{"id":5107,"date":"2016-08-29T13:04:24","date_gmt":"2016-08-29T17:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/?page_id=5107"},"modified":"2016-08-29T13:09:56","modified_gmt":"2016-08-29T17:09:56","slug":"habent-sua-fata-libelli-zum-interim-von-glossen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/archive\/glossen-41-august-2016\/habent-sua-fata-libelli-zum-interim-von-glossen\/","title":{"rendered":"&#8216;Habent sua fata libelli&#8217;: Zum Interim von <em>Glossen<\/em>"},"content":{"rendered":"<p>von <strong>Frederick A. Lubich<\/strong><\/p>\n<p>\u201eB\u00fccher haben ihre eigenen Schicksale\u201c, so wusste es schon der altr\u00f6mische Grammatiker Terentianus Maurus im dritten Jahrhundert vor Christus. Sp\u00e4testens zur Zeit des europ\u00e4ischen Humanismus ist dieser altehrw\u00fcrdige Ausspruch zur zeitlosen Spruchweisheit geworden. Jedoch nicht nur B\u00fccher haben ihre Schicksale, sondern auch Zeitungen und Zeitschriften. So gab es zum Beispiel im neunzehnten Jahrhundert in den Vereinigten Staaten zahlreiche deutschsprachige Zeitungen, jedoch nicht zuletzt die zwei Weltkriege haben ihnen einen nachhaltigen Schicksalsschlag versetzt. Heute gibt es hierzulande nur noch eine Handvoll solcher Zeitungen, die sich aus jener Zeit erhalten haben, allen voran die <em>New Yorker Staatszeitung<\/em> und die <em>Nordamerikanische Wochenpost.<\/em> Und wer wei\u00df, wann auch den letzten deutschsprachigen Zeitschriften hier in Nordamerika, wie etwa dem rund hundertj\u00e4hrigen Magazin <em>Das Fenster<\/em>, die Stunde schlagen wird. Und auch in s\u00fcdamerikanischen L\u00e4ndern wie Brasilien und Argentinien ist es um die einstige Vielfalt deutschsprachiger Publikationsorgane \u00e4hnlich bestellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr <em>Glossen<\/em> hat sich jedoch das gefl\u00fcgelte Wort vom Schicksal der B\u00fccher buchst\u00e4blich in Form der Befl\u00fcgelung bewahrheitet. Die Zeitschrift ist das erste deutsch-amerikanische Kulturjournal seiner Art, das sich von Anfang an vom Papier l\u00f6ste und dessen Seiten sinnbildlich gesprochen Fl\u00fcgel entfalteten und in den elektronischen Cyberspace abhoben \u2013 oder auf gut Deutsch-Amerikanisch: <em>Glossen<\/em> startete Online!<\/p>\n<p>Werfen wir noch einmal einen Blick zur\u00fcck auf die Geschichte dieser elektronischen Zeitschrift. Im Jahr 1997 gr\u00fcndete die deutsch-amerikanische Germanistengruppe bestehend aus Christine Cosentino, Wolfgang Ertl und Wolfgang M\u00fcller die Zeitschrift mit dem Untertitel<em> German Literature and Culture after 1945 <\/em>als eines der ersten multi-medialen Online-Magazine im internationalen Kulturbetrieb, das sich folgenderma\u00dfen definierte: \u201e<em>Glossen<\/em> is a peer reviewed, bi-lingual scholarly journal on literature, art, and culture in the German speaking countries after 1945. [\u2026] It contains scholarly articles, original literary texts in German or in English translation, images, audio, and video representations. The journal appears online two to three times a year and encourages contributions of scholarly and creative nature which take advantage of the online format.\u201d<\/p>\n<p>Mit Wolfgang M\u00fcller als \u201cManaging Editor\u201d und einem festen, redaktionellen Mitarbeiterstab von insgesamt sechs Mitgliedern stieg<em> Glossen<\/em> \u00fcber die Jahre zu einem der bekanntesten und angesehensten Journale seiner Art diesseits und jenseits des Atlantiks auf. Um aus der Reihe der zahlreichen Beitr\u00e4ger nur einige der namhaften Autoren und Autorinnen zu nennen: Gabrielle Alioth, Michael Augustin, Michael Blumenthal, Bas B\u00f6ttcher, Volker Braun, Thomas Brussig, F.C. Delius, Esther Dischereit, J\u00f6rg Drews, Gabriele Eckart, Michael Eskin, Jochen Gerz, Freya Klier, Alexander Kluge, Uwe Kolbe, Stefan Krawcyk, G\u00fcnter Kunert, Anton Leitner, Doris Liebermann, Sten Nadolny, Oskar Negt, Auma Obama, Utz Rachnowski, Anna Rosmus, Hans Joachim Sch\u00e4dlich, Christoph Schlingensief, Helga Schubert, Ingo Schulze, Rainer Stollmann, Ulrich Treichel, Gerald Uhlig-Romero, Alissa Walser, Peter Wortsman und &#8211; last but not least &#8211; der ber\u00fchmteste Namen unter ihnen, Herta M\u00fcller, Nobelpreistr\u00e4gerin f\u00fcr Literatur.<\/p>\n<p>In seiner konzeptionellen Mannigfaltigkeit, die von literarischen, literaturkritischen und kulturhistorischen Essays \u00fcber Anekdoten, aktuelle Blogs, satirische Vignetten, Rezensionen, \u00a0K\u00fcnstlerportraits und Interviews bis zu Tonaufnahmen, farbigen Bildsequenzen, Video-Aufzeichnungen von literarischen Lesungen und ausf\u00fchrlicheren Frageb\u00f6gen zum Thema der Emigration und Integration reichte, hatte sich <em>Glossen<\/em> im Laufe der Zeit mit seiner immer wieder illustren kreativ-publizistischen Gesellschaft zu einem einzigartigen Kommunikationsmedium im internationalen Gedankenaustausch profiliert. Vor allem die politischen Spannungen und kulturellen Widerspr\u00fcche im gespaltenen wie auch wiedervereinten Deutschland standen dabei immer wieder im Brennpunkt der Diskussionen und \u2013 <em>mutatis mutandis<\/em> \u2013 der Kontroversen und Provokationen. So musste zum Beispiel auch noch in einer der j\u00fcngsten Ausgaben ein von beiden Seiten urspr\u00fcnglich gutgehei\u00dfenes und bereits publiziertes Interview im Nachhinein auf Antrag der Autorin, mit der das Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt worden war, wieder gel\u00f6scht werden.<\/p>\n<p>Kultur hin und Politik her, in jedem Fall war das Online-Journal im Laufe der Jahre immer mehr zu einem virtuellen, transatlantischen Ocean-Liner zwischen Alter Welt und Neuer Welt geworden, der in seiner facettenreichen Konzeption immer wieder durch theoretischen Tiefgang wie multimedialen Hochglanz zu brillieren verstand. In anderen Worten, Glossen war \u201eglossy and profound\u201c und in seinen diversen Foren glaubten sich seine Autorinnen und Autoren noch lange kreativ tummeln und kritisch austauschen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eLife is what happens while you are busy making other plans\u201d \u2013 so meinte schon John Lennon und ihm mehr oder weniger folgend glaubte auch Wolfgang M\u00fcller nach vierzig Glossen-Nummern im Fr\u00fchjahr 2015 aus heiterem Himmel das Ende dieses Cyber-Journals verk\u00fcnden zu k\u00f6nnen. Jedenfalls ging der graugewordene Lotse, schnauzb\u00e4rtig wie der alte Bismarck, so unauff\u00e4llig wie unwiderruflich von Bord \u2013 und nach ihm sollte auch sein Schiff ebenfalls sang- und klanglos untergehen. So zumindest hatte er es geplant.<\/p>\n<p>Auf Grund zahlreicher Schreiben, die den dr\u00e4uenden Untergang von <em>Glossen<\/em> sehr bedauerten und auch immer wieder die Hoffnung auf eine Weiterf\u00fchrung dieses in seiner Art einzigartigen transatlantischen Journals zum Ausdruck brachten, habe ich mich schlie\u00dflich bereit erkl\u00e4rt, zur \u00dcberbr\u00fcckung als sein Interim Managing Editor zu fungieren, bis die Position wieder fest besetzt werden kann. R\u00fchrt\/r\u00fchren Sie also bitte entsprechend die Werbetrommel, damit sich bald eine permanente Herausgeberschaft etablieren kann.<\/p>\n<p>Was das Interim-Team betrifft, so hat sich in der Zwischenzeit eine Gruppe von rund zwanzig Mitstreitern zusammengefunden, die definitives Interesse an einer Mitarbeit in einem vorl\u00e4ufigen Advisory Board und Editorial Board bekundet haben. Im Sinne unseres transatlantischen Unternehmens kommen sie denn auch aus einem halben Duzend L\u00e4ndern in verschiedenen Erdteilen, inklusive Deutschland, Irland, England, Kanada, Nord-Amerika und Neuseeland. Zu ihnen geh\u00f6ren Gabrielle Alioth, Michael Augustin, Gerrit-Jan Berendse, Heinz Blumensath, Michael Blumenthal, Ingo Cornils, Christine Cosentino, Gabriele Eckart, Michael Eskin, Silke Falkner, Gisela Holfter, Elke-Vera Kotowski, Marko Martin, Hans Mayer, Stephan Resch, Jay Rosellini, Anna Rosmus, Kerstin Steitz, Rainer Stollmann, Peter Wortsman und Fred Viebahn. Besondere Erw\u00e4hnung verdient Sarah McGaughey, eine fr\u00fchere Kollegin Wolfgang M\u00fcllers am Dickinson College in Pennsylvanien, die sich begeistert bereit erkl\u00e4rt hat, als Online Editor die computertechnische Seite von <em>Glossen <\/em>zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Im Namen aller Mitglieder des Herausgebergremiums m\u00f6chten wir Autorinnen und Autoren einladen, sich mit Beitr\u00e4gen sowie Fragen und Vorschl\u00e4gen bez\u00fcglich einer m\u00f6glichen Mitarbeit an Sarah McGaughey oder mich zu wenden und wir werden sie dann gegebenenfalls im Plenum weiterdiskutieren. Wie bisher sind nach vorheriger Absprache auch Rezensionen von relevanten Neuerscheinungen, Interviews mit profilierten Pers\u00f6nlichkeiten aus dem kreativen und kulturpolitischen Bereich und nat\u00fcrlich literarische und literaturkritische Beitr\u00e4ge im thematischen Rahmen dieses Publikationsorgans weiterhin sehr willkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">***<\/p>\n<p>\u201eMusic is your only friend until the end\u201c, das war nicht nur die unausgesprochene Losung der Musikkapelle, die an Bord der Titanic bis zum Untergang aufgespielt hatte, sondern vor allem auch die explizite Maxime der Doors in einem ihrer popul\u00e4rsten Rocksongs. Die Macht und Magie der Musik! Obgleich <em>Glossen<\/em> immer wieder verschiedene Bereiche k\u00fcnstlerischen Schaffens und Gestaltens thematisiert hatte, spielte die Welt der Musik in diesem Magazin bislang nur eine marginale Rolle. Sch\u00f6n w\u00e4re, wenn sich k\u00fcnftige Beitr\u00e4ge auch mit diesem Thema des transatlantischen Kulturtransfers ausf\u00fchrlicher besch\u00e4ftigen w\u00fcrden. Von Erich Wolfgang Korngolds vielfacher Bereicherung der Hollywood\u2019schen Filmmusik \u00fcber die musikalische Avantgarde deutscher Techno-Bands wie Kraftwerk und Tangerine Dream oder auch Rammsteins Gothic-Metal-Rock und seine international so erfolgreichen schock- und schauerromantischen B\u00fchnenspektakel bis hin zum jiddischen Klezmer-Tango und der Fusion von deutsch-arabischem und afro-amerikanischem Rap und Hip Hop lassen sich immer wieder musikalische Einfl\u00fcsse und stilistische Vermischungen zwischen Alter Welt und Neuer Welt feststellen, die sich kulturhistorisch wie gesellschaftspolitisch aufschlussreich weiterverfolgen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnlich unterbelichtetes Thema des deutsch-amerikanischen Kulturaustauschs stellte in diesem Journal bislang auch die Welt des internationalen Films dar. Von Carl Laemmle, dem Gr\u00fcndervater von Universal Studios, und Ernst Lubitsch, dem Bahnbrecher der romantischen Filmkom\u00f6die, bis zu Wolfgang Petersen und seinem amerikanischen Durchbruchserfolg <em>Das<\/em> <em>Boot<\/em> und nicht zuletzt Roland Emmerich, dem unbestrittenen Gro\u00dfmeister des apokalyptischen Katastrophenkinos, ziehen sich die deutschen Spuren durch die Traum- und Alptraumfabrik von Hollywood.<\/p>\n<p><em>The Day After Tomorrow<\/em> lautet einer der bekanntesten Blockbuster des internationalen \u201eMasters of Desaster\u201c aus dem schw\u00e4bischen \u201eMuschterl\u00e4ndle\u201c. Emmerichs Filmdrama ist eine endzeitliche Mauerschau, in der Manhattan, die imposante Metropole und architektonische Stamm- und Hochburg der westlichen Moderne, von einer eiszeitlichen Sturmflut \u00fcberschwemmt wird und letztendlich hoffnungslos in ihr untergeht. Die entsprechend internationale Diskussion um den weltweiten Klimawandel sowie die systematische Erforschung und Entwicklung erneuerbarer Energien zum nachhaltigen Schutz der gef\u00e4hrdeten Umwelt sind denn auch aktuelle Themenkomplexe und grundlegende Erfahrungsbereiche, in denen sich die gr\u00fcne Politik und die diversen \u00f6kologischen Projekte der Bundesrepublik in den letzten Jahren weit \u00fcber ihre Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht haben.<\/p>\n<p>Ein weiteres, transatlantisch relevantes Thema w\u00e4re der \u00dcbergang von der Exilforschung zur Emigrantenforschung. W\u00e4hrend die amerikanische Nachkriegsgermanistik auf bedeutende Weise von deutschsprachigen Exilanten des Dritten Reiches gepr\u00e4gt wurde, werden j\u00fcngere akademische Generationen zunehmend von deutschsprachigen Emigranten abgel\u00f6st, die aus ganz anderen Beweggr\u00fcnden nach Amerika ausgewandert waren. Auch ihre Lebensl\u00e4ufe, ihre Tr\u00e4ume und Wirklichkeiten, w\u00e4ren sicherlich ein aufschlussreiches Forschungsgebiet.<\/p>\n<p>\u201eDie Muttersprache als Heimat der Heimatlosen\u201c, so hatte einst der aus Nazi-Deutschland nach Amerika geflohene Klaus Mann seine Beziehung zur Muttersprache charakterisiert. Wie stehen\u00a0 heutige deutschsprachige Auswanderer, die viele Jahre nach dem uns\u00e4glichen \u00a0Zivilisationsbruch des Dritten Reiches in die Vereinigten Staaten ausgewandert sind, zu ihrer deutschen Muttersprache? Von den diversen nationalen Mythen und kritischen Theorien um die vielbeschworene \u201eHeimat\u201c, die sich \u00fcber Generationen im deutschsprachigen Kulturkreis Mitteleuropas entfalten haben, hier einmal ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Und nicht zuletzt das hochaktuelle Thema der Fluchtburg Europa, die politisch so umstrittene Gegenwartsgeschichte der Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me aus dem Nahen Osten, die sich Richtung Norden w\u00e4lzen, um schlie\u00dflich ganz Deutschland zu \u00fcberfluten &#8211; wie jene wachsenden Bev\u00f6lkerungsmassen meinen, die einmal mehr das Ende der Alten Welt, den sagenhaften Untergang des Abendlandes am Horizont heraufziehen sehen. Und in der Neuen Welt brauen sich \u00e4hnlich fatal-epochale Schauergeschichten zusammen, schenkt man den d\u00fcsteren Beschw\u00f6rungen des derzeitigen republikanischen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten und seiner betr\u00e4chtlichen W\u00e4hlergefolgschaft weiteren Glauben. Diese zunehmenden Krisen- wenn nicht gar Panikstimmungen diesseits und jenseits des Atlantiks stellen sicherlich den virulentesten transnationalen Spannungsbogen unserer Gegenwart dar.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang k\u00f6nnen so manche von uns, die wir selbst diesen vielberufenen Migrationshintergrund haben oder auch uns noch gut an die Erz\u00e4hlungen unserer ausgewanderten Eltern oder Gro\u00dfeltern erinnern k\u00f6nnen , weitere pers\u00f6nliche Erfahrungen und relevante Betrachtungen \u00fcber <em>Glossen<\/em> und seine interdisziplin\u00e4re Plattform austauschen. Deutschland, Europa und letztlich die ganze Welt stehen vor globalen Herausforderungen und internationalen Bew\u00e4hrungsproben, die sich m\u00f6glicherweise am kongenialsten im realistisch-utopischen Pioniergeist der deutsch-amerikanischen Doppelparole bew\u00e4ltigen lassen: \u201eDas schaffen wir\u201c &#8211; \u201eThe sky is the limit\u201c! Oder doch nicht?<\/p>\n<p>Mauerbau und Mauerschau: Im polemischen Rahmen dieser kritisch-kreativen Perspektive sind alle Interessenten eingeladen, sich mit entsprechenden Beitr\u00e4gen an der n\u00e4chsten <em>Glossen<\/em>-Nummer zu beteiligen. Das Format schlie\u00dft dem bew\u00e4hrten Konzept von<em> Glossen<\/em> folgend s\u00e4mtliche kommunikative Gattungen ein von sprechenden Bildern und aufschlussreichen Geschichten bis zu kulturkritischen Analysen und sozialpolitischen Berichten. Da sich die sprichw\u00f6rtliche Mauerschau, die bekanntlich auf die homerische Kassandra im kleinasiatischen Troja zur\u00fcckgeht, letztlich vor allem auf pers\u00f6nliche Eindr\u00fccke und emotional-impressionistische Augenblicke beruft, sind entsprechend ebenso kurze Texte willkommen, in anderen Worten Schm\u00e4hgedichte, Hohe Lieder, Scherbengerichte \u2026 anything goes. You go. In German or in English.<\/p>\n<p>Im Idealfall bildet die auf diese Weise entstehende Meinungsvielfalt ein facettenreiches Panorama, das Gegenwart und Zukunft so kontrovers wie konstruktiv zu illuminieren vermag. Da erfahrungsgem\u00e4\u00df die Beitr\u00e4ger von <em>Glossen<\/em> auf Grund der transatlantischen Spannbreite und internationalen Reichweite des Journals ebenfalls verschiedenster Herkunft sind, bitten wir entsprechend, dem jeweiligen Beitrag auch einen kurzen Lebensabriss mit wesentlichen bio-bibliografischen Daten bis zu maximal hundert W\u00f6rtern beizuf\u00fcgen. Einsendetermin f\u00fcr die n\u00e4chste <em>Glossen<\/em>-Nummer ist der 30. November 2016.<\/p>\n<p>Zum Schluss sei an dieser Stelle den bisherigen Mitgliedern der <em>Glossen<\/em>-Redaktion Michael Augustin, Gerrit-Jan Berendse, Heinz Blumensath und Rainer Stollmann sowie den Gr\u00fcndungsmitgliedern Christine Cosentino und Wolfgang Ertl f\u00fcr ihre langj\u00e4hrige und erfolgreiche Arbeit an <em>Glossen <\/em>noch einmal herzlich gedankt. Ein besonderes Dankesch\u00f6n gilt Wolfgang M\u00fcller, dem Ehrenmitglied des Interim-Herausgebergremiums, der als \u201eManaging Editor\u201c federf\u00fchrend dieses Online-Journal \u00fcber all die Jahre aufgebaut und weitergef\u00fchrt hat. Zu zus\u00e4tzlichen editorischen Gesichtspunkten und autobiografischen Hintergr\u00fcnden seines in den Ruhestand getretenen Hauptherausgebers siehe auch das ausf\u00fchrlichere Gespr\u00e4ch mit Wolfgang M\u00fcller in dieser Ausgabe.<\/p>\n<p>Die vorliegende Nummer 41 stellt die erste Ausgabe unter dem neuen Interim-Team dar. In Weiterf\u00fchrung der bew\u00e4hrten <em>Glossen<\/em>-Tradition versammelt sie literarische und literaturkritische Beitr\u00e4ge, sowie Rezensionen und Interviews.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">***<\/p>\n<p>\u201eHabent sua fata libelli\u201c. Da <em>Glossen<\/em> wie schon Hermes\/Merkur, der antike, griechisch-r\u00f6mische G\u00f6tterbote, vergleichbare, sprichw\u00f6rtliche Fl\u00fcgel besitzt, die seine Texte in den elektronischen Cyberspace tragen, werden die weiteren Nummern mit wachsendem High-Tech auf jedem Kindle und Smart-Phone \u00fcberall und jederzeit abrufbar sein. Und wenn wir alle so akademisch wie kritisch-kreativ an <em>Glossen<\/em> mitarbeiten, dann wird diesem Journal auch weiterhin ein gutes Schicksal beschieden sein. In diesem Sinne freuen wir uns im Namen des gesamten Interim-Teams auf Zuschriften und verbleiben mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen und allen guten W\u00fcnschen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Frederick A. Lubich, Interim Managing Editor<br \/>\n<a href=\"mailto:flubich@odu.edu\">flubich(at)odu.edu<\/a><\/p>\n<p>Sarah McGaughey, Interim Online Editor<br \/>\n<a href=\"mailto:mcgaughs@dickinson.edu\">mcgaughs(at)dickinson.edu<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Frederick A. Lubich \u201eB\u00fccher haben ihre eigenen Schicksale\u201c, so wusste es schon der altr\u00f6mische Grammatiker Terentianus Maurus im dritten Jahrhundert vor Christus. Sp\u00e4testens zur Zeit des europ\u00e4ischen Humanismus ist dieser altehrw\u00fcrdige Ausspruch zur zeitlosen Spruchweisheit geworden. Jedoch nicht nur B\u00fccher haben ihre Schicksale, sondern auch Zeitungen und Zeitschriften. 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