{"id":7625,"date":"2021-10-08T13:35:45","date_gmt":"2021-10-08T17:35:45","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/?p=7625"},"modified":"2021-12-05T13:43:48","modified_gmt":"2021-12-05T18:43:48","slug":"druckfehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/glossen\/2021\/10\/08\/druckfehler\/","title":{"rendered":"Druckfehler"},"content":{"rendered":"<p>von <strong>Gabriele Eckart<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Viel wurde seit dem Fall der Berliner Mauer \u00fcber die \u201eZersetzungsma\u00dfnahmen\u201c der Staatssicherheit der DDR ver\u00f6ffentlicht; am wichtigsten sind meines Erachtens die B\u00e4nde <em>Zersetzung der Seele: Psychologie und Psychiatrie im Dienste der Stasi<\/em> (Behnke, Fuchs, 1995) und <em>Mielke-Konzern <\/em>(Gieseke, 2001). Wie Jens Gieseke zeigt, suchte die SED nach der Ausb\u00fcrgerung Wolf Biermanns 1976 und der folgenden Ausreise vieler bedeutender K\u00fcnstler \u201enach weniger aufsehenerregenden Formen der Disziplinierung [\u2026]. Mit Blick auf negative Schlagzeilen vermied sie nach M\u00f6glichkeit harte Schritte.\u201c (154) Statt direkte Repression in der Gestalt von Verhaftung oder Ausb\u00fcrgerung ging es nun um eine \u201eals besonders raffiniert erdachte [\u2026] weitere Steigerung der totalen Herrschaft durch Verfeinerung\u201c \u2013 ein Wechsel in der Art des polizeilichen Durchgriffs, der nat\u00fcrlich, wie Gieseke hervorhebt, zugleich ein \u201eSymptom der Schw\u00e4che\u201c (155) war. Die politischen Kosten durch Reputationsverlust w\u00e4ren bei einem harten Durchgreifen zu hoch gewesen, sorgte sich die SED zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich zu Recht.<\/p>\n<p>\u00dcber das Anbringen peinlicher Druckfehler als einer \u201everfeinerten\u201c Methode der \u201eZersetzungsma\u00dfnahmen\u201c der Staatssicherheit ist bisher nicht reflektiert worden; es soll an dieser Stelle nachgeholt werden. Warum erst jetzt? Hatte ich mich nicht \u00fcber drei\u00dfig Jahre lang \u00fcber die \u201eDruckfehler\u201c ge\u00e4rgert? Der Grund f\u00fcr die Verz\u00f6gerung besteht in der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit. Was sind \u201eDruckfehler\u201c im Verh\u00e4ltnis zu den ernsteren \u201eZersetzungsma\u00dfnahmen\u201c, wie sie Udo Scheer etwa im Fall J\u00fcrgen Fuchs\u2019 beschreibt, der nach seiner Haftzeit in der DDR in Westberlin unter der Stasi-Zerm\u00fcrbung litt: \u201eDer Erfindungsreichtum, die kriminelle Energie der Staatssicherheit zum Verunsichern und Zersetzen, auch zum Stehlen von Zeit, war nahezu unersch\u00f6pflich. Sie schaltete Annoncen, schickte n\u00e4chtliche Havariedienste, streute Ger\u00fcchte.\u201c (345) Dazu Manipulationen am Auto, die der Familie Fuchs beinahe das Leben gekostet hatten. Nicht zu reden von der Vergiftung mit radioaktiven Stoffen w\u00e4hrend der U-Haft, welche wahrscheinlich die Krebserkrankung hervorrief, die Fuchs\u2019 Leben viel zu fr\u00fch und abrupt enden lie\u00df. Klitzeklein dagegen die Sache mit den \u201eDruckfehlern\u201c, fast auf l\u00e4cherliche Weise geringf\u00fcgig, dachte ich.<\/p>\n<p>Hinzukommt, dass ich mit achtzehn eine Verpflichtungserkl\u00e4rung als eine inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit unterschrieben hatte; vier Jahre dauerte es, bevor ich es schaffte, ein f\u00fcr allemal auszusteigen. Auch zu den \u201eT\u00e4tern\u201c geh\u00f6rte ich also. In dieser Rolle h\u00e4lt man am besten den Mund; Scham hielt mich jahrelang davon ab, von meinen Opferakten zu sprechen. Opferakten? Nach dem Verbot meines Buches \u00fcber das Havelobst (1984 ohne die Genehmigung der DDR unter dem Titel <em>So sehe ick die Sache <\/em>in der Bundesrepublik erschienen), wurden die Operative Personenkontrolle \u201eKontra\u201c (im Bezirk Potsdam) und der Operative Vorgang \u201eEcke\u201c (in Berlin) gegen mich er\u00f6ffnet und die ersten Zersetzungsma\u00dfnahmen in Gang gesetzt. Neben widerlichen Ger\u00fcchten, um meinen Ruf zu sch\u00e4digen und einer aufdringlichen \u00dcberwachung der Wohnung (einmal erhielt ich dabei sogar vor der Wohnungst\u00fcr Pr\u00fcgel) eine F\u00fclle von \u201eDruckfehlern\u201c.<\/p>\n<p>Die Stasi hatte ihre Leute in den Druckereien, erinnert sich Marion Brasch, die in der DDR als Setzerin gearbeitet hatte, in ihrem autobiographischen Roman <em>Ab jetzt ist Ruhe<\/em> (2015):<\/p>\n<blockquote><p>Ich war an der Maschine inzwischen routiniert, und wenn Schulklassen durch die Setzerei gef\u00fchrt wurden, um zu erfahren, wie eine sozialistische Tageszeitung entstand, stellte mich der Meister gern als leuchtendes Beispiel f\u00fcr eine junge, weibliche Arbeiterpers\u00f6nlichkeit vor. Die meisten Sch\u00fcler verstanden seine Ironie nicht, nur ein paar kicherten.<\/p>\n<p>Auch die Gruppe langweilig gekleideter M\u00e4nner, die er eines Tages durch unsere Werkstatt schleuste, bemerkte nicht, dass er sich \u00fcber sie lustig machte, als er auf mich zeigte und sagte: \u201aDiese junge Frau hier kann zehnmal schneller ENTWICKELTE SOZIALISTISCHE GESELLSCHAFT setzen, als mancher hier im Raum diese Worte einmal fehlerhaft buchstabieren k\u00f6nnte!\u2019 Einige der M\u00e4nner guckten irritiert, andere nickten wissend.<\/p>\n<p>Und sie blieben. Es gab einen Parteitag, \u00fcber den unsere Zeitung berichten musste. Und weil die Partei Sorge hatte, dass wir die Berichterstattung sabotieren k\u00f6nnten, postierte sie hinter jeder Setzmaschine einen Aufpasser. Zwar wurden uns die M\u00e4nner nicht als Mitarbeiter der Staatssicherheit vorgestellt, doch wir wussten, dass sie es waren. (270-71)<\/p><\/blockquote>\n<p>Wann vollzog die Stasi den Schritt vom Nur-Aufpassen, dass beim Abdruck der Parteitexte der Inhalt nicht etwa durch Verdrehungen sabotiert wurde, zum eigenen Sabotieren der Texte von Autoren, die als \u201efeindlich-negativ\u201c eingesch\u00e4tzt wurden? In den Akten findet sich nichts dazu. Wie Udo Scheer richtig hervorhebt, \u201eihre Schweinereien haben sie nicht aufgeschrieben, sie waren sich ihrer Kriminalit\u00e4t durchaus bewusst.\u201c (351)<\/p>\n<p>Wie sich das anf\u00fchlte f\u00fcr einen Autor, der so, d. h. mit \u201eDruckfehlern\u201c, \u201ebehandelt\u201c wurde, beschreibt Sarah Kirsch in einem Brief an Christa Wolf. Am 24. Juni 1989 berichtet die Lyrikerin \u00fcber Probleme beim Korrekturlesen f\u00fcr ihren Gedichtband <em>Die Flut: Gedichte<\/em>, der im gleichen Jahr beim Ostberliner Aufbauverlag erscheinen sollte:<\/p>\n<blockquote><p>Diese Schei\u00dffahnen von Herrn Aufbau machten ja Spa\u00df. Die Lektorin wollte alles telefonisch korrigieren \u2013 als das Gespr\u00e4ch kam, war sie aber schon wieder nach Hause gegangen. Ich habs nun doch geschickt, war n\u00e4mlich auf jeder Seite fast was, enorme Fehler des S\u00e4tzers, der hat sich wohln Spa\u00df gemacht oder seinen Frust doch durch witzige Fehler abreagiert. Anders kanns nicht gewesen sein. Sag mal Gerhard ich brauche noch ne sp\u00e4tere 2. Correktur sonst ist mir sehr vage und grauenhaft schlecht zu Mute. Sah wie Sabotage ja aus. (292)<\/p><\/blockquote>\n<p>\u201eGrauenhaft schlecht zumute\u201c war es mir auch jedes Mal, wenn die Stasi in den Druckereien an meinen Texten manipuliert hatte. Die Nerven lagen blank. Und seit ich in den USA lebte, konnte ich die Fehler nicht mehr rechtzeitig \u201eabfangen\u201c, die Verst\u00fcmmelung dessen, was ich geschrieben hatte, \u201edurch witzige Fehler\u201c blieb.<\/p>\n<p>Um ein Beispiel zu nennen: In der 1988 im Aufbauverlag erschienen Anthologie <em>Die W\u00e4rme, die K\u00e4lte des K\u00f6rpers des Andern: Liebesgedichte <\/em>drehte die Stasi in meinem Liebesgedicht \u201eP. tanzt\u201c das letzte Wort in der vorletzten Zeile von \u201emeinen\u201c in \u201eseinen\u201c um und verlieh dem Text, in dem es um Geschlechtsverkehr geht, damit eine peinliche Wendung. Diesen Text hatte ich unter anderem eingereicht, nachdem mich der Herausgeber der Anthologie, Kurt Drawert, um Gedichte gebeten hatte:<\/p>\n<blockquote><p>P. tanzt<\/p>\n<p>Seine H\u00fcfte auf meiner Seine auf meiner Brust Seine Augen gew\u00fcrznelkenfarbig lachen Verlachen den Winter die falschen Propheten die Stra\u00dfenverkehrsordnung P. tanzt Schweigend und beredt wie Demosthenes Seine Bewegungen sagen Woher wir kommen wohin wir gehn Ich lausche und P.s Tanz umw\u00e4chst mich Mit Zweigen und Bl\u00e4ttern Sie schwanken Ein Nest f\u00e4llt Die Erde bebt Siehst du wir leben! Sagt P.s Blick Er tanzt Seine H\u00e4nde Die immer ruhig sind: Ein Helm um meinen Hinterkopf gepolstert mit Gras und Federn (<em>Wie mag ich alles, was beginnt, <\/em>95)<\/p><\/blockquote>\n<p>In der Anthologie hei\u00dft der letzte Satz dagegen: \u201eEin Helm um <strong>s<\/strong>einen Hinterkopf gepolstert mit Gras und Federn\u201c (35) Nur einen Buchstaben hatten die Tschekisten auf ihre \u201ewitzige\u201c Art ver\u00e4ndert: Ein \u201es\u201c statt ein \u201em\u201c; damit hatten sie das Wort \u201emeine\u201c zu \u201eseine\u201c gemacht: \u201eein Helm um <strong>s<\/strong>einen Hinterkopf\u201c (35). Dem Vorgang des Geschlechtsverkehrs, der in dem Text beschrieben wird, hatten sie durch die Manipulation eine peinliche Drehung gegeben und mich als Dichterin unglaubw\u00fcrdig gemacht. Welch eine Blamage in den Augen der Leser! Kurt Drawert, der die Anthologie herausgegeben hatte, schrieb mir nur \u201eO Gott!\u201c, nachdem ich ihn auf den Fehler hingewiesen hatte und versicherte mir glaubhaft, er hatte die Fahnen ordentlich korrigiert und mit der Manipulation an meinem Gedicht nichts zu tun. Es tat ihm leid. Ich glaubte es ihm. Mit Tr\u00e4nen der Wut in den Augen knallte ich mein Belegexemplar dieser Anthologie, das mit der Post gekommen war, in Minneapolis in den M\u00fcllcontainer. Einen Tritt hatten sie mir versetzt, auf so \u201efeine\u201c Art, dass sich die SED um negative Schlagzeilen nicht zu sorgen brauchte.<\/p>\n<p>In seinem Kapitel \u201eZersetzung \u2013 der \u201aleise\u2018 Terror\u201c analysiert Jens Gieseke die Richtlinie 1\/76 des MfS \u201ezur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorg\u00e4nge\u201c und zitiert zw\u00f6lf Methoden f\u00fcr die psychologische Manipulation:<\/p>\n<blockquote><p>Die Diskreditierung des \u00f6ffentlichen Rufs, die Organisierung von Mi\u00dferfolgen in Beruf und sozialen Kontakten, das Untergraben von \u00dcberzeugungen und Erzeugen von Zweifeln in der pers\u00f6nlichen Perspektive, das Sch\u00fcren von pers\u00f6nlichen Rivalit\u00e4ten und gegenseitigen Verd\u00e4chtigungen in den Gruppen, die Zuweisung eines fern liegenden Arbeitsplatzes, das Verbreiten von kompromittierenden Fotos, Briefen, Telegrammen und \u00e4hnlichem Material, das Verbreiten von Ger\u00fcchten und fingierten Indiskretionen \u00fcber MfS-Aktivit\u00e4ten, zum Beispiel IM-Treffs mit Gruppenmitgliedern, scheinbar unmotivierte Vorladungen bei staatlichen Stellen, die den Eindruck einer IM-T\u00e4tigkeit der Zielperson erwecken sollen. (186)<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Falle der \u201eDruckfehler\u201c waren zweifellos die ersten beiden Methoden ma\u00dfgebend gewesen. Das psychologische Ergebnis war in meinem Fall eine innere L\u00e4hmung; vor Entsetzen konnte ich jahrelang keine Gedichte mehr schreiben. Der Jenaer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Edwin Kratschmer ersetzt das schreckliche Wort \u201eZersetzungsma\u00dfnahmen\u201c mit \u201eSeelenterror\u201c. In seinem Nachwort zu dem wichtigen Essay-Band<em> Zersetzung der Seele: Psychologie und Psychiatrie im Dienste der Stasi<\/em> beschreibt der Autor, wie das Selbstbild der als \u201efeindlich-negativ\u201c eingesch\u00e4tzten Personen durch diesen Seelenterror ersch\u00fcttert werden sollte. \u201eSchleichend\u201c beginnt dieser Terror, schreibt Kratschmer anhand seiner eigenen Erfahrungen, \u201emit kaum wahrnehmbaren Sanktionen, Disziplinierungen, Dem\u00fctigungen, Diffamierungen und f\u00fchrt \u00fcber Angstn\u00e4chte oft genug zur Zerst\u00f6rung der Person\u201c (322).<\/p>\n<p>Die \u201eDruckfehler\u201c, so war mir damals aufgefallen, traten meistens an Stellen auf, in denen es um Liebe ging. Jens Gieseke schreibt: \u201e\u00dcberhaupt befl\u00fcgelte die Welt des Sexuellen die Phantasie der Tschekisten.\u201c Diese Phantasie, zeigt der Autor, \u201ewar st\u00e4ndig gen\u00e4hrt vom voyeuristischen Blick in die Intimsph\u00e4re der Aussp\u00e4hungsopfer und dem auff\u00e4lligen Bem\u00fchen mancher IM, ihren F\u00fchrungsoffizieren Schl\u00fcpfriges und Schmuddeliges zu pr\u00e4sentieren, das offenbar von den Projektionen des sauberen und ordentlichen DDR-B\u00fcrgers lebte.\u201c (189) Als Beispiele verweist Gieseke unter anderem auf die pornographischen Fotomontagen und falschen Bezichtigungen \u00fcber au\u00dfereheliche Beziehungen von Pfarrern.<\/p>\n<p>Hatte ich nicht schon vor der Wende \u00fcber das Thema \u201eStasi und Druckfehler\u201c einen Text verfasst und ihn an Freunde geschickt? Freundlich bat ich sie, mir zu sagen, ob es ratsam sei ihn zu ver\u00f6ffentlichen. Nein! rieten mir die meisten; Druckfehler schleichen sich immer ein, du kannst nicht beweisen, dass die Staatssicherheit dahintersteckt. Als Hirngespinst einer Wichtigtuerin w\u00fcrde dein Artikel wahrscheinlich abgetan. Sie hatten wohl Recht; sogar J\u00fcrgen Fuchs wurde ja, wie Udo Scheer zeigt, damals von Westjournalisten wegen seines angeblichen Verfolgungswahns bel\u00e4chelt. Wenn er von den gegen ihn und seine Familie laufenden Stasi-Ma\u00dfnahmen sprach, hie\u00df es \u201eParanoiker\u201c \u2013 ich hatte den Ausdruck selbst in der Westberliner Redaktion des <em>Spiegel <\/em>mit Bezug auf J\u00fcrgen Fuchs geh\u00f6rt. Also besser das \u201eDruckfehler\u201c \u2013 Thema verdr\u00e4ngen! Als Paranoikerin wollte ich nicht verschrien werden. Und was waren schon \u201eDruckfehler\u201c und diskreditierende Ger\u00fcchte gegen die Manipulationen an den Bremsen des Autos der Familie Fuchs und die vor ihrer Haust\u00fcr explodierenden Granaten.<\/p>\n<p>Seither sind \u00fcber drei\u00dfig Jahre vergangen. Als ich letzte Woche in der vierten Serie von <em>Handmaids Tale<\/em> June Osborn dabei zusah, wie sie und ihre Freundinnen den \u201eCommander\u201c, der sie einst gepeinigt hatte, ermordeten, um innerlich Ruhe zu finden, denn zu tief sa\u00df die Verletzung, um damit leben zu k\u00f6nnen, beschloss ich: Jetzt ist es an der Zeit! Sich frei schreiben! Haupts\u00e4chlich Psychokrieg war es in meinem Fall; von ein paar Schl\u00e4gen nachts vor der T\u00fcr abgesehen, gab es nur ausgekl\u00fcgelte Techniken der Besch\u00e4mung, aber die \u201eDruckfehler\u201c bleiben; sogar, wenn ich einmal das Zeitliche gesegnet habe, sind sie noch da. Warum sollte dieses perfide Detail aus dem geheimen MfS-Instrumentarium ausgeblendet bleiben?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bibliographie<\/strong><\/p>\n<p>Brasch, Marion. <em>Ab jetzt ist Ruhe: Roman meiner fabelhaften Familie<\/em>. Frankfurt: Fischer, 2015.<\/p>\n<p>Eckart, Gabriele. \u201eP. tanzt.\u201c <em>Wie mag ich alles, was beginnt<\/em>. K\u00f6ln: Kiepenheuer &amp; Witsch, 1987: 95.<\/p>\n<p>Eckart, Gabriele. \u201eP. tanzt.\u201c <em>Die W\u00e4rme die K\u00e4lte des K\u00f6rpers des Andern: Liebesgedichte<\/em>. (Kurt Drawert, Hg.) Berlin: Aufbau, 1988: 35.<\/p>\n<p>Fuchs, J\u00fcrgen. \u201eBearbeiten, dirigieren, zuspitzen: Die \u2018leisen\u2019 Methoden des Mfs.\u201c <em>Zersetzung der Seele: Psychologie und Psychiatrie im Dienste der Stasi<\/em>. Hamburg: Rotbuch. Klaus Behnke, J\u00fcrgen Fuchs (Hrsg.) 1995, 44-83.<\/p>\n<p>Gieseke, Jens. <em>Mielke-Konzern: Die Geschichte der Stasi 1945-1990<\/em>. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 2001.<\/p>\n<p>Kirsch, Sarah. Wolf, Christa. \u201eWir haben uns wirklich an allerhand gew\u00f6hnt: Der Briefwechsel.\u201c Sabine Wolf (Hg.) Berlin: Suhrkamp, 2019.<\/p>\n<p>Kratschmer, Edwin. \u201eDie Neurose dauert an.\u201c<em> Zersetzung der Seele: Psychologie und Psychiatrie im Dienste der Stasi<\/em>. Klaus Behnke, J\u00fcrgen Fuchs (Hrsg.) Hamburg: Rotbuch, 1995, 318-27.<\/p>\n<p>Scheer, Udo. <em>J\u00fcrgen Fuchs<\/em>. Berlin: Jaron Verlag, 2007.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gabriele Eckart &nbsp; Viel wurde seit dem Fall der Berliner Mauer \u00fcber die \u201eZersetzungsma\u00dfnahmen\u201c der Staatssicherheit der DDR ver\u00f6ffentlicht; am wichtigsten sind meines Erachtens die B\u00e4nde Zersetzung der Seele: Psychologie und Psychiatrie im Dienste der Stasi (Behnke, Fuchs, 1995) und Mielke-Konzern (Gieseke, 2001). 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