zwanzigsten Jahrhunderts seinen kulturgeschichtlichen H\u00f6hepunkt erreichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><a href=\"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image005.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-4790\" src=\"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image005-208x300.png\" alt=\"image005\" width=\"208\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image005-208x300.png 208w, https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/files\/2015\/06\/image005.png 276w\" sizes=\"auto, (max-width: 208px) 100vw, 208px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Albert von Keller, \u201eIm Mondschein\u201c (1894)<\/p>\n<p style=\"text-align: left\">Diese Kreuzigungsszene stellt eines der evokativsten Sinnbilder dieses Wandlungsprozesses dar. Die Vertauschung des m\u00e4nnlichen K\u00f6rpers mit einem weiblichen K\u00f6rper verwandelt auf der religi\u00f6s-symbolischen Ebene den Sohn Gottes in eine Tochter Gottes. Gesellschaftskritisch gesehen vergegenw\u00e4rtigt diese Geschlechtsverwandlung die zweitausendj\u00e4hrige Geschichte eines gewaltt\u00e4tig-frauenfeindlichen Patriarchats, das im w\u00fctenden Hexenwahn des sp\u00e4ten Mittelalters und ihren \u00fcberall brennenden Scheiterhaufen seine grauenhafte Zuspitzung gefunden hatte. Gleichzeitig beschw\u00f6rt die Nacktheit dieser Gekreuzigten die verlockende Sinnlichkeit der heidnischen Liebesg\u00f6ttin herauf, deren Erotik zum aphrodisischen Elixier des modernen Zeitgeistes werden sollte und dies auch ganz in der ikonographischen Repr\u00e4sentation dessen, was Friedrich Nietzsche die \u201eUmwertung aller Werte\u201c genannt hatte: Gott ist tot \u2013 es lebe die G\u00f6ttin.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Diese christliche Abendd\u00e4mmerung ist die sinnbildliche Gegenvision zur muslimischen Morgend\u00e4mmerung, zur Renaissance einer islamischen Kulturexpansion, wie sie sich weltweit abzuzeichnen beginnt. Die gewonnene Freiheit und Freiz\u00fcgigkeit der abendl\u00e4ndischen Frau steht dabei im wachsenden Widerspruch zur zunehmenden Verschleierung und Bevormundung der morgenl\u00e4ndischen Frau, wie sie vor allem von extremen Exponenten des Islam propagiert und praktiziert werden. Freiheit und Geschlechtergleichheit, Hedonismus und Globalkapitalismus, das sind die westlichen Wertvorstellungen, die islamistische Gotteskrieger bei ihren grauenhaften Attentaten ins Visier nehmen \u2013 vom World Trade Center in New York bis zu den Koscherl\u00e4den, Synagogen und Superm\u00e4rkten von Paris, Kopenhagen und Nairobi.<\/p>\n<p>Europa zwischen okzidentaler Trutzburg und orientalischem Troja: Ist die Migration des Orients in den Okzident nur eine panische, pan-europ\u00e4ische Fata Morgana, deren Bef\u00fcrchtungen sich bei genauerem Betrachten in Nichts aufl\u00f6sen, oder kommt diese zeitgen\u00f6ssische V\u00f6lkerwanderung tats\u00e4chlich jenem von der homerischen Kassandra so viel berufenen Trojanischen Pferd gleich, das die Festung Europa fr\u00fcher oder sp\u00e4ter erobern wird? Wo sind die wahren Wahrsager?<\/p>\n<p>Pegida, Charlie Hebdo, Boko Haram und allen anderen islamistischen Terroraktionen in diversen Kontinenten zum Trotz, die islamische Kultur geh\u00f6rt l\u00e4ngst \u2013 und dies einmal mehr \u2013 zur westlichen Zivilisation. Nationen wie Deutschland, England und Frankreich haben nach dem Zweiten Weltkrieg Millionen von Muslimen als Gastarbeiter ins Land gerufen oder als B\u00fcrger ihrer ehemaligen Kolonien in ihrem Land aufgenommen. Einwanderer geh\u00f6ren, wie die Weltgeschichte immer wieder gezeigt hat, zu den jungen und aufstiegswilligen Mitgliedern einer weltoffenen, zukunftsorientierten Gesellschaft. Daran werden auch Allahs radikal-desperate Amokl\u00e4ufer nichts \u00e4ndern. Genau besehen verbleichen vielmehr ihre heutigen glaubenswirren Attacken im Vergleich zu den jahrhundertealten Horrorgeschichten des christlichen Abendlandes, angefangen von den mehrfachen Kreuzz\u00fcgen \u00fcber den Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Religionskrieg bis zum bodenlosen Abgrund des Holocausts in unserer j\u00fcngsten Geschichte.<\/p>\n<p>Das von J\u00fcrgen Habermas so oft beschworene unvollendete Projekt der Moderne wird sich in der Zukunft vor allem an der produktiven Integration politischer Asylanten und \u00f6konomischer Immigranten verwirklichen m\u00fcssen. Dies gebietet nicht nur die moralische Integrit\u00e4t sondern auch die demografische Kalkulation. W\u00e4hrend Europas Bev\u00f6lkerung an mangelndem Nachwuchs und wachsender \u00dcberalterung zu leiden beginnt, zeichnen sich islamische Gesellschaften durch das Gegenteil aus, wie dies vom renommierten Pew Research Center Anfang April dieses Jahres erneut best\u00e4tigt und umfassend veranschaulicht wurde. W\u00e4re da nicht eine Verflechtung abendl\u00e4ndischer Volkswirtschaften mit morgenl\u00e4ndischem Bev\u00f6lkerungswachstum ein grundlegender Beitrag zur gegenseitigen Bereicherung? Vor allem Deutschland, das eine der niedrigsten Geburtenraten und eine der besten \u00f6konomischen Infrastrukturen in der Welt besitzt, k\u00f6nnte von diesem Ressourcen-Transfer auf lange Sicht profitieren.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Denk ich an Europa in der Nacht \u2026 Anstatt sich von den d\u00fcsteren Mauerschauen und fremdenfeindlichen Kassandrarufen abendl\u00e4ndischer Nachtw\u00e4chter ins Bockshorn jagen zu lassen, w\u00e4re ein etwas weiter ausschweifender Rundblick ratsam ganz nach dem Motto der amerikanischen Postmoderne: \u201eBack to the Future\u201c. Blicke ich so von der Neuen Welt zur\u00fcck in die Alte Welt, so scheint mir, die kulturelle Bl\u00fctezeit des maurischen Andalusiens rund um die mittelalterliche Alhambra w\u00e4re in der Tat \u2013 wie schon gewisse deutsche Zeitungen vor \u00fcber zehn Jahren zu berichten wussten \u2013 nicht das schlechteste Vorbild f\u00fcr die Utopie eines multikulturellen, und vor allem religi\u00f6s toleranten Europa.<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Endnoten<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Unter den kulturpessimistischen Kassandrarufern der Jahrtausendwende ist Huntington wohl der hellsichtigste, hat er doch auch die ethnisch-nationalistischen Spannungen zwischen der West- und Ostukraine und das m\u00f6gliche Auseinanderbrechen des Landes um rund zwanzig Jahre vorausgesehen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Nach meiner R\u00fcckkehr in die Vereinigten Staaten st\u00fcrzte ich mich regelrecht in die weitere Erforschung der maurisch-andalusischen Geschichte. Sowohl die <em>Augsburger Allgemeine <\/em>als auch die <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/em> ver\u00f6ffentlichten damals Teile meiner kulturhistorischen Ausschweifungen rund um die Alhambra. Was mich dabei anfangs \u00fcberraschte war die Tatsache, dass sie meine ohnehin schon euphorischen Essays mit noch weitaus enthusiastischeren Titeln versahen. Erstere titelte \u201eSymbiose der Kulturen. Das maurische Andalusien \u2013 ein Zukunftsmodell?\u201c (3. August, 2004). Letztere machte gar auf mit der \u00dcberschrift: \u201eEin Siebter Himmel: Es war einmal eine Kultursymbiose: Granadas Alhambra.\u201c (12. August 2004). Ich kam damals zu dem Schluss, dass es nach dem 11. September 2001 der deutschen Presse besonders wichtig war, auch ein radikal anderes Bild vom sogenannten Kampf der Kulturen zu pr\u00e4sentieren, gewisserma\u00dfen eine utopische Gegenvision zu den Horrorbildern von Manhattan, das so manchen zu jener Zeit geradezu als Menetekel kommenden und noch weitaus schlimmeren Unheils erschienen war.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> D\u00fcrers Holzschnitt \u201cdie T\u00fcrkenfamilie\u201d entstammt dem Buch <em>Albrecht D\u00fcrer. Das grafische Werk. Druckgrafik<\/em>. K\u00f6ln: Parkland, 2000, Seite 806. In diesem Band finden sich auch noch weitere Beispiele zu diesem christlich-islamischen Kulturkomplex zur Zeit der Nordischen Renaissance.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Das Gem\u00e4lde von Albert von Keller entstammt dem Band <em>Albert von Keller.<\/em> <em>Salons, Seancen, Secession.<\/em> M\u00fcnchen: Hirmer, 2009, Seite 117. Mehrere K\u00fcnstler der europ\u00e4ischen <em>D\u00e9cadence<\/em> zur Zeit des <em>Fin de Si\u00e8cle<\/em><\/p>\n<p>haben immer wieder gekreuzigte Frauen ins Bild gebannt, allen voran der Belgier F\u00e9licien Rops, in dessen blasphemischen Universum mehrfach sch\u00f6ne, verf\u00fchrerische Frauen ans christliche Kreuz fixiert oder mit ihm assoziiert erscheinen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Erg\u00e4nzt wird Deutschlands \u00fcberaus niedrige Geburtenrate durch die statistische Tatsache, dass es schon seit l\u00e4ngerer Zeit die h\u00f6chste Einwandererquote in Europa hat. F\u00fcr das gegenw\u00e4rtige Jahr 2015 werden bereits 300 000 Asylantr\u00e4ge erwartet, wie das Online-Magazin <em>Deutschland-Nachrichten<\/em> am 2. M\u00e4rz, 2015 zu berichten wusste. Im Gegensatz zu Europa, wo ein Teil der muslimischen Immigranten und ihrer Nachkommen zur Bildung von Subkulturen und ethnischen Parallelwelten tendieren, sind in Amerika Einwanderer aus islamischen L\u00e4ndern insgesamt weitaus besser integriert. So k\u00f6nnte sich die oft so amerikakritische Alte Welt an der Neuen Welt und ihrer weiterhin ungebrochenen Integrationskraft durchaus einmal ein gutes Beispiel nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mauerschauen und Kassandrarufe: Von Oswald Spenglers Untergang des Abendlandes zu Samuel Huntingtons Clash of Civilizations und dar\u00fcber hinaus Jahrhundert- und mehr noch Jahrtausendwenden inspirierten seit jeher Kulturhistoriker zu umfassenden und weitschweifenden R\u00fcckblicken und Vorschauen. 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