{"id":41,"date":"2024-12-03T12:56:39","date_gmt":"2024-12-03T12:56:39","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/iab\/?page_id=41"},"modified":"2026-01-02T15:51:26","modified_gmt":"2026-01-02T15:51:26","slug":"rundschreiben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/iab\/rundschreiben\/","title":{"rendered":"Rundschreiben"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"#2_Jan_2026\">Neujahrsmail IAB 2026<\/a> | <a href=\"#4_Jan_2025\">Neujahrmail 2025<\/a> | <a href=\"#31_Dec_2023\">R\u00fcckblick 2023: Zur Geschichte des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch<\/a> | <a href=\"#1_Jan_2023\">Jahresr\u00fcckblick auf 2022 vom IAB-Pr\u00e4sidenten<\/a> | <a href=\"#4_Jan_2022\">Jahresr\u00fcckblick auf 2021 vom IAB-Pr\u00e4sidenten<\/a> | <a href=\"#25_Jan_2021\">Bericht des Pr\u00e4sidenten \u00fcber das Jahr 2020<\/a> | <a href=\"#6_Jan_2020\">Rundschreiben vom Jahr 2019 und fr\u00fcher<\/a><\/p>\n<p><a name=\"2_Jan_2026\"><\/a><strong>Subject: Neujahrsmail IAB 2026<br \/>\nDate: 2. Januar 2026<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch (IAB),<\/p>\n<p>Sarah McGaughey und ich blicken dankbar auf das vergangene Broch-Jahr zur\u00fcck und vorfreudig in das noch junge neue:<\/p>\n<p>Der H\u00f6hepunkt war die internationale Tagung \u201eHermann Brochs Korrespondenzen und Lekt\u00fcren. Internationale Netzwerke\u201c vom 28. bis 30. Mai 2025 an der Universit\u00e0 degli studi in Bergamo, Italien, die von Francesca Goll, Humboldt-Forschungsstipendiatin, Alessandra Goggio und Elena Agazzi geleitet und gro\u00dfz\u00fcgig von der Humboldt-Stiftung, dem Italienischen Germanistenverband AIG und der Universit\u00e4t Bergamo unterst\u00fctzt wurde. Broch-Forscher*innen aus Europa, Nordamerika und Asien kamen an diesem wunderbaren Ort zusammen und wurden herzlich vom Dipartimento di Lingue, Letterature e Culture Straniere empfangen. Der Tagungsband ist schon weit fortgeschritten und soll voraussichtlich noch in diesem Jahr bei K\u00f6nighausen &amp; Neumann erscheinen \u2013 den Organisatorinnen und Herausgeberinnen sei herzlich im Namen des gesamten IAB gedankt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Broch-Neulinge findet in diesem Fr\u00fchsommer wieder ein hybrider Workshop zum Thema \u201eModen in der Moderne\u201c unter der Leitung von Sarah McGaughey und mir an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg statt, an dem besonders Masterand*innen, Doktorand*innen und Postdocs sehr herzlich willkommen sind. Offiziell wird er \u00fcber H-Germanistik sowie auf unserer Homepage ab Fr\u00fchjahr 2026 beworben, Interessenten k\u00f6nnen sich aber schon jetzt direkt bei uns melden.<\/p>\n<p>Zudem laufen bereits die Vorbereitungen f\u00fcr die n\u00e4chste gro\u00dfe internationale Broch-Tagung, die voraussichtlich im Fr\u00fchjahr 2027 in Deutschland stattfinden wird.<\/p>\n<p>Neuerscheinungen zu Hermann Brochs Leben und Werk d\u00fcrfen, wie immer, zeitnah an Sarah McGaughey gemeldet werden, die sie auf unserer vor einem Jahr von ihr \u00fcberaus ansprechend neu gestalteten Homepage des IAB gerne bewirbt.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen allen IAB-Mitgliedern ein privat und beruflich erf\u00fcllendes, friedliches 2026, sind dankbar f\u00fcr die auch in unruhigen Zeiten stabile transatlantische Zusammenarbeit und internationalen Netzwerke und senden im Namen des gesamten IAB einen besonders herzlichen Gru\u00df an den Spiritus rector Mike L\u00fctzeler: zwar konnten wir noch nicht pers\u00f6nlich mit ihm in Kontakt treten, vernehmen aber immer wieder hoffnungsvolle Zeichen.<\/p>\n<p>In diesem Sinne allen viel Gutes f\u00fcr 2026,<\/p>\n<p>Doren Wohlleben und Sarah McGaughey<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a name=\"4_Jan_2025\"><\/a>Subject: Neujahrmail 2025<\/strong><br \/>\n<strong>Date: 4. Januar 2025<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch (IAB),<\/p>\n<p>verbunden mit vielen guten W\u00fcnschen f\u00fcr das noch junge Jahr m\u00f6chten Sarah McGaughey und ich auf das vergangene Jahr 2024 zur\u00fcckblicken und aus dem IAB berichten:<\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres 2024 lag bei vielen von uns die stolze Festschrift f\u00fcr Paul Michael L\u00fctzeler auf dem Schreibtisch: \u201eInterkulturelle Dialoge. Exil- und Gegenwartsliteratur, Europa- und Kunstdiskurse\u201c, in der ein Gro\u00dfkapitel \u201eHermann Broch und seine[r] Zeit\u201c gewidmet ist (vgl. <a href=\"https:\/\/www.stauffenburg.de\/asp\/books.asp?id=1556\">https:\/\/www.stauffenburg.de\/asp\/books.asp?id=1556<\/a>). Der Herausgeber, langj\u00e4hrige Broch-Forscher und Mit-Initiator des IAB Michael Kessler hatte die insgesamt 45 interdisziplin\u00e4ren Beitr\u00e4ge p\u00fcnktlich zu Paul Michaels L\u00fctzelers 80. Geburtstag am 4. November 2023 in einem stattlichen Band beim Stauffenburg-Verlag auf den Markt gebracht.<\/p>\n<p>Das Fr\u00fchjahr war gepr\u00e4gt von vorfreudigen Planungen f\u00fcr die n\u00e4chste internationale Broch-Tagung in Bergamo\/ Italien im Mai 2025: Die Organisatorinnen Francesca Goll, Humboldt-Forschungsstipendiatin, Alessandra Goggio und Elena Agazzi warben erfolgreich Drittmittel ein und entwarfen mit den Leiterinnen des IAB ein vorl\u00e4ufiges Programm unter dem Titel \u201eHermann Brochs Korrespondenzen und Lekt\u00fcren. Internationale Netzwerke\u201c.<\/p>\n<p>Der Titel der Tagung k\u00f6nnte zugleich als Motto dienen f\u00fcr einen hybriden Workshop, zu dem Sarah McGaughey und ich im Sommer 2024 \u00fcber H-Germanistik aufriefen: Dieses neue Format, das sich sehr bew\u00e4hrte und in diesem Jahr wiederholt werden soll (wir freuen uns \u00fcber Neuzug\u00e4nge!), adressierte weltweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem fr\u00fchen Karrierestadium, die ihre neuen wissenschaftlichen Vorhaben zu Hermann Broch in einem Fachkreis pr\u00e4sentieren m\u00f6chten. Promovierende sowie Postdocs aus den USA, Europa und Indien schalteten sich digital zu, w\u00e4hrend Sarah McGaughey, Masteranden und Doktorandinnen der Philipps-Universit\u00e4t Marburg und ich gemeinsam \u00fcber anspruchsvollen musik- und kulturtheoretischen Essays Brochs in einem Raum sa\u00dfen. Die neue Leitung des IAB wurde in diesem sch\u00f6nen, jung-dynamischen Rahmen dann auch offiziell \u00fcber die Universit\u00e4tshomepage bekannt gegeben (<a href=\"https:\/\/www.uni-marburg.de\/de\/aktuelles\/news\/2024\/hermann-broch-verbindet-kontinente\">https:\/\/www.uni-marburg.de\/de\/aktuelles\/news\/2024\/hermann-broch-verbindet-kontinente<\/a>).<\/p>\n<p>Stichwort Homepage: Sarah McGaughey ist es zu verdanken, dass die langj\u00e4hrige Homepage des IAB, die am Dickinson College Carlisle gepflegt wird, seit Dezember 2024 im neuem, benutzerfreundlichen Design erscheint: <a href=\"https:\/\/blogs.dickinson.edu\/iab\/\">iab.dickinson.edu<\/a> &#8211; konzeptionell und inhaltlich hat sich nichts ge\u00e4ndert: Wir sind nach wie vor dankbar f\u00fcr Hinweise zu Neuerscheinungen und Aktivit\u00e4ten zu Hermann Brochs Werk, gerne Sarah McGaughey direkt kontaktieren (<a href=\"mailto:mcgaughs@dickinson.edu\">mcgaughs@dickinson.edu<\/a>).<\/p>\n<p>Nun ist es an uns, allen ein gl\u00fccklich gelingendes, friedvolles 2025 zu w\u00fcnschen \u2013 auf die internationalen Netzwerke und gemeinsamen Lekt\u00fcren freuen wir uns sehr.<\/p>\n<p>Ganz besonders herzliche Genesungsw\u00fcnsche gehen an unseren gesch\u00e4tzten Mike, dem wir alle unser Zusammenwirken zu verdanken haben: Wir hoffen sehr, dass wir in diesem neuen Jahr wieder in direkten Austausch mit ihm treten k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>In diesem Sinne gr\u00fc\u00dfen herzlich in die Runde<\/p>\n<p>Doren Wohlleben (<a href=\"mailto:doren.wohlleben@uni-marburg.de\">doren.wohlleben@uni-marburg.de<\/a>)<br \/>\nund Sarah McGaughey (<a href=\"mailto:mcgaughs@dickinson.edu\">mcgaughs@dickinson.edu<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"31_Dec_2023\"><\/a>Paul Michael L\u00fctzeler<br \/>\nZur Geschichte des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch<br \/>\nSt. Louis, 31.Dezember 2023<\/p>\n<p>Der hundertste Geburtstag Hermann Broch am 1. November 1986 ver\u00e4nderte vieles in der akademischen Rezeption des Autors. Aus Anlass dieses Gedenktags fand vom 30. Oktober bis 2. November 1986 ein interdisziplin\u00e4res Symposium in Stuttgart statt, das 1987 bzw. 1988 in zwei B\u00e4nden erschien: der interpretatorische Teil in der Reihe Stauffenburg Colloquium (1987 unter dem Titel \u201eHermann Broch: Das dichterische Werk\u201c) und der Theorieteil in einem Band der Reihe Suhrkamp Taschenbuch (1988 unter dem Titel \u201eBrochs theoretisches Werk\u201c); in beiden F\u00e4llen herausgegeben von mir und Michael Kessler, dem Veranstalter der Stuttgarter Tagung. Michael Kessler hatte das gemeinsam mit mir erarbeitete Programm als leitender Angestellter der Akademie der Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Es sollte in unserer Planung das erste gro\u00dfe, tats\u00e4chlich interdisziplin\u00e4re und wirklich internationale Broch-Symposium werden und somit vorbildlichen Charakter f\u00fcr weitere Broch-Tagungen erhalten. Angereist waren Vertreter:innen der Germanistik, Philosophie, Religionswissenschaft, Geschichte und Politologie aus Deutschland, \u00d6sterreich, Frankreich, England, Norwegen, Kroatien, der T\u00fcrkei, Israel, Neuseeland, Japan und den U.S.A. Eine kleine Rede dort hielt auch Brochs Sohn H.F. (Armand) Broch de Rothermann (1910-1994), der damals in New York lebende \u00dcbersetzer und Dolmetscher. Das Symposium fand in der Presse ein positives Echo, besonders in der FAZ.<\/p>\n<p>Diesem Stuttgarter Symposium waren in den 1970er Jahren drei kleine Tagungen vorausgegangen, in denen nur selten der germanistische Horizont verlassen wurde. Die erste Tagung zum Werk Hermann Brochs fand zur Erinnerung an den 25. Todestag des Autors am 30. Mai 1976 in Wien statt, und zwar im Palais Palffy am Josefsplatz im Ersten Bezirk. Das war ein ganzes Jahrzehnt vor dem Stuttgarter Symposium von 1986. Einberufen wurde die Veranstaltung durch den Schriftsteller und Rundfunkredakteur Ernst Sch\u00f6nwiese, der damals Pr\u00e4sident des \u00d6sterreichischen P.E.N.-Clubs war. Er kannte Broch seit der Ver\u00f6ffentlichung der <em>Schlafwandler<\/em>-Trilogie zu Anfang der 1930er Jahre, vermittelte ihm Vortr\u00e4ge in Wiener Volkshochschulen und ver\u00f6ffentlichte einige Dichtungen und Essays von Broch in der Zeitschrift <em>das silberboot<\/em>. In den Jahren von 1938 bis 1945 hatte Sch\u00f6nwiese sich dem unmittelbaren Einfluss des sogenannten Gro\u00dfdeutschen Reiches entzogen, indem er als Vertreter einer Presseagentur in Ungarn lebte. Er lud zum Symposium nicht nur einige Germanisten der j\u00fcngeren Generation ein, sondern auch drei Zeitgenossen, die mit Broch zwischen 1938 und 1945 das Exilschicksal geteilt hatten: den Komparatisten Werner Vordtriede und die beiden \u00f6sterreichischen Schriftsteller Friedrich Torberg und Albert Drach. Zur Gruppe der ehemals Exilierten geh\u00f6rte auch Annemarie Meier-Graefe Broch, die Witwe des Autors, die in S\u00fcdfrankreich lebte und als Gast anwesend war. Torberg erinnerte sich an Broch, und Vordtriede sprach \u00fcber die Bedeutung der Erinnerung im \u201eTod des Vergil\u201c. Teil dieser Tagung war auch eine Festveranstaltung in Teesdorf bei Wien, wo Broch von 1907 bis 1927 kaufm\u00e4nnischer Leiter einer der Familie geh\u00f6renden Spinnfabrik gewesen war. Dort gab es 1976 schon ein Broch-Museum. Bei dieser Gelegenheit hielt Albert Drach eine Rede \u00fcber Hermann Broch. Drach war ein Jurist und Schriftsteller j\u00fcdischer Herkunft. Er bewunderte den Autor und meinte, dass seine zeitgen\u00f6ssischen Kollegen und Kolleginnen in \u00d6sterreich sich wie die Bremer Stadtmusikanten \u00fcbereinanderstellen und gleichzeitig ihre Stimmen erheben k\u00f6nnten, ohne doch die Kraft der dichterischen Stimme des <em>poeta doctus<\/em> Hermann Broch zu erreichen. Albert Drach hatte wie Broch nach der Hitler-Besetzung \u00d6sterreichs 1938 das Land fluchtartig verlassen und \u00fcberlebte \u2013 nach einer Reihe von Internierungen &#8211; in einem Versteck in S\u00fcdfrankreich. 1947 kehrte er nach Wien zur\u00fcck, um dort erneut seine Anwaltskanzlei zu er\u00f6ffnen und sich als Schriftsteller zu etablieren. Von seinen dichterischen Arbeiten konnte er zwar nicht leben, aber wegen seiner Romane wie \u201eDas gro\u00dfe Protokoll gegen Zwetschkenbaum\u201c von 1939 und \u201eUnsentimentale Reise\u201c von 1966 erhielt er 1988 den B\u00fcchner-Preis der Deutschen Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung, also die h\u00f6chste Auszeichnung im Bereich der deutschsprachigen Literatur. Zwei Jahre sp\u00e4ter \u2013 1978 \u2013 erschienen die Tagungsbeitr\u00e4ge dieses Broch-Symposiums (leider ohne die Rede von Albert Drach) in einem von Joseph P. Strelka edierten Sammelband unter dem Titel \u201eBroch heute\u201c bei Francke in Bern.<\/p>\n<p>Offenbar angeregt durch den Erfolg dieser Symposiums-Premiere fanden drei Jahre sp\u00e4ter kurz hintereinander im Fr\u00fchjahr 1979 zwei \u2013 wiederum prim\u00e4r germanistische \u2013 Broch-Tagungen an der Yale University in New Haven, Connecticut und an der Universit\u00e4t in Nizza in S\u00fcdfrankreich statt: in New Haven vom 6. bis 8. April 1979 und in Nizza vom 29. April bis zum 1. Mai des gleichen Jahres. Zur Yale University Library geh\u00f6rt die Beinecke Memorial Library mit dem Hermann-Broch-Archiv. Die Leiterin des Archivs, Christa Sammons, war die Organisatorin des Symposiums in New Haven. Erw\u00e4hnt werden sollte, dass beim Yale-Symposium Alice L. Kahler, die Witwe des Princetoner Broch-Freundes Erich Kahler, Anekdotisches \u00fcber Broch als \u00dcbersetzer zum Besten gab. Zudem war der Maler und Bildhauer Peter Lipman-Wulf anwesend, der aufgrund seiner j\u00fcdischen Herkunft 1933 nach Frankreich und 1942 in die Schweiz geflohen war, damals aber in Sag Harbor, New York lebte. Lipman-Wulf sprach \u00fcber seine grafische Interpretation von Brochs Roman \u201eDer Tod des Vergil\u201c. Diese Illustrationen erwarb einige Jahre sp\u00e4ter das Deutsche Literaturarchiv in Marbach. Sp\u00e4ter stiftete Lipman-Wulf einen weiteren Set der gleichen Illustrationen dem Hermann Broch Museum in Teesdorf bei Wien. Auch der Verleger Brochs, Siegfried Unseld, nahm an der Konferenz als Zuh\u00f6rer teil. Christa Sammons \u00fcberlie\u00df die Publikation der Referate der Zeitschrift \u201eModern Austrian Literature\u201c, die 1980 ein Broch-Themenheft brachte.<\/p>\n<p>Die Tagung in Nizza ging auf die Initiative von Richard Thieberger zur\u00fcck. Thieberger war seiner Herkunft nach j\u00fcdischer \u00d6sterreicher und promovierte 1935 als Germanist an der Universit\u00e4t Wien. 1938 unterrichtete er als Lektor der deutschen Sprache an der Universit\u00e4t Caen in der Normandie. Er kehrte wegen des \u201eAnschlusses\u201c nicht mehr nach \u00d6sterreich zur\u00fcck und erlangte schon bald die franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrgerschaft. Nach der Besetzung Frankreichs durch das nationalsozialistische Deutschland \u00fcberlebte er im Untergrund und wurde nach Kriegsende Kulturoffizier in der franz\u00f6sischen Besatzungszone Deutschlands. Von 1951 an konnte er seine akademische Laufbahn als Germanist in Frankreich fortsetzen und lehrte seit 1967 an der Universit\u00e4t Nizza. Er hatte sich einen Namen gemacht sowohl als Georg-B\u00fcchner-Forscher wie auch als Kenner des Werks von Thomas Mann. Richard Thieberger ver\u00f6ffentlichte seine Tagung 1980 unter dem Titel \u201eHermann Broch und seine Zeit\u201c im Broch-Themenband des \u201eJahrbuchs f\u00fcr Internationale Germanistik\u201c (Reihe A, Band 6). Was diese Broch-Symposien der 1970er Jahre gemeinsam haben, war die aktive Pr\u00e4senz von Autoren und Germanisten, die selbst die Erfahrung des Exils gemacht haben. Diese Symposien, die noch viel von der Exil-Atmosph\u00e4re des Autors Broch vermitteln konnten, unterscheiden sich von denen seit der Mitte der 1980er Jahre, in der die j\u00fcngeren Generationen von Literatur- bzw. Geistes- und Sozialwissenschaftler zu dominieren beginnen.<\/p>\n<p>1986, als man des hundertsten Geburtstags von Broch gedachte, fand neben dem erw\u00e4hnten gro\u00dfen Stuttgarter Symposium auch am \u00d6sterreichischen Kulturinstitut in Warschau eine internationale Tagung statt, die von Karol Sauerland vom 26. bis 30. April 1986 geleitet wurde und deren Vortr\u00e4ge ein Jahr sp\u00e4ter als Broch-Themenheft in der britischen Fachzeitschrift \u201eGerman Life and Letters\u201c zug\u00e4nglich gemacht wurden. Die dort versammelten Germanist:innen (die meisten kamen aus Polen und \u00d6sterreich) griffen nicht nur literarische Themen auf. Das Romanwerk stand zwar im Mittelpunkt, doch wurden dabei auch Fragen der Theorie, des Mythos, des Symbolverst\u00e4ndnisses, des Massenwahns und der Politik angeschnitten. Auch am \u00d6sterreichischen Kulturinstitut in Budapest, liess man es sich nicht nehmen, eine Tagung \u00fcber Hermann Broch zu veranstalten. Die H\u00e4lfte der Referent:innen waren Germanist:innen an ungarischen Hochschulen, die anderen aus \u00d6sterreich, aus Deutschland und den USA. Die zentrale Thematik war die Beziehung zwischen Dichtung und Erkenntnis, \u00fcber die Broch in seinen Essays aus den fr\u00fchen 1930er Jahren nachgedacht hatte, und die auch in den Romanen selbst thematisiert wird. Zwei der Referenten \u2013 Hartmut Steinecke und Joseph Strelka \u2013 fungierten als Herausgeber, als die Tagung in Form eines Sammelbandes unter dem Titel \u201eRomanstruktur und Menschenrecht\u201c 1990 bei Peter Lang erschien.<\/p>\n<p>Die Reihe der nationalen Broch-Symposien setzte sich im Mai des gleichen Jahres in Paris fort, veranstaltet im Centre Pompidou. Es wurde knapp zwei Jahre sp\u00e4ter (im M\u00e4rz 1988) fortgesetzt in Lyon, und zwar an der Universit\u00e9 Lumi\u00e8re Lyon 2. Die Referate der beiden Tagungen erschienen 1989 zusammen unter dem Titel \u201eBroch\u201c, herausgegeben von Jean-Charles Margotton in Aix-en-Provence. Fast alle Vortr\u00e4ge stammten von franz\u00f6sischen Germanist:innen und wurden in franz\u00f6sischer Sprache vorgetragen. Auch hier interessierte vor allem das dichterische Werk, wenn auch Seitenblicke auf Geschichtsphilosophie, auf Heidegger und auf den Zusammenhang von Dichtung und Mythos geworfen wurden. Dem Stuttgarter interdisziplin\u00e4ren Symposium von 1986 am ehesten vergleichbar war die Broch-Tagung der Yale University, die vom 20.-22. November 1986 stattfand. Neben Germanisten wurden auch Vertreter der Philosophie und Politischen Wissenschaft eingeladen. Das Ganze spielte sich auf Englisch ab, und die meisten Referent:innen kamen aus Nordamerika. Organisator war Stephen D. Dowden, der damals am German Department der Yale University unterrichtete. Das Symposium hatte ein hohes Niveau und gewann auch dadurch, dass jedem Vortrag ein <em>discussant<\/em> zugeordnet wurde, der oder die auf das jeweilige Referat kritisch einging. Sowohl die Vortr\u00e4ge wie die Stellungnahmen wurden von Stephen D. Dowden in einem umfangreichen Band unter dem Titel \u201eHermann Broch: Literature, Philosophy, Politics\u201c 1988 beim Verlag Camden House ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>1986 also fanden f\u00fcnf teils national, teils international, teils prim\u00e4r germanistisch, teils gezielt interdisziplin\u00e4r ausgerichtete Tagungen statt: vier davon in europ\u00e4ischen Metropolen wie Stuttgart, Paris, Warschau und Budapest, eines davon an der Yale University in New Haven, Connecticut. Diese Dichte an Broch-Veranstaltungen hatte es vorher nicht gegeben und ist vor allem mit dem Datum des 100. Geburtstags zu erkl\u00e4ren. Allerdings lag damals auch die neue, von mir edierte Kommentierte Werkausgabe Hermann Broch des Suhrkamp Verlags vollst\u00e4ndig vor, was die Erschlie\u00dfung des essayistischen Werks Hermann Brochs erm\u00f6glichte. Zudem war im Jahr zuvor meine Broch-Biografie (ebenfalls bei Suhrkamp) erschienen.<\/p>\n<p>In den 1990er Jahren gab es keine Broch-Gedenktage, und so wurden nur drei Tagungen zu seinem Werk organisiert: eine in London, eine in Wien und eine in Szeged\/Ungarn. Adrian Stevens, Fred Wagner und Sigurd Paul Scheichl ver\u00f6ffentlichten 1994 das Londoner Symposium von 1991 in Innsbruck unter dem Titel \u201eModernismus, Kulturkrise und Hitlerzeit\u201c. In Wien veranstalteten Anfang 1992 Wilhelm Patrasch und John Pattillo-Hess, die beide in der Erwachsenenbildung der Stadt t\u00e4tig waren, das Symposium \u201eHermann Broch oder die Angst vor der Anarchie\u201c, das unter dem gleichen Titel ein Jahr sp\u00e4ter bei der Wiener Urania erschien. Ihm folgte Mitte September 1996 die Tagung \u201eHermann Broch. Perspektiven interdisziplin\u00e4rer Forschung\u201c an der Universit\u00e4t von Szeged, die als Band \u2013 herausgegeben von \u00c1rp\u00e1d Bern\u00e1th, Michael Kessler und Endre Kiss \u2013 beim Stauffenburg Verlag in T\u00fcbingen ver\u00f6ffentlicht wurde. Ein Symposion, das Ende der 1990er Jahre geplant wurde, um dann im Mai 2002 stattfinden zu k\u00f6nnen und 2004 ver\u00f6ffentlicht wurde, war jenes der \u00d6sterreichischen Liga f\u00fcr Menschenrechte: \u201eHermann Broch \u2013 ein Engagierter zwischen Literatur und Politik (StudienVerlag Innsbruck, Wien, Bozen).<\/p>\n<p>In der Zeit der Jahrhundertwende von 1999 und 2000 \u00fcberlegten Michael Kessler und ich, wie wir durch weitere wissenschaftliche interdisziplin\u00e4re Forschungen das literarische Werk Brochs im wissenschaftlichen Gespr\u00e4ch halten k\u00f6nnten, ohne lediglich auf den Kalender wegen m\u00f6glicher Gedenktage zu starren. Dabei hatten wir zum einen die weitere Erforschung des avantgardistischen literarischen Werks im Auge, zum anderen aber wollten wir die nicht-literarische Essayistik des Autors verbreiten und die von ihm in seinen Essays und Briefen angeschnittenen Fragen der Gef\u00e4hrdung der Demokratie, des Friedens und der Menschenrechte in die Diskussion bringen. Uns schien dazu die regelm\u00e4\u00dfige, die kontinuierliche Veranstaltung wissenschaftlicher Symposien der richtige Weg zu sein. Zusammen mit Michael Kessler gr\u00fcndete ich 2001 den Internationalen Arbeitskreis Hermann Broch, und seitdem hat diese Organisation fast jedes Jahr eine Brochtagung veranstaltet. Viele Mitglieder des Arbeitskreises haben in den beiden letzten Jahrzehnten bei diesen Symposien Vortr\u00e4ge gehalten und eine ganze Reihe die Tagungsleitungen \u00fcbernommen. Das Jahr 2001 schien uns die richtigen Startbedingungen zu geben, denn zuf\u00e4llig war es wiederum ein Jubil\u00e4umsjahr: man gedachte im Fr\u00fchjahr des 50. Todestages von Hermann Broch. Aus dem Anlass fanden gleich drei Symposien statt. Das begann mit dem dritten Symposium an der Yale University. Es fand vom 27. bis 29. April 2001 statt. Wir gaben der Tagung und der Buchfassung den Titel \u201eHermann Broch, Visionary in Exile\u201c. Der Sammelband wurde von mir in Zusammenarbeit mit Matthias Konzett, Willy Riemer und Christa Sammons herausgegeben. Christa Sammons hatte keine M\u00fche gescheut, das Symposium in den R\u00e4umlichkeiten der Beinecke Rare Book Library zu veranstalten. Es ging dabei um das Gesamtwerk des Autors im amerikanischen Exil: von der Theorie der Demokratie und der Massenpsychologie bis zu den Romanen \u201eDer Tod des Vergil\u201c und \u201eDie Schuldlosen\u201c, wobei auch R\u00fcckblicke auf fr\u00fchere Phasen der Werkentwicklung geworfen wurden. Mir selbst ist dabei der Aufsatz zum Thema Kitsch von Ruth Kl\u00fcger in lebhafter Erinnerung geblieben.<\/p>\n<p>Die St\u00e4dte New Haven\/Connecticut und Wien kommen als Tagungsorte immer wieder in Frage: New Haven wegen des gro\u00dfen Broch-Archivs, Wien, weil Broch hier die meiste Zeit seines Lebens verbracht hat. Vom 2. bis 4. Juni 2003 leitete Marianne Gruber, die Direktorin der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Literatur, im Palais Wilczek eine Tagung, an der sich vor allem \u00f6sterreichische Kollegen und Kolleginnen beteiligten. Drei Wochen sp\u00e4ter folgte (21.-24. Juni 2003) ein von Michael Kessler in Stuttgart-Hohenheim (wieder in den R\u00e4umlichkeiten seiner Akademie) eingerufenes Symposium. Marianne Gruber und Michael Kessler vereinbarten, die beiden Symposien in einem gemeinsamen Band zu publizieren, an dessen Herausgabe sich auch Barbara Mahlmann-Bauer, Christine Mondon und Friedrich Vollhardt beteiligten. Der umfangreiche Band erhielt den Titel \u201eHermann Broch. Neue Studien\u201c und erschien noch im gleichen Jahr bei Stauffenburg in T\u00fcbingen, mir zum 60. Geburtstag gewidmet. Zu den 33 Beitr\u00e4gen geh\u00f6ren auch Erinnerungen des Sohnes (H.F. Broch de Rothermann) wie auch von Volkmar von Z\u00fchlsdorff, mit dem Broch im Exil praktisch in der Hilfe f\u00fcr Hitler-Fl\u00fcchtlinge zusammenarbeitete und zwischen 1945 und 1949 eine l\u00e4ngere Korrespondenz \u00fcber das Nachkriegs-Deutschland f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Nach den drei Symposien von 2001 ben\u00f6tigte der Arbeitskreis 2002 eine Pause, und so wurde \u2013 wiederum unter dem Dach der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Literatur \u2013 eine Tagung anberaumt, die sich vergleichend mit dem Werk von Hermann Broch und Elias Canetti auseinandersetzte. Marianne Gruber gewann f\u00fcr die Programmzusammenstellung Penka Angelova als Canetti-Kennerin und mich als Broch-Spezialisten. Die Buchfassung der Symposiumsbeitr\u00e4ge erschien erst 2009 im R\u00f6hrig-Universit\u00e4tsverlag in St. Ingbert. Es ist der bisher einzige Tagungsband, der die Unterschiede sowohl in der Romankonzeption wie auch im Hinblick auf die Massenpsychologie beider Autoren herausarbeitet. 2004 folgte die Tagung in Dortmund, die ich gemeinsam mit Thomas Eicher von der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen und Hartmut Steinecke von der Universit\u00e4t Paderborn plante. Wir hatten uns vorgenommen, vor allem Nachwuchswissenschaftler:innen zum Thema dieser Konferenz (Politik, Menschenrechte, Literatur) einzuladen (ver\u00f6ffentlicht 2005 beim Athena Verlag in Oberhausen), und so tauchen hier Namen von jungen Leuten auf, die in den folgenden zwei Jahrzehnten immer wieder mit neuen Studien auf Broch-Symposien gl\u00e4nzten: Thomas Borgard, Gesa von Esssen, J\u00fcrgen Heizmann, Gunther Martens, Barbara Picht und Alice Sta\u0161kova. Da ergab sich eine gute wissenschaftliche Gruppendynamik, die sich bis heute erhalten hat. Zum Gelingen des Symposiums trug auch die Anwesenheit der Autorin Barbara Frischmuth bei, die in Altaussee aufwuchs, einem jener Wohnorte Brochs in den 1930er Jahren, wo so vieles an den Autor erinnert.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Herbst 2006 regte Endre Kiss, der Philosophieprofessor aus Budapest, der bei den meisten Broch-Symposien referierte, eine Tagung zum Thema der \u201eliterarischen Freundschaften\u201c an. Gerade als Biograf Brochs hat mich diese Konferenz besonders fasziniert. In der Einleitung schrieb ich: \u201eEs war ein sonniges Herbstwochenende, als Broch-ForscherInnen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Norwegen, Polen, den Vereinigten Staaten, aus \u00d6sterreich und Ungarn sich vom 13. bis 15. Oktober 2006 an der dortigen Pannonischen Universit\u00e4t zu einem Symposium trafen (&#8230;). Es war eine Tagung mit besonders freundschaftlicher Atmosph\u00e4re; offenbar wirkte sich etwas vom beschworenen Freundschaftsgeist des Autors Brochs auf den Umgang der ReferentInnen miteinander aus.\u201c Wieder war es der von Brigitte Narr geleitete Stauffenburg Verlag, der den sch\u00f6nen Band 2008 publizierte. Man ist ja versucht, bei all den Tagungen etwas \u00fcber die Veranstaltungsorte, \u00fcber die Geselligkeit etwas zu sagen, \u00fcber das Sightseeing und die Gespr\u00e4che. Es ist schon ein Unterschied, ob man sich in einer amerikanischen Universit\u00e4tsstadt wie New Haven trifft, an der Vorzeige-Universit\u00e4t eines noch als Imperium agierenden Staates, oder ob wir in der N\u00e4he des Cafe Centrals leicht nostalgisch die renovierte Sch\u00f6nheit einer Hauptstadt bewundern, die bis vor etwas mehr als hundert Jahren Zentrum einer europ\u00e4ischen Gro\u00dfmacht war; ob wir ungarischer Geschichte auf Schritt und Tritt in Szeged oder Veszprem begegnen, oder ob wir in Dortmund Schwierigkeiten haben, uns an den Charme stillgelegter Bergwerke zu erfreuen; ob wir in Altaussee auf den Spuren Brochs, Hofmannsthals oder Torbergs wandern, oder ob wir in Stra\u00dfburg einer deutsch-franz\u00f6sischen Mischkultur des Elsass, von der Broch durchaus etwas verstand, begegnen.<\/p>\n<p>Ja, Strasbourg, 1. bis 3. Juni 2007, da ging es vor allem um das Thema Religion. Eingeladen hatte Christine Maillard von der Universit\u00e4t, und die Tagungsreferate erschienen ein Jahr sp\u00e4ter in der von ihr herausgegebenen ausgezeichneten Fachzeitschrift \u201erecherche germaniques\u201c. Dann das Broch-Symposium von 2008. Wieder sind es vor allem die jungen Brochforscher:innen, die dazu beitrugen: diesmal auch Bernhard Fetz, Doren Wohlleben, Sarah McGaughey und Helga Mitterbauer. Es ging um das Symposium \u201eHermann Broch und die K\u00fcnste\u201c, das Alice Sta\u0161kov\u00e1 vom 26. bis 28. Juni 2008 in Prag, dieser Perle unter den europ\u00e4ischen St\u00e4dten, einberufen hatte. Das Goethe-Institut der Stadt stellte dabei seine R\u00e4umlichkeiten zur Verf\u00fcgung. Der Band erschien 2009 beim De Gruyter Verlag in Berlin. Im Jahr 2009 (vom 3. bis 5. Juli) hatte der Internationale Arbeitskreis eine Tagung speziell zu Brochs \u201eSchlafwandlern\u201c in Lancaster anberaumt. Mein \u00e4ltester Brochgef\u00e4hrte \u00fcberhaupt, der mit mir gleichaltrige Graham Bartram von der dortigen Universit\u00e4t, war Gastgeber. Ich hatte ihn 1968, als ich an der Freien Universit\u00e4t Berlin ein Broch-Joyce Tutorium angeboten hatte, kennengelernt, und dann trafen wir uns wieder bei den Forschungen zu unseren Broch-Dissertationen im Archiv der Beinecke Rare Book Library in New Haven. Auch das war eine ergiebige, nur auf ein Werk konzentrierte Tagung, die 2012 bei Stauffenburg erschien.<\/p>\n<p>Kevin Repp, Curator for Modern European Books and Manuscripts an der Beinecke Rare Book Librarary in New Haven und damit gleichzeitig Leiter des Hermann Broch Archivs, hatte f\u00fcr die beiden Tage des 15. und 16. April 2011 zu einer Brochtagung an der Beinecke eingeladen. Es war eine geistesgeschichtlich und literarisch ausgerichtetes Symposium, bei dem poststrukturalistische Ans\u00e4tze dominierten. Eingeladen waren Literaturwissenschaftler aus den USA, Frankreich, Deutschland, \u00d6sterreich und D\u00e4nemark. Der Titel lautete mit der Anspielung auf den jungen Georg Luk\u00e1cs \u201eThe Soul and its Forms in Modern Times\u201c. Es waren an sich jeweils intelligente Vortr\u00e4ge, die aber keinen Zusammenhang erkennen lie\u00dfen, und so war es nicht \u00fcberraschend, dass sich niemand fand, dieses eigenartige Potpourri zu publizieren. Es war eine Brochtagung, an der zwar einige Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises referierten, die aber nicht durch den IAB angeregt worden war.<\/p>\n<p>Vom 27. bis 29. Mai 2011 traf sich der Internationale Arbeitskreis im schw\u00e4bischen Weingarten im Tagungshaus der Akademie der Di\u00f6zese Rottenburg-Stuttgart. Gastgeber war erneut Michael Kessler. Diesmal ging es um einen Zwischenbericht zum Stand des Hermann-Broch-Handbuchs und um die Planung des letzten Arbeitsstadiums. Es war eine jener gro\u00dfen Tagungen, bei denen jedem Mitarbeiter eine bestimmte Aufgabe zugeteilt ist und man durch die Diskussionen einen entscheidenden Schritt weiter hin zur Konzeptionsbildung kommt. Ohne diese Arbeitstagung h\u00e4tte das umfangreiche Handbuch, herausgegeben von Michael Kessler und mir, Ende 2016 nicht bei De Gruyter erscheinen k\u00f6nnen. Der Verlag, der eine eigene Reihe f\u00fcr Handb\u00fccher eingerichtet hat, war mit dem Endprodukt zufrieden, und die durchweg positiven Rezensionen haben die Beitr\u00e4ger:innen zum Handbuch gefreut.<\/p>\n<p>Dass man zwei Symposien mit vergleichbaren Themen zusammen in einem Band publiziert, geschah im Fall zweier Tagungen zum Thema \u201eHermann Broch und die \u00d6konomie\u201c. Zuerst fand \u2013 angeregt durch Bernhard Fetz \u2013 eine solche Tagung am 4. und 5. November 2011 in der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek (Literaturarchiv) statt. Dort referierten zu wenig Tagungsteilnehmer als dass man aus den Vortr\u00e4gen einen Sammelband h\u00e4tte zusammenstellen k\u00f6nnen. Auf den Tag drei Jahre sp\u00e4ter \u2013 also 2014 \u2013 arrangierten wir mit Hilfe von J\u00fcrgen Heizmann eine Fortsetzung dieses Symposiums an der University of Montreal. Die Tagungsbeitr\u00e4ge wurden fusioniert und so erschien nach weiteren vier Jahren 2018 dieser Symposiumsband beim Arco Verlag in Wuppertal. Es ging in dem Band zum einen um die \u00f6konomischen Lebsensbedingungen des freien Schriftstellers Hermann Broch, zum anderen um Brochs Wirtschaftsvorstellungen wie er sie in den Krisenjahren nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dann zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zu entwickeln begann. Da spielen zentrale Vorstellungen von Demokratie und Menschenrecht eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Zwischen dem 27. und 29. Juni 2012 leitete Doren Wohlleben die Tagung \u201eHermann Broch und die Romantik\u201c. Sie fand im Nymphenburger Schloss, d.h. in den sch\u00f6nen R\u00e4umen der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in M\u00fcnchen statt. Untersucht wurden Einfl\u00fcsse von Romantikkonzepten sowohl der historischen Epoche wie die seiner eigenen Zeit auf Brochs \u00c4sthetik und damit auch auf seine Romane. Die \u00fcberarbeiteten Vortr\u00e4ge erschienen im Sammelband mit dem gleichen Titel 2014 bei De Gruyter, herausgegeben von Doren Wohlleben und mir.<\/p>\n<p>Erw\u00e4hnt werden soll auch ein kleines Symposium zu Brochs \u201eMasssenwahntheorie\u201c, das Daniel Weidner und Birgit Erdle am Fritz Bauer Institut der Universit\u00e4t Frankfurt am Main am 28. Juni 2013 veranstalteten. Es waren zu wenig Vortragende gewonnen worden, als dass man aus den verlesenen Aufs\u00e4tzen einen Band h\u00e4tte machen k\u00f6nnen. So wurde es eine Art Probe f\u00fcr die 2021 am Zfl Berlin von Daniel Weidner einberufene Tagung zum Thema der Demokratievorstellungen und der Massenpsychologie Hermann Brochs.<\/p>\n<p>Zum zweiten Mal (nach sechs Jahren) trafen wir uns zu einer Brochtagung an der Pannonischen Universit\u00e4t Veszpr\u00e9m in Ungarn vom 8.-10. Mai 2014. Veranstalter waren Gabriella R\u00e1cz und Endre Kiss. Die Tagungsbeitr\u00e4ge erschienen noch im gleichen Jahr in der \u201eZeitschrift f\u00fcr Mitteleurop\u00e4ische Germanistik\u201c, die damals ihre Redaktion in Veszpr\u00e9m hatte und von Csaba F\u00f6ldes, Attila N\u00e9meth und Gabriella R\u00e1cz herausgegeben wurde.<\/p>\n<p>Nach Bergamo hatte Elena Agazzi eingeladen. Dort, in dieser einzigartig schoenen Altstadt, fand ein Symposium \u00fcber den \u201eTod des Vergil\u201c am 25. und 26. September 2014 an der dortigen Universit\u00e4t statt. Solche auf ein Hauptwerk sich konzentrierenden Tagungen haben sich bew\u00e4hrt, und auch dieses Symposium hat viele Aspekte des Exilromans (Todeserfahrung, Zukunftserwartung, politische Kritik, religi\u00f6se Perspektiven) auf neuartige Weise erhellt. Daraus ging ein stattlicher Band mit dem Titel \u201eHermann Brochs Vergil-Roman\u201c hervor, der 2016 bei Stauffenburg in T\u00fcbingen erschien.<\/p>\n<p>Die Broch-Tagung an der Universit\u00e4t Antwerpen, die vom 21. bis 23. Oktober 2015 stattfand, behandelte ds Thema \u201eAspekte j\u00fcdischen Denkens im Werk Hermann Brochs\u201c. Ich hatte es mit Vivian Liska und Arvi Sepp vorbereitet, konnte aber wegen eines Augenleidens nicht am Symposion teilnehmen. Die Beitr\u00e4ge, in denen es um Ostjudentum, Chassidismus, Menschenrechtstheorie, Messianismus und um die Dialogik von j\u00fcdischem und christlichem Denken bei Broch geht, wurden im \u201eJahrbuch f\u00fcr europ\u00e4isch-j\u00fcdische Literaturstudien\u201c von 2017 ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Tomislav Zelic, ein kroatischer Kollege aus Zadar, regte an, eine Tagung an seiner Universit\u00e4t zum Thema \u201eBroch im Kontext der Donaumonarchie\u201c zu organisieren. Das Symposium fand am 1. und 2. September 2016 statt. Da ging es um Kaiserbilder, Zerfallsmodelle, Kulturdiagnostik (besonders im Essasy \u201eHofmannsthal und seine Zeit\u201c) und um verwandte Themen. Als Sammelband erschien die Tagung ein Jahr sp\u00e4ter im Stauffenburg Verlag in T\u00fcbingen. Das Umschlagbild des Bandes zeigt ein Foto des jungen Broch w\u00e4hrend seiner Zeit der Milit\u00e4rausbildung in Agram\/Zagreb. An einen Ort wie Zadar, direkt an dem sch\u00f6nsten Teil der \u00f6stlichen Adria gelegen, wird man gerne wieder einmal wegen einer Brochtagung zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Was die Sch\u00f6nheit der Landschaft betrifft, k\u00f6nnen nur wenige Orte in Europa mit dem schweizerischen Ascona am Lago Maggiore mithalten. Auf dem zauberhaften Monte Verit\u00e0 fand vom 15. bis 18. August 2008 die Tagung \u201eAussteigen um 1900\u201c statt. Barbara Mahlmann-Bauer hatte das Symposium dorthin einberufen. Es war allerdings keine blo\u00dfe Brochtagung, denn die Referate zum Werk dieses Autors machen nur ein Drittel aller Beitr\u00e4ge aus, bei denen es auch um Studien zu Aussteiger-Autor:innen im engeren Sinne, also zu Hermann Hesse, Emmy Hennings, Karl Wilhelm Diefenbach oder August Engelhardt ging. Publiziert wurde der umfangreiche Band 2021im Wallstein Verlag, G\u00f6ttingen.<\/p>\n<p>Aber auch Innsbruck ist als Tagungsstadt nicht zu verachten. Wer an dem Symposium \u201eHermann Broch und Der Brenner\u201c vom 3. bis 5. Juni 2019 an der Universit\u00e4t Innsbruck teilnahm, der wei\u00df die Gastfreundschaft der Direktorin des Brenner-Archivs, Ulrike Tanzer, zu sch\u00e4tzen. Die Leitung der Tagung hatte der junge Germanist Markus Ender \u00fcbernommen. Nicht nur, dass alle Aspekte der Beziehung Brochs zu Ludwig von Ficker (u. a. auch im Hinblick auf Karl Kraus und Theodor Haecker) neu gesehen wurden, hinzu kam auch am denkbar sch\u00f6nsten Junitag ein Ausflug nach M\u00f6sern, wo wir auf Brochs Spuren den Ort erkundeten, an dem er den \u201eBergroman\u201c geschrieben hat. Wie es sich geh\u00f6rt, erschien der Band in der Edition Brenner-Forum des StudienVerlags in Innsbruck.<\/p>\n<p>Das Broch-Symposium \u201eHermann Broch und die \u00f6sterreichische Moderne\u201c bereitete ich \u2013 unterst\u00fctzt durch Thomas Borgard \u2013 im Fruehjahr 2021 vor und leitete es als Fellow des IFK am 1. und 2. Juni 2021 in Wien und zwar in den R\u00e4umen der Gesellschaft f\u00fcr \u00f6sterreichische Literatur (Leitung: Manfred M\u00fcller), ma\u00dfgeblich unterst\u00fctzt durch das IFK (Leitung: Thomas Macho). Der Band erschien zwei Jahre sp\u00e4ter bei Brill\/Fink in Paderborn. Vorgestellt wurde Broch mit seinem Romanwerk und im Kontakt der \u00f6sterreichischen K\u00fcnstler der Jahre zwischen 1930 und 1938 sowie in seiner Beziehung zum Wiener Kreis seit den 1920er Jahren. Wir erlebten im Fr\u00fchjahr 2021, wie Wien sich aus der L\u00e4hmung durch die Covid-Pandemie l\u00f6ste. Drei Wochen sp\u00e4ter \u2013 vorbereitet durch Daniel Weidner und mich \u2013 fand die Tagung \u201eVerteidigung der Demokratie. Hermann Brochs amerikanische Exilerfahrung und die Aktualit\u00e4t seines politischen Denkens\u201c am Zfl (Leitung: Eva Geulen) in Berlin statt. In Wien hatte man eine Pr\u00e4senztagung durchgefuehrt, bei der allerdings einige Referent:innen vorzogen, sich bei der noch nicht ganz abgeklungenen Pandemie \u00fcber Zoom zuzuschalten. Bei der Zfl-Tagung in Berlin handelte es sich um eine blo\u00dfe Zoom-Veranstaltung. Wegen der erschwerten Arbeitsbedingungen zur Pandemiezeit hatten bei der Berliner Tagung einige Kolleg:Innen absagen m\u00fcssen. Das war ein Jahr sp\u00e4ter \u00e4hnlich, als vom 4.-6. Mai 2022 das Symposium \u201eFriedenspoetik Hermann Brochs\u201c unter der Leitung von Doren Wohlleben an der Universit\u00e4t Marburg stattfand. Die Pandemie hat alles, auch die Brochtagungen, durcheinander gebracht. Da die Berliner Demokratietagung und die Marburger Friedenstagung thematisch verwandt waren, wurden die beiden Tagungsergebnisse fusioniert, und es ergab sich der von Sarah McGaughey, Elisa Risi, Daniel Weidner und Doren Wohlleben edierte Band \u201eMassenwahntheorie und Friedenspoetik\u201c, der 2023 \u2013 mir dankenswerterweise gewidmet \u2013 bei De Gruyter erschienen ist.<\/p>\n<p>Wie schon bei der Marburger Tagung im vorigen Jahr angek\u00fcndigt, werde ich die Leitung des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch zum 1. Januar 2024 (wenige Wochen nach meinem 80. Geburtstag) abgeben. Die beiden bisherigen Vize-Pr\u00e4sidentinnen werden das Pr\u00e4sidium bilden, und wir sind sicher, dass sie weiterhin daf\u00fcr Sorge tragen, dass ausgezeichnete Brochtagungen auch in Zukunft stattfinden und weitere Sammelb\u00e4nde als Ergebnisse solcher Symposien erscheinen werden. Die Pandemie hat, wie gesagt, Dinge verz\u00f6gert. Zudem sind finanzielle Mittel f\u00fcr Tagungen nicht mehr ganz so leicht wie fr\u00fcher mit Erfolg zu beantragen, und so wird es sich wahrscheinlich ergeben, dass man nicht jedes Jahr (aber hoffentlich jedes zweite Jahr) eine wissenschaftliche Tagung zum Werk Hermann Brochs veranstalten kann. Das Interesse an dem Autor ist \u2013 international gesehen \u2013 nach wie vor gro\u00df. Ich selbst habe die kollegiale Zusammenarbeit mit allen aktiven Mitgliedern des Arbeitskreises sehr genossen. Mein besonderer Dank gilt meinem alten Mitstreiter Michael Kessler, den ich 1980 w\u00e4hrend einer Gastprofessur an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen kennenlernte; meiner ehemaligen Doktorandin Sarah McGaughey, die bei mir \u00fcber Broch promovierte und seit Bestehen des Arbeitskreises unsere IAB-Website betreut hat und (last but not least) Doren Wohlleben, die zwei ausgezeichnete Brochtagungen veranstaltet hat und nun \u2013 zusammen mit Sarah McGaughey \u2013 die Zukunft unseres Arbeitskreises bestimmen wird. Unser Dank geh\u00f6rt aber auch den beiden Verlagen, die die meisten Broch-Tagungsb\u00e4nde des IAB ver\u00f6ffentlicht haben: Stauffenburg und De Gruyter. Ich werde ganz sentimental, wenn ich an all die sch\u00f6nen Symposien denke, die wir zustande gebracht haben. Sie geh\u00f6ren bestimmt zu jenem Teil unserer Akademikerbiografie, die wir nicht missen m\u00f6chten.<\/p>\n<p><a name=\"1_Jan_2023\"><\/a><strong>Subject: Jahresr\u00fcckblick auf 2022 vom IAB-Pr\u00e4sidenten<br \/>\nDate: 1 Jan 2023<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch:<\/p>\n<p>Der Jahresr\u00fcckblick ist f\u00e4llig. Nur wenige Wochen nach dem \u00dcberfall Russlands auf die Ukraine veranstalteten Doren Wohlleben und Sarah McGaughey \u2013 unsere beiden Vizepr\u00e4sidentinnen \u2013 das Symposium zur Friedenspoetik Hermann Brochs vom 4.-6. Mai 2022 an der Universit\u00e4t Marburg, also dort, wo Doren Wohlleben als Professorin neuere deutsche Literatur lehrt. Als Mitarbeiterin bei der Tagung ist auch die Studentin Elisa Risi zu nennen. Es ist immer wieder \u00fcberraschend zu sehen, wie Brochs Themen und Poetik an Aktualit\u00e4t nichts einb\u00fc\u00dfen. Es war schon fast eine post-Covid Tagung, denn nur einer der eingeladenen Sprecher, der Kollege Xijiang Liang aus Shanghai, war \u00fcber Zoom zugeschaltet. Er arbeitet an der \u00dcbersetzung von Brochs \u201eTod des Vergil\u201c ins Chinesische und konnte mit einem Werkstattbericht aufwarten. Diese \u00dcbersetzung wird \u2013 angesichts der Gr\u00f6\u00dfe des chinesischen Buchmarktes &#8211; besonders wichtig sein. Sie kennen ja das Programm des Symposiums, und so m\u00f6chte ich nur eine Besonderheit erw\u00e4hnen, n\u00e4mlich die Gruppenarbeit bei der Marburger Tagung. Die Studierenden-Projektgruppe referierte \u00fcber \u201eBroch intermedial\u201c und die Podiumsdiskussion \u201eFriedenspoetik interdisziplin\u00e4r\u201c erweiterte interdisziplin\u00e4r den Horizont \u00fcber Brochs Beitr\u00e4ge hinaus. Ganz ohne Covid-Nachteile ging es auch hier nicht ab, denn einige Kolleg:innen kamen wegen der \u00dcberlastungen, die die Pandemie mit sich brachte, nicht dazu, ihre Vortr\u00e4ge rechtzeitig fertigzustellen. So war es im Jahr zuvor auch bei der Tagung zu den demokratie-theoretischen Aspekten von Brochs Werk gewesen, die in Berlin am ZfL \u00fcber Zoom stattgefunden hatte. Wir einigten uns darauf, dass die Ergebnisse der beiden (thematisch ohnehin verwandten) Symposien in einem Band erscheinen werden. Daf\u00fcr sei den Initiatoren der zwei Tagungen \u2013 besonders Doren Wohlleben und Daniel Weidner &#8211; gedankt. Die Publikation wird Anfang 2023 beim De Gruyter Verlag erscheinen. Etwa zur gleichen Zeit d\u00fcrfte auch der Band der Wiener Tagung (Hermann Broch und die \u00f6sterreichische Moderne) erscheinen, die im vorigen Jahr am IFK und an der Gesellschaft f\u00fcr \u00f6sterreichische Literatur (beide in Wien) stattfand. Die Herausgeber sind Paul Michael L\u00fctzeler und Thomas Borgard, und der Verlag ist Brill\/Fink. Beide B\u00fccher werden nach Erscheinen auf der Website des IAB angezeigt werden. Auch in diesem Jahr sind wieder eine Reihe von neuen Mitgliedern aufgenommen worden. Das Interesse an Broch und seinem Werk bleibt konstant, und wir achten darauf, dass die Verfasser:innen neuer wichtiger Forschungsliteratur zu Broch in den Arbeitskreis aufgenommen werden. Gespr\u00e4che \u00fcber weitere Broch-Symposien sind im Gange. Auch hier ist zu bedauern, dass einige geplante Aktivit\u00e4ten wegen der Pandemie nicht durchgef\u00fchrt werden konnten oder verschoben werden mussten. Die Pandemie-Expertinnen k\u00f6nnen noch nicht sagen, dass die Seuche eine Sache der Vergangenheit ist, wenn wir auch hoffen, dass eine zuverl\u00e4ssige Planung bald wieder einsetzen kann. Melden Sie sich auf jeden Fall bei mir, wenn Sie absehen, dass sich die M\u00f6glichkeit der Durchf\u00fchrung eines Broch-Symposiums an Ihrer Unviersit\u00e4t abzeichnet. Wir besprechen die Sache dann im Vorstand. Abschlie\u00dfend nochmals ein spezieller Dank f\u00fcr die gute Zusammenarbeit mit unseren beiden Vizi-Pr\u00e4sidentinnen Sarah McGaughey und Doren Wohlleben aber auch f\u00fcr Ideen und Anregungen durch die Mitglieder des Vorstands. Ich w\u00fcnsche Ihnen allen das Beste f\u00fcrs kommende Jahr, besonders Gesundheit und Wohlergehen, Freude an der Forschung, Erfolg im Beruf: dem Nachwuchs gute und aussichtsreiche Stellen im Hinblick auf die Karriere, den Etablierten (wegen der galoppierenden Inflation) eine Gehaltserh\u00f6hung und den bereits Emeritierten (zu denen ich selbst seit einem halben Jahr geh\u00f6re) ein Auskommen mit dem, was man hat \u2013 uns allen aber besonders den Beginn einer neuen Friedensphase und das Ende des Kriegs in der Ukraine, Ihr\/Euer Paul Michael L\u00fctzeler.<\/p>\n<p><a name=\"4_Jan_2022\"><\/a><strong>Subject: Jahresr\u00fcckblick auf 2021 vom IAB-Pr\u00e4sidenten<br \/>\nDate: 4 Jan 2022<\/strong><\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr (wie nun schon seit 20 Jahren) eine kurze Erinnerung an das, was in Sachen Internationaler Arbeitskreis Hermann Broch geschehen ist. Die Hauptaufgabe bestand ja von Anfang an in der Veranstaltung von internationalen Broch-Symposien, und diejenigen, die an ihrer Organisation mitarbeiteten, wurden Mitglieder des Vorstands. So w\u00e4chst der Vorstand weiterhin. In Wien fand am IFK und an der Oesterreichen Gesellschaft f\u00fcr Literatur (OGL) am 1. und 2. Juni 2021 (im Gedenken an Hermann Brochs 70. Todestag) ein Symposium zum Thema \u201eHermann Broch und die \u00f6sterreichische Moderne seiner Zeit\u201c statt, das von Thomas Borgard, Friedrich Vollhardt und mir veranstaltet worden war. Es war gut besucht, fand in den R\u00e4umlichkeiten der OGL statt. Etwa die H\u00e4lfte der Referent*innen waren angereist, die andere H\u00e4lfte hatte sich (pandiemiebedingt) zugeschaltet. Zum Abschluss f\u00fchrte uns Manfred M\u00fcller, der Direktor der OGL, auf den Spuren Brochs und seiner Bekannten durch Alt-Wien. Thomas Macho hatte die anwesenden Referent*innen tags zuvor zu einem Dinner in einem sch\u00f6nen Lokal in der Naehe des IFK eingeladen. F\u00fcr die Gastfreundschaft sei hier Thomas Macho und Manfred M\u00fcller nochmals herzlich gedankt. Sehr informativ war auch ein Besuch der Referent*innen im Literaturmuseum der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek, in dem die Wiener Literaturmoderne zwischen 1888 und 1938 besonders gut vertreten ist. Die F\u00fchrung hatte der Direktor des Museums, Bernhard Fetz, \u00fcbernommen, der uns allen als Broch-Forscher bekannt ist. Angemerkt sei, dass zum Zeitpunkt des Symposiums Covid-19 sich zur\u00fcckgezogen hatte. Es war ein sch\u00f6nes Erlebnis, Wien bei seiner R\u00fcckkehr zum gewohnten Lebens-Rhythmus zu beobachten. Und wo, wenn nicht in Wien, kann man besonders gut Broch-Symposien veranstalten? Inzwischen ist der Sammelband, der das Symposium dokumentiert, in Arbeit und soll 2022 beim Wilhelm Fink Verlag erscheinen.<\/p>\n<p>Ende des gleichen Monats fand auch die (wegen Covid von 2020 auf 2021 verschobene) Tagung zu Brochs demokratie-theoretischen Arbeiten am Zentrum f\u00fcr Literaturwissenschaft (ZfL) in Berlin statt, wo die Direktorin des Zfl, Eva Geulen, Gastgeberin war. Daf\u00fcr sei ihr herzlich gedankt. Leider mussten wir aus einer Reihe von Gr\u00fcnden dieses Symposium ganz auf zoom-Teilnahme umstellen. Nichtsdestoweniger wurde es eine spannende Tagung. Veranstalter waren Daniel Weidner und ich, und wir bereiten gerade die Ver\u00f6ffentlichung vor. Sie soll beim Walter de Gruyter Verlag erscheinen.<\/p>\n<p>Zudem bereiten Doren Wohlleben und Sarah McGaughey ein Broch-Symposium vor, das vom 4.-5. Mai 2022 an der Universit\u00e4t Marburg stattfinden wird. Titel: \u201eFriedenspoetik Hermann Brochs: Transatlantische Perspektiven\u201c. Das Programm wird bald auf dieser IAB website angek\u00fcndigt werden. Wir freuen uns sehr, dass unsere beiden Vize-Pr\u00e4sidentinnen die Tagung veranstalten, und zudem hoffen wir sehr, dass wir anreisen k\u00f6nnen und nicht erneut (wie am ZfL in Berlin) uns nur elektronisch zuschalten k\u00f6nnen. F\u00fcr ihre Arbeit danke ich an dieser Stelle unseren beiden Vize-Pr\u00e4sident*innen ausdr\u00fccklich.<\/p>\n<p>Zeigen Sie uns immer an, wenn Sie neue Buchpublikationen (seien es Monografien oder Sammelb\u00e4nde) ver\u00f6ffentlicht haben. 2021 erschien im Wallstein Verlag der umfangreiche Band zum Thema \u201eAussteigen um 1900\u201c, den Barbara Mahlmann-Bauer und ich vor drei Jahren in Ascona auf dem Monte Verit\u00e0 veranstaltet hatten. Es war, wie Sie sich erinnern, eine auch atmosph\u00e4risch wunderbare Zusammenkunft, und von Covid 19 hatte damals noch niemand etwas geh\u00f6rt. Wir hoffen sehr, dass der Band viele Rezensent*innen finden wird.<\/p>\n<p>Ich selbst m\u00f6chte noch kurz auf mein Buch \u201eHermann Broch und die Menschenrechte: Anti-Versklavung als Ethos der Welt\u201c hinweisen, das vor einem halben Jahr beim Walter de Gruyter Verlag erschienen ist.<\/p>\n<p>International gesehen ist Broch weiterhin stark im Gespr\u00e4ch, denn jedes Jahr erscheinen in allen Teilen der Welt neue \u00dcbersetzungen seiner Werke. Der Suhrkamp Verlag pflegt das Werk des Autors und hat nicht nur die von mir zwischen 1974 und 1981 erschienene Kommentierte Werkausgabe schon vor zehn Jahren als eBook zug\u00e4nglich gemacht, sondern ver\u00f6ffentlicht zudem alle B\u00e4nde der Ausgabe, aber auch die zus\u00e4tzlich von mir edierten Briefb\u00e4nde Broch (etwa mit Hannah Arendt, Paul Federn, Ruth Norden etc.), die bei Suhrkamp erschienen sind, im Verfahren \u201eprinting on demand\u201c (POD). Wenn Sie also einen Band der Kommentierten Werkausgabe als vergriffen angezeigt sehen, k\u00f6nnen Sie ihn in jeder Buchhandlung mit dem Hinweis POD besetellen. Ansonsten gibt es inzwischen \u2013 wie Sie alle wissen &#8211; viele elektronische Wege, um an B\u00fccher heranzukommen, die ich hier nicht im Einzelnen beschreiben muss.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche allen Mitgliedern unseres Arbeitskreises Gesundheit und Wohlergehen im neuen Jahr, auch Freude an der Forschung, und zudem hoffe ich auf ein Wiedersehen in Marburg. Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen, Ihr Paul Michael L\u00fctzeler.<\/p>\n<p><a name=\"25_Jan_2021\"><\/a><strong>Subject: Bericht des Pr\u00e4sidenten \u00fcber das Jahr 2020<br \/>\nDate: 25 Jan 2021<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber das vergangene Jahr gibt es in Sachen des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch (IAB) nicht ganz so viel wie sonst zu berichten. Eigentlich h\u00e4tte im Mai 2020 die Tagung \u00fcber Brochs politisches Denken im amerikanischen Exil an dem von Eva Geulen geleiteten Zentrum f\u00fcr Literaturforschung (Zfl) \u2013 in Zusammenarbeit mit Daniel Weidner und mir &#8211; in Berlin stattfinden sollen. Diese Tagung musste wegen Covid-19 ausfallen, wird aber vom 23.-25. Juni 2021 nachgeholt. Drei Wochen zuvor wird in Wien das Symposion \u201eHermann Broch und die \u00f6sterreichische Moderne\u201c in Zusammenarbeit mit der \u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Literatur (OGL: Leitung Manfred M\u00fcller) und dem Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK: Leitung Thomas Macho) stattfinden, geleitet von Thomas Borgard, Friedrich Vollhardt und mir. Im Herbst 2020 erschien der Sammelband als Ergebnis der Tagung \u201eHermann Broch und Der Brenner\u201c, die am Brenner Archiv (Leitung Ulrike Tanzer) Anfang Juni 2019 stattgefunden hatte. Dieser Band mit dem gleichen Titel wurde von Markus Ender und mir herausgegeben (Innsbruck und Wien: StudienVerlag). Wir danken Ulrike Tanzer und ihren Mitarbeiter*innen nochmals f\u00fcr die Organisation des Symposiums und f\u00fcr die Aufnahme des Sammelbandes in ihre Reihe Edition Brenner-Forum. Mit Barbara Mahlmann-Bauer habe ich bis Anfang dieses Jahres den Sammelband der Brochtagung von Mitte August 2018 in Ascona zum Thema \u00fcber Brochs Werk im Kontext der Aussteiger vom Monte Verit\u00e0 vorbereitet. Er wird bald bei Wallstein in G\u00f6ttingen erscheinen, und wir werden ihn dann auf dieser Website anzeigen.<\/p>\n<p>Im Vorstand des Internationalen Arbeitskreises fand eine Ver\u00e4nderung statt. Michael Kessler aus T\u00fcbingen, vor zwanzig Jahren Mitbegr\u00fcnder des Arbeitskreises, wurde wegen seiner vielen Verdienste zum Ehrenmitglied des IAB ernannt. Er hat schon vor Gr\u00fcndung des Arbeitskreises die bisher gr\u00f6\u00dfte Broch-Tagung \u00fcberhaupt 1986 zum 100. Geburtstag Hermann Brochs als Gastgeber in Stuttgart organisiert. Als Auftakt zur Arbeit des IAB vor zwei Jahrzehnten fand auf seine Anregung hin erneut am gleichen Ort eine Brochkonferenz statt, deren Beitr\u00e4ge 2003 ver\u00f6ffentlicht werden konnten. Und ohne das von ihm organisierte Broch-Symposium in Weingarten h\u00e4tte unser Hermann-Broch-Handbuch nicht vor f\u00fcnf Jahren erscheinen k\u00f6nnen. Da er inzwischen das Pensionsalter erreicht hat und an seiner Akademie in Stuttgart keine Veranstaltungen mehr leiten kann, bat er darum, als Vizepraesident des IAB zur\u00fccktreten zu k\u00f6nnen. Daraufhin haben mit seinem Einverst\u00e4ndnis zwei Nachfolgerinnen das Amt angetreten: das bisherige Vorstandsmitglied und Webmaster des IAB Sarah McGaughey vom Dickinson College und das bisherige Vorstandsmitglied Doren Wohlleben von der Universit\u00e4t Marburg.<\/p>\n<p>Nun besteht der IAB seit 20 Jahren und wir k\u00f6nnen auf eine ganze Reihe von Tagungen und deren Dokumentationen in Sammelb\u00e4nden zur\u00fcckblicken. Sie haben die internationale Brochforschung entscheidend belebt, und wir sollten sehen dass wir in dem Jahres- oder Zweijahres-Rhythmus der Broch-Symposie bleiben. F\u00fcr 2022 ist bereits eine weitere Brochtagung in Planung, \u00fcber die bei Gelegenheit berichtet wird. Wer in den Jahren 2023 oder 2024 gerne an der Heimat-Universit\u00e4t oder an einem Forschungszentrum eine Brochtagung vorbereiten m\u00f6chte, m\u00f6ge mir bitte schreiben, damit wir Details diskutieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Euch allen ein gutes neues Jahr, in der sich Covid-19 hoffentlich sehr bald zur\u00fcckziehen wird, Paul Michael L\u00fctzeler (St. Louis im Januar 2021).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center\"><a name=\"6_Jan_2020\"><\/a>Rundschreiben vom Jahr 2019 und fr\u00fcher<\/h3>\n<p><a href=\"#31_Dez_2018\">Rundbrief zum Jahreswechsel (2018\/19)<\/a> | <a href=\"#31_Dez_2017\">3 Jan 2017<\/a> | <a href=\"#31_Dez_2016\">31 Dez 2016<\/a> | <a href=\"#16_Dez_2015\">16 Dez 2015 (Rundbrief 2015)<\/a> | <a href=\"#29_Dez_2014\">29 Dez 2014 (Jahresbericht des IAB)<\/a> | <a href=\"#5_Jan_2014\">5 Jan 2014 (Rundbrief an alle Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch)<\/a> |<a href=\"#27_Dez_2012\"> 27 Dez 2012 (Rundschreiben zum Jahreswechsel 2012\/13)<\/a> | <a href=\"#1_Jan_2012\">1 Jan 2012 (Rundschreiben zum Jahreswechsel 2011\/2012)<\/a> | <a href=\"#19_Dez_2009\">19 Dez 2009 (Rundschreiben zum Jahreswechsel 2009\/2010)<\/a> | <a href=\"#19_Dez_2008\">19 Dez 2008 (Rundschreiben zum Jahreswechsel 2008\/2009)<\/a> | <a href=\"#16_Dez_2007\">16 Dez 2007 (Rundschreiben zum Jahreswechsel 2007\/2008)<\/a> |<a href=\"#8_Jan_2007\">8 Jan 2007 (Rundschreiben zum Jahreswechsel 2006\/2007)<\/a> | <a href=\"#19_Dez_2004\">19 Dez 2004 (IAB Bericht und &#8220;Call for Papers&#8221;)<\/a> | <a href=\"#24_April_2004\">24 April 2004 (Programm der Broch-Tagung in Dortmund)<\/a> | <a href=\"#3_Jan_2004\">3 Jan 2004 (Neujahrs-Rundschreiben)<\/a> | <a href=\"#23_Okt_2003\">23 Okt 2003 (MLA Dates)<\/a> | <a href=\"#22_Okt_2003\">22 Okt 2003 (MLA Session on Broch)<\/a> | <a href=\"#23_Aug_2003\">23 Aug 2003 (Broch-Tagung in Dortmund)<\/a> | <a href=\"#8%20Feb%202003\">8 Feb 2003 (Drei Broch-Tagungen und anderes)<\/a> | <a href=\"#17%20Jan%202002\">17 Jan 2002 (Doktoranden-Projekte, Symposien, Publiktionen)<\/a> | <a href=\"#10%20Jan%202002\">10 Jan 2002 (MLA)<\/a> | <a href=\"#26%20Dec%202001\">26 Dec 2001 (PS)<\/a> | <a href=\"#24%20Dec%202001\">24 Dec 2001 (Ein gutes neues Jahr)<\/a> | <a href=\"#26%20Sep%202001\">26 Sept. 2001 (Erster Brief)<\/a><\/p>\n<p><strong>Subject: Broch-Rundschreiben 2019<br \/>\nDate: 06 Jan 2020<\/strong><\/p>\n<p>Wie immer Ende Dezember: die besten W\u00fcnsche zum neuen Jahr \u2013 diesmal 2020 \u2013 f\u00fcr alle Mitglieder unseres Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch. Die beiden H\u00f6hepunkte in der Brochforschung waren in diesem Jahr ein Sammelband und eine Tagung: Zum einen der Band \u201eA Companion to the Works of Hermann Broch\u201c, herausgegeben von Graham Bartram, Sarah McGaughey und Galin Tihanov, erschienenen bei Camden House in Rochester, N.Y., zum anderen die internationale Tagung \u201eBroch und der \u201aBrenner\u2018\u201c in Innsbruck Anfang Juni, die von Paul Michael L\u00fctzeler zusammen mit den Innsbrucker Kolleg*innen Ulrike Tanzer und Markus Ender vorbereitet wurde. Zu dem \u201eCompanion\u201c-Band trugen elf der f\u00fchrenden Broch-Forscher*innen bei, und bei dem Symposium referierten ebenfalls elf Wissenschaftler*innen. \u201eA Companion to the Works of Hermann Broch\u201c bedeutet \u2013 vergleichbar dem vor drei Jahren erschienenen \u201eHermann Broch Handbuch\u201c \u2013 einen Schub innerhalb der Brochforschung, enth\u00e4lt er doch Beitr\u00e4ge von bew\u00e4hrten wie jungen Referent*innen. Dominierte im Handbuch die deutschsprachige Forschung, so im Companion die angels\u00e4chsische Kritik. Es ist wichtig, dass die Stimmen zu Broch sowohl auf Deutsch wie auf Englisch geh\u00f6rt werden. In der internationalen Germanistik ist die lingua franca zwar nach wie vor das Deutsche (das zeigen auch die alle f\u00fcnf Jahre stattfindenden IVG-Kongresse), aber das Englische garantiert eine globale Wahrnehmung des Autors auch bei literarisch und kulturkritisch Interessierten, die der deutschen Sprache nicht m\u00e4chtig sind. Sicher wird \u00fcber Broch auch in einer ganzen Reihe von anderen Sprachen publiziert, aber keine dieser Publikationen gewinnt so viel Aufmerksamkeit wie jene, die auf Deutsch und auf Englisch erscheinen. Die Tagung in Innsbruck besch\u00e4ftigte sich vor allem mit dem Fr\u00fchwerk Broch, das ohne den Kontakt zu Ludwig von Ficker als Herausgeber der Zeitschrift \u201eDer Brenner\u201c nicht denkbar ist. Die ersten Essays Brochs erschienen dort, und die Spurensuche der fr\u00fchen Wirkungen auf das sp\u00e4tere Werk war sehr ergiebig. Markus Ender und ich bereiten gerade die Dokumentation des Symposiums in der Reihe \u201eBrenner-Studien\u201c vor, die vom Brenner-Archiv, deren Direktorin Ulrike Tanzer ist, herausgegeben wird. Wir hoffen, dass der Band dort 2020 erscheinen kann. Symposien sind mehr als aneinandergereihte Vortr\u00e4ge. Das Sch\u00f6ne an ihnen sind die Diskussionen im Plenum und die Gespr\u00e4che am Rand, die sich auch bei dem wunderbaren Ausflug nach M\u00f6sern in Tirol ergaben, zu jenem Dorf, in dem Broch 1935\/36 im Klotz-Hof seinen Roman \u201eDie Verzauberung\u201c schrieb. Die Klotz-Familie bewirtschaftet in der Enkelgeneration den Hof immer noch, und man freute sich \u00fcber unseren Besuch. Seit den 1960er Jahren erinnert eine Gedenktafel am Klotz-Hof an die Zeit Brochs in M\u00f6sern. Die Wanderungen auf den Spuren Brochs, bei denen wir auch einen als \u201eBroch-Weg\u201c ausgewiesenen Pfad entdeckten, mit den Blicken in die \u201everzaubernde\u201c Tiroler Bergwelt ist uns in bester Erinnerung, wie auch die Besichtigung der dortigen Friedensglocke und das Abendessen in einem ausgezeichneten Restaurant des Ortes. Unser Dank gilt vor allem Ulrike Tanzer, die das Symposium und den Ausflug erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>Und im Jahr 2019 haben wir auch weitere Broch-Symposien in Berlin und Wien vorbereitet, doch dar\u00fcber wird dann in Zukunft zu berichten sein. Im Augenblick arbeiten Barbara Mahlmann und ich noch an der Edition der Beitr\u00e4ge zum Ascona-Symposium von 2018. Erm\u00fcdungserscheinungen zeigt der Internationale Arbeitskreis Hermann Broch nicht. Wir sind immer dankbar f\u00fcr neue Anregungen, und das gilt auch f\u00fcr \u00dcbersetzungen von Brochs Werken in andere Sprachen. Gefreut haben wir uns sehr dar\u00fcber, dass in diesem Jahr ein Mitglied unseres Vorstands, Doren Wohlleben, eine regul\u00e4re Professur an der Universit\u00e4t Marburg antreten konnte. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch! Viele von Euch werden sich an die von ihr organisierte Tagung \u00fcber Broch und die Romantik in M\u00fcnchen (Siemens-Stiftung) erinnern. Hinweisen m\u00f6chte ich auch noch einmal auf den Band, der vor l\u00e4ngerer Zeit das Ergebnis von Broch-Tagungen in Wien und Montreal gewesen ist, der zwar schon 2018 erschien aber erst 2019 die interessierten Leser*innen erreichte: \u201eHermann Broch und die \u00d6konomie\u201c, hg. von Bernhard Fetz, J\u00fcrgen Heizmann und Paul Michael L\u00fctzeler (Wuppertal: Arco, 2018, 290 pp.). Wiederholter Dank gilt Sarah McGaughey, die als Webmaster eine der wichtigsten Aufgaben in unserem Arbeitskreis wahrnimmt. F\u00fcr heute nochmals die besten W\u00fcnsche zum 2020er Jahr, besonders was Gesundheit und Wohlergehen betrifft, Mike<\/p>\n<p><a name=\"31_Dez_2018\"><\/a><strong>Subject: Rundbrief zum Jahresende von 2018<br \/>\nDate: 31 Dez. 2018<\/strong><\/p>\n<p>Schon wieder ein Jahr vorbei, und es gilt einiges Wichtige zu berichten. Wir organisieren ja (von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen) jedes Jahr ein internationales Broch-Symposium, und diesmal konnten wir es in Ascona auf dem Monte Verit\u00e0 veranstalten. Das verdanken wir Barbara Mahlmann von der Universit\u00e4t Bern, die mit ihren guten Schweizer Verbindungen und ihrem administrativen Geschick f\u00fcr die Tagung Unterst\u00fctzung der Stiftung Congressi Stefano Franscini und der ETH Z\u00fcrich erhalten konnte. Sie fand in der s\u00fcdlichsten (italienischsprachigen) Ecke der Schweiz statt \u2013 in einer der sch\u00f6nsten Landschaften Europas. Die Tagung plante ich zusammen mit Barbara Mahlmann. Wir enschieden uns, einmal etwas Neues auszuprobieren. Brochs Dichtungen wimmeln ja nur so von Aussteiger-Figuren jeder Art, und ein Symposium zu dem Thema war \u00fcberf\u00e4llig. Da aber Broch \u2013 nach allem, was wir wissen \u2013 nie in Askona gewesen ist und er keinen direkten Kontakt zu den Aussteigern (Lebensreformern) auf dem Monte Verit\u00e0 hatte, luden wir zehn ReferentInnen zu Broch und zehn allgemein zur Reformbewegung des fr\u00fchen 20. Jahrhunderts ein. Das war ein gutes Arrangement. Wir arbeiten gerade daran, den richtigen Verlag f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung zu finden und sollten da bald zu einer Entscheidung kommen. Wir begr\u00fc\u00dfen Barbara Mahlmann nun auch als neues Mitglied des IAB Vorstands. Da wir auch immer wichtige neue Ver\u00f6ffentlichungen aus dem Werk Brochs erw\u00e4hnen, sei die von mir edierte umfangreiche Korrespondenz genannt, die zur Buchmesse von 2018 beim Wallstein Verlag in G\u00f6ttingen erschien: Hermann Broch und Frank Thiess: Briefwechsel 1929-1938 und 1948-1951. W\u00e4re sch\u00f6n, wenn Ihr den wichtigen Band f\u00fcr Eure Uni-Bibliothek (oder auch f\u00fcr die eigene) bestellen k\u00f6nntet. In der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt gibt es eine eigene Exilliteratur-Abteilung. Sie lud den Verleger (Thedel v. Wallmoden) und mich im Dezember zu einer Vorstellung des Bandes ein. Das war eine gut besuchte Veranstaltung, und ich war \u00fcberrascht, wie stark man an Broch und an dem (fast vergessenen) Thiess interessiert war. Das Besondere an der Korrespondenz ist ja, dass hier ein Vertreter des Exils und der inneren Emigration sich auch noch nach dem Krieg etwas zu sagen haben. Ganz abgesehen von den Einsichten, die die Briefe vermitteln: in die Zeit der Weimarer Republik, der beiden Diktaturen in Deutschland und \u00d6sterreich und in die Nachkriegszeit Amerikas wie der jungen Bundesrepublik Deutschland. Im kommenden Jahr (vom 3.-5 Juni 2019) findet dann eine weitere Broch-Tagung statt, diesmal in Innsbruck: Ulrike Tanzer stellt dankenswerterweise das von ihr geleitete Brenner-Archiv f\u00fcr das Symposium zur Verf\u00fcgung, denn es geht um Brochs Beziehungen zum \u201eBrenner\u201c, die es nicht nur kurz vor dem Ersten Weltkrieg gab, sondern (mit Ludwig von Ficker) bis in die sp\u00e4ten 1930er Jahre reichte. Wir werden das Programm bald in diese website aufnehmen. W\u00e4re sch\u00f6n, wenn m\u00f6glichst viele von Euch kommen k\u00f6nnten. Auch Innsbruck ist immer eine Reise wert. Ansonsten meine j\u00e4hrliche Bitte an alle Mitglieder: macht auch die j\u00fcngeren KollegInnen, die sich f\u00fcr Broch interessieren, auf den IAB aufmerksam, und wenn jemand wieder eine gute Idee f\u00fcr ein Broch-Symposium hat, lasst es mich bitte wissen. Wie jedes Jahr m\u00f6chte ich daran erinnern, dass es an der Yale University (Beinecke Rare Book Library) und am Deutschen Literaturarchiv in Marbach die beiden gro\u00dfen Broch-Archive gibt, und dass beide Institutionen \u00fcber Forschungs-Stipendien verf\u00fcgen, um die man sich bewerben kann.<\/p>\n<p>Einschlie\u00dfen in den Dank m\u00f6chte ich auch unseren Vize-Pr\u00e4sidenten Michael Kessler und unsere webmaster Sarah McGaughey, die ich k\u00fcrzlich bei einer Veranstaltung in T\u00fcbingen sprechen konnte, und die immer mitdenken und mithandeln, also unerlaesslich sind. Mit allen guten W\u00fcnschen f\u00fcr 2019 bin ich herzlich gruessend, Euer Mike aus St. Louis.<\/p>\n<p>P.S. Ich bitte um Entschuldigung, denn ich\u00a0verga\u00df im Rundbrief zu erw\u00e4hnen, dass im letzten Jahr ein Sammelband \u00fcber Broch erschienen ist, der das Ergebnis einer von Bernhard Fetz in Wien und einer von Juergen Heizmann in Montreal organisierten Tagung war, die ich mit beiden geplant hatte:<\/p>\n<p><em><strong>Hermann Broch und die \u00d6konomie<\/strong><\/em><strong>. Hg. von\u00a0Bernhard Fetz, J\u00fcrgen Heizmann\u00a0und Paul Michael L\u00fctzeler (Wuppertal: Arco, 2018, 290 pp.) <\/strong><\/p>\n<p>An die Tagungen seinerzeit in der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek und der University of Montreal denken wir besonders gerne zur\u00fcck. Sch\u00f6n, dass der Band nun endlich erscheinen konnte (die Verz\u00f6gerung lag nicht an den Herausgebern).<\/p>\n<p>Gru\u00df,<br \/>\nMike<\/p>\n<p><a id=\"29_Dez_3\" name=\"31_Dez_2017\"><\/a><strong>Subject: IAB-Rundschreiben 2017: Gru\u00dfwort zum Jahresende<br \/>\nDate: 3 Jan. 2017<\/strong><\/p>\n<p>Wieder zur Jahreswende die besten W\u00fcnsche an alle Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch (IAB): Gesundheit und Wohlergehen, Freude am Unterrichten und an der Forschung. F\u00fcr Ihre Mitarbeit und Ihr Mitdenken, f\u00fcr Ihre Vorschl\u00e4ge und Ideen zu den Broch-Symposien bin ich Ihnen sehr verbunden. Am Anfang gilt mein Dank wie immer unserem Vizepr\u00e4sidenten Michael Kessler sowie unserem webmaster Sarah McGaughey, ohne deren kollegiale Kooperation es den Arbeitskreis nicht g\u00e4be.<\/p>\n<p>In diesem Jahr fand zwar kein Broch-Symposium statt, doch ist gerade die Dokumentation der Broch-Konferenz in Zadar vom September 2016 erschienen: Tomislav Zelic, Zaneta Sambunjak, Paul Michael L\u00fctzeler (Hg.): <em>Hermann Broch im Kontext der Donaumonarchie<\/em> (T\u00fcbingen: Stauffenburg, 2017), 260 Seiten, kart. EUR 44,\u2013 ISBN 978-3-95809-326-3. Anzuzeigen gilt es auch den vor einem Monat erschienenen Band 4 des <em>Jahrbuchs f\u00fcr europ\u00e4isch-j\u00fcdische Literaturstudien<\/em>, eine Zeitschrift, die von Vivian Liska mitherausgegeben wird, die vor zwei Jahren das Symposium \u00fcber j\u00fcdisches Denken bei Broch an ihrem Institut der Universit\u00e4t Antwerpen im Gedenken an ihren Lehrer Jean-Paul Bier veranstaltet hatte. Der Band enth\u00e4lt \u2013 von Arvi Sepp und mir herausgegeben und eingeleitet \u2013 die \u00fcberarbeiteten Vortr\u00e4ge des Antwerpener Symposiums. Das Jahrbuch erscheint bei Walter de Gruyter in Berlin. K\u00f6nnten Sie die beiden B\u00e4nde f\u00fcr sich oder Ihre Uni-Bibliothek bestellen? Und auch f\u00fcr eine Zeitschrift besprechen? Das w\u00e4re bestimmt in unser aller Interesse. \u00dcber die Tagungen selbst habe ich schon bei fr\u00fcherer Gelegenheit berichtet.<\/p>\n<p>Zu erw\u00e4hnen ist, dass das von Michael Kessler und mir edierte <em>Hermann Broch Handbuch<\/em>, das 2016 erschienen ist, gro\u00dfen Zuspruch gefunden hat. Englischsprachige Rezensionen sind schon in <i>Monatshefte<\/i> und <i>German Studies Review<\/i> erschienen. Besonders beeindruckt hat uns die zwanzigseitige Besprechung von Elena Agazzi in einer italienischen Fachzeitschrift. Wenn man ihrem Beispiel folgen k\u00f6nnte (auch wenn die Rezension dann k\u00fcrzer ausfiele), w\u00fcrde es uns freuen.<\/p>\n<p>Im kommenden Jahr (vom 15.-18. August 2018) findet unter der Leitung von Barbara Mahlmann (Universit\u00e4t Bern) und in Zusammenarbeit mit dem IAB in Ascona\/Schweiz eine Tagung statt zum Thema: \u00a0<em>Aussteigen und Aussteiger \u2013 eine Vision der Jahrhundertwende und im Schaffen Hermann Brochs<\/em>, und zwar, was im w\u00f6rtlichen Sinne naheliegt, auf dem Monte Verit\u00e0 in Ascona, der seit der Zeit um 1900 als Aussteiger-Reform-Vision\u00e4r-Ort schlechthin fungierte. Es ist also eine Tagung \u00fcber Broch, doch im Kontext der alternativen Bewegungen, die mit dem Monte Verit\u00e0 verbunden werden. Das hei\u00dft, dass nicht jeder der Beitr\u00e4ge sich direkt mit dem Werk Brochs besch\u00e4ftigt. Wir w\u00fcrden uns freuen, wenn so viele BrochforscherInnen wie m\u00f6glich zu dieser Tagung kommen k\u00f6nnten, die in einer der sch\u00f6nsten Gegenden Europas am Lago Maggiore stattfinden wird. Im Jahr darauf, vom 3.-5. Juni 2019, wird Ulrike Tanzer, die Direktorin des Forschungsinstituts Brenner-Archiv an der Universit\u00e4t Innsbruck \u2013 ebenfalls in Kooperation mit dem IAB &#8211; \u00a0das Symposium \u201eBroch und der \u201aBrenner\u2018\u201c veranstalten, d.h. eine Tagung, in der die vielf\u00e4ltigen Beziehungen Brochs zu der Innsbrucker Kulturzeitschirft ins Zentrum ger\u00fcckt werden. Dazu dann in einem Jahr noch weitere Details. Auch Innsbruck ist immer eine Reise wert. Wir sind Barbara Mahlmann und Ulrike Tanzer sehr dankbar, dass Sie die Leitung dieser Symposien \u00fcbernommen haben, denn ohne ein solches Engagement von Broch-Interessierten am Ort g\u00e4be es solche Veranstaltungen nicht.<\/p>\n<p>Gut w\u00e4re es, wenn zus\u00e4tzlich zu solchen Tagungen \u2013 wie das fr\u00fcher \u00f6fters der Fall war\u00a0 \u2013 auch Broch-Sektionen organisiert w\u00fcrden bei Jahrestagungen etwa der German Studies Association oder der Modern Language Association. Wenn da erneut Initiativen ergriffen w\u00fcrden, w\u00e4re das sehr sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Erinnern m\u00f6chte ich auch nochmals daran, dass es sowohl an der Beinecke Rare Book Library (Broch Archives) der Yale University wie auch beim Deutschen Literaturarchiv (DLA) in Marbach, das ebenfalls ein gro\u00dfes Broch-Archiv beherbergt, Stipendien gibt, um die sich Brochforscher bewerben k\u00f6nnen. An der Beinecke Library existiert seit mehr als einem Vierteljahrhundert ein eigenes Broch-Stipendium, um das sich schon viele Broch-ForscherInnen mit Erfolg beworben haben. Nach dem Tod von Sachiko Broch de Rothermann konnte das Broch-Stipendium in Marbach nicht erneuert werden, aber auch dort bewerben sich Broch-Forscher erfolgreich um allgemeine Stipendien, die auf der Website des DLA zu finden sind.<\/p>\n<p>Da Sachiko Broch de Rothermann durch ihren Tod nicht mehr unser Ehrenmitglied sein kann, habe ich Wolfgang Kau\u00dfen gefragt, ob er Ehrenmitglied werden m\u00f6chte, und er hat zugesagt. Er hat sich um das Werk Hermann Brochs verdient gemacht. Seit 15 Jahren betreut er als Lektor den Autor Hermann Broch im Suhrkamp Verlag. Ihm haben wir nicht nur die elektronische Ausgabe der Kommentierten Werkausgabe und meiner Broch-Biographie zu verdanken, sondern auch die Tatsache, dass es Broch-B\u00e4nde auch als <em>printing on demand<\/em> gibt. Er gab mir beim letzten Besuch im Sommer die beiden Briefb\u00e4nde Brochs mit seiner Frau Annemarie Meier-Graefe und mit seiner Freundin Ruth Norden, die ich vor einer ganzen Reihe von Jahren ediert habe, in der <em>printing on demand<\/em> Fassung mit, und die sind v\u00f6llig identisch mit den Originalausgaben.<br \/>\nAn alle IAB-Mitglieder wie jedes Jahr die Bitte: Werben Sie neue Mitglieder an, ob Studierende oder Lehrende, und \u00fcberlegen Sie, ob Sie in den kommenden Jahren in Zusammenarbeit mit dem IAB eine Tagung ausrichten m\u00f6chten zu einem Thema, das Ihnen liegt und Ihnen wichtig ist.<\/p>\n<p>Ich freue mich immer, von Ihnen zu h\u00f6ren, und so verbleibe ich mit nochmals allen guten W\u00fcnschen f\u00fcr das neue Jahr,<\/p>\n<p>Ihr Paul Michael L\u00fctzeler bzw. Euer Mike aus St. Louis.<\/p>\n<p><a id=\"29_Dez_2\" name=\"31_Dez_2016\"><\/a><strong>Subject: IAB-Rundschreiben 2016<br \/>\nDate: 31 Dez. 2016<\/strong><\/p>\n<p>Rundschreiben: Grusswort zum Jahresende von 2016<\/p>\n<p>Es hat inzwischen Tradition, dass ich als IAB Pr\u00e4sident noch einmal \u00fcber die Aktivit\u00e4ten des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch im zu Ende gehenden Jahr berichte. Am Anfang steht wieder der Dank an den Vizepr\u00e4sidenten, Michael Kessler, an Sarah McGaughey als webmaster sowie an alle Mitglieder des Vorstands, der inzwischen recht gross geworden ist. Jeder, der eine Brochtagung veranstaltet hat, wird in den Vorstand aufgenommen. Das ist eine Regel, die sich bew\u00e4hrt hat. Ganz zu Anfang dieses Jahres \u00a0erschien bei De Gruyter in Berlin das Hermann Broch Handbuch, \u00fcber das wir bereits im Rundbrief von 2015 berichteten. Es ware sch\u00f6n, wenn sich aus dem Kreis der IAB-Mitglieder viele f\u00e4nden, die den Band besprechen warden. Er ist zweifellos eine herausragende Publikation unter den vielen Broch-B\u00e4nden, die als Ergebnis von Broch-Symposien erschienen sind. In der Mitte des Jahres erschien (Resultat der von Elena Agazzi an der Universit\u00e4t Bergamo initiierten Tagung) der sch\u00f6ne Band zu \u201cHermann Brochs Vergil-Roman\u201d beim Stauffenburg Verlag in T\u00fcbingen. Auch auf ihn m\u00f6chte ich mit Nachdruck hinweisen, und auch hier w\u00e4re es angemessen, wenn viele Besprechungen \u00fcber den Band in germanistischen Zeitschriften erscheinen w\u00fcrden. Die Ergebnisse der Antwerpener Tagung vom Herbst vorigen Jahres zu Brochs j\u00fcdischem Denken werden im kommenden Jahr in dem von Vivian Liska mitherausgegebenen \u201cJahrbuch f\u00fcr europ\u00e4eisch-j\u00fcdische Literaturstudien\u201d erscheinen, das beim De Gruyter Verlag publiziert wird. Vivian Liska \u2013 unterst\u00fctzt durch Arvi Sepp &#8211; war die Gastgeberin der Tagung an dem von ihr geleiteten Institute for Jewish Studies der Universit\u00e4t Antwerpen. Diese Publikation f\u00fcllt eine L\u00fccke in der Brochforschung. Sie bildet keinen Abschluss, sondern ist gedacht als Anregung zu weiteren Studien zu diesem Thema, das in Brochs Leben von Anfang an bestimmend war.<br \/>\nEin sch\u00f6ner Tagungsort war auch Zadar an der dalmatinischen K\u00fcste Kroatiens Ende August\/Anfang September dieses Jahres. Tomislav Zelic und Zaneta Sambunjak waren umsichtige und freundliche Gastgeber, und das Ambiente dieser uralten Stadt, an deren Baudenkm\u00e4lern man die r\u00f6mische Antike, das romanische Mittelalter, die Zeit der Venezianischen und der sp\u00e4teren alt-\u00f6sterreichischen Herrschaft ablesen konnte, trug mit dazu bei, dass wir die Habsburgische Zeit als Ergebnis vieler dialogisch angelegter europ\u00e4ischer Kulturssprachen verstanden. Welcher Ort w\u00e4re geeigneter gewesen, Brochs Werk im Kontext dieser Multikultur um 1900 zu lesen und zu verstehen. Tomislav Zelic sammelt gerade die zu Aufs\u00e4tzen ausgearbeiteten Vortr\u00e4ge ein, und wir hoffen, dass der Tagungsband im Jahr 2017 erscheinen kann. Im Augenblick werden weitere Tagungen vorbereitet, eine von Barbara Mahlmann an der Universit\u00e4t Bern, eine weitere von Ulrike Tanzer, die das Brenner-Archiv an der Universit\u00e4t Klagenfurt leitet. Barbara Mahlmann ist fasziniert von den Aussteiger-Figuren in Brochs Romanen und sieht dieses dominante Thema im Kontext der Kulturkritik, wie sie sich mit dem Monte Verit\u00e0 verbindet. Ulrike Tanzer verwaltet jenes Archiv, in dem sich die fr\u00fchesten von Brochs literarischen und kritischen Studien finden, die der Autor vor dem Ersten Weltkrieg an Ludwig von Ficker schickte, und die zum Teil in dessen Kulturzeitschrift \u201cDer Brenner\u201d publiziert wurden. Da Broch bis zur Emigration mit Ludwig von Ficker in Kontakt blieb, wird das gesamte Werk Brochs bis 1938 Thema dieser Tagung sein. Beide Symposien werden 2018 stattfinden, so dass sich voraussichtlich keine Broch-Konferenz im Jahr 2017 ergeben wird. Es ist aber angemessen, dass 2018 zwei Tagungen stattfinden warden, denn es ist dann 80 Jahre her, dass Broch wegen des \u201cAnschlusses\u201d nach England und von dort in die Vereinigten Staaten fliehen musste. Ich selbst bereite f\u00fcr den Herbst 2017 die Edition des Briefwechsels zwischen Hermann Broch und Frank Thiess vor, der zun\u00e4chst von 1929 bis 1938, dann erneut von 1948 bis 1951 reicht und ein neues Licht auf das Neben- und Ineinander von Exil und Innerer Emigration wirft. Erw\u00e4hnenswert ist auch, dass immer mehr B\u00e4nde der Kommentierten Werkausgabe Broch, wie sie im Suhrkamp Verlag erschienen ist, nun durch \u201cprinting on demand\u201d zug\u00e4nglich werden. Wenn also in einer Buchhandlung ein Brochband, den Sie erwerben m\u00f6chten, nicht greifbar ist, kann man ihn nichtsdestoweniger bestellen und erh\u00e4lt ihn dann mittels \u201cprinting on demand\u201d innerhalb sehr kurzer Zeit.\u00a0 Und denken Sie auch daran, dass es an der Beinecke Rare Book Library der Yale University in New Haven ein Hermann Broch Fellowship gibt, um das man sich bewerben sollte, wenn man das Material benutzen m\u00f6chte, das im dortigen Broch-Archiv greifbar ist. Auch das Deutsche Literaturarchiv in Marbach, das das zweitgr\u00f6\u00dfte Broch-Archiv beherbergt, vergibt Stipendien, die f\u00fcr Broch-Forscher von Interesse sind.<br \/>\nLassen Sie uns immer wissen, wenn Sie Buchpublikationen \u00fcber Broch abschlie\u00dfen bzw. publizieren, damit wir sie auf unserer website nennen k\u00f6nnen. F\u00fcr das neue Jahr die besten W\u00fcnsche: vor allem Gesundheit und Erfolg. Auf weitere gute Zusammenarbeit hofft<\/p>\n<p>Ihr Paul Michael L\u00fctzeler bzw. Euer Mike.<\/p>\n<p><a id=\"29_Dez_\" name=\"16_Dez_2015\"><\/a><strong>Subject: Rundbrief 2015<br \/>\nDate: 16 Dec 2015<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des IAB,<\/p>\n<p>Wieder ein Jahresende, wieder ein paar Gru\u00dfworte vom Pr\u00e4sidenten. In diesem Jahr sind zwei positive Ereignisse zu vermelden: einmal die Tagung zum j\u00fcdischen Denken bei Broch an der Universit\u00e4t Antwerpen, zum anderen das Erscheinen des Hermann Broch Handbuchs. Die Tagung in Antwerpen ist von Vivian Liska und mir lange vorbereitet worden und war ein Erfolg. Ich selbst konnte wegen einer kurz vorher erfolgten Retina-Operation am linken Auge nicht hinfahren, denn mir wurde wegen der Art der Operation f\u00fcr \u00fcber zwei Monate Flugverbot erteilt. Das Symposium fand vom 21.-23. Oktober d.J. am Institute for Jewish Studies der Universit\u00e4t Antwerpen statt. Dessen Direktor ist Vivian Liska. Sie ist inzwischen \u2013 wie alle Veranstalter von Broch-Symposien \u2013 Mitglied des IAB-Vorstands geworden. ReferentInnen waren (der Reihenfolge im Programm folgend): Daniel Weidner, Hartmut Steinecke, Martin Klebes, Ashraf Noor, Jana Schmidt, Barbara Picht, Helga Mitterbauer, Rosanne Ceuppens, Sebastian Wogenstein und Gunter Martens. Im Augenblick sammeln wir die Beitr\u00e4ge, die m\u00f6glichst im Jahr 2016 als Band erscheinen sollen. Vivian Liska als Gastgeberin und Mitorganisatorin unseren herzlichen Dank. Dass ich die Tagung in dieser alten und so sehenswerten Stadt Antwerpen \u2013 die in meiner Kindheit und Jugend f\u00fcr uns ein Ausflugsziel war \u2013 verpassen musste, hat mich sehr geschmerzt. Der Dank gilt auch Arvi Sepp, dem Mitarbeiter von Vivian Liska, der als Redakteur des geplanten Bandes Mitherausgeber sein wird. Wir hatten das Symposium in Erinnerung an Jean-Paul Bier veranstaltet, einem der wichtigen europ\u00e4ischen Brochforscher der 1970er Jahre und ein Experte auf dem Gebiet der Exilliteratur. Er war der Doktorvater von Vivian Liska. Ich selbst lernte Jean-Paul Bier auf einer Tagung \u00fcber \u00f6sterreichische Exilliteratur 1975 in Wien kennen, und er lud mich im Jahr darauf zu einem Broch-Vortrag nach Antwerpen ein. Ich wei\u00df, dass die Tagung sehr in seinem Sinne ist.<\/p>\n<p>Das Hermann Broch Handbuch ist zwar mit der Jahreszahl 2016 als Erscheinungsdatum versehen, doch ist es bereits erschienen, und die zahlreichen Beitr\u00e4ger werden inzwischen ihre Belegexemplare erhalten haben. Wir haben lange daran gearbeitet, doch hat sich die Zeitinvestition gelohnt. Michael Kessler war die treibende Kraft bei dem Unternehmen: ohne seine Anregung zum Projekt und ohne die von ihm geleitete Redaktions-Tagung in der Abtei Weingarten im Mai 2011 w\u00e4re aus dem Band nichts geworden. So gilt hier unserem Vize-Pr\u00e4sidenten unser besonderer Dank. K\u00f6nnt Ihr so gut sein, das Handbuch f\u00fcr Euch selbst oder f\u00fcr Eure Seminar- oder Universit\u00e4tsbibliothek zu bestellen? Die bibliografische Information: <strong>Hermann Broch Handbuch, hg. v. Michael Kessler und Paul Michael L\u00fctzeler (Berlin und Boston: De Gruyter, 2016) XV, 670 Seiten, ISBN 978-3-11-020071-3, EPUB ISBN 978-3-11-038905-0. <\/strong>Und wenn Ihr \u2013 abgesehen nat\u00fcrlich von den Beitr\u00e4gern \u2013 eine Besprechung in einer Fachzeitschrift platzieren k\u00f6nntet, w\u00e4ren wir Euch nat\u00fcrlich sehr verbunden.<\/p>\n<p>Dank gilt auch Sarah McGaughey. Aus irgendeiner neuen Regel meiner Universit\u00e4t heraus musste die Website des IAB eine neue akademische Heimat suchen. Sarah, unser webmaster, hat es geschafft, die IAB Website am Dickinson College, wo sie unterrichtet und die deutsche Abteilung leitet, unterzubringen. Es ist auch sinnvoll, dass die Website dort ist, wo der webmaster unterrichtet. Wir haben seit einigen Jahren \u00fcber 200 Mitglieder, und wenn Ihr ab und zu neue KollegInnenn oder DoktorandInn trefft, die an Broch interessiert sind: seid so gut und weist sie auf den IAB hin. Die Mitgliedschaft ist ja kostenfrei.<\/p>\n<p>Bis zum Jahr 2012 (bis zur Tagung \u00fcber Broch und die Romantik in M\u00fcnchen) ist Sachiko Broch de Rothermann zu jedem Broch-Symposium angereist. Ihre Begr\u00fc\u00dfungsworte, Ihre Erinnerungen an Brochs Sohn, H.F. Broch de Rothermann, haben wir in bester Erinnerung. Vor einem halben Jahr musste sie aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden von New York nach Tokyo, also in ihre Heimatstadt, umziehen. Ihr Bruder hat sie abgeholt. Und von ihm erhielt ich heute die traurige Nachricht, dass Sachi vor zwei Wochen, am 24. November, ihrer Lungenentz\u00fcndung erlegen ist. Sie ist 84 Jahre alt geworden. Die Mitglieder ihrer Familie besuchten sie w\u00e4hrend dieses letzten halben Jahres im Pflegeheim und zuletzt im Hospital. Vor ihrer Abreise nach Tokyo habe ich noch oft mit ihr telefoniert, aber die Gespr\u00e4che wurden wegen ihrer zunehmenden Schw\u00e4che immer k\u00fcrzer. Wir behalten sie in bester Erinnerung; sie belebte die Tagungen, k\u00fcmmerte sich r\u00fchrend um den Nachlass Hermann Brochs, freute sich besonders dar\u00fcber, dass es so viele junge Mitglieder im IAB gibt. Gemeinsam mit ihrem verstorbenen Mann hat sie vor mehr als zwei Jahrzehnten das Hermann Broch-Forschungsstipendium an der Yale University eingerichtet, das j\u00e4hrlich f\u00fcr einen Monat im Herbst vergeben werden kann, und worum sich alle, die im Broch-Archiv der Beinecke Library arbeiten wollen, bewerben k\u00f6nnen. 2011 hatte sie auch (auf f\u00fcnf Jahre limitiert) ein Broch-Stipendium am Deutschen Literaturarchiv finanziert. Davon haben einige von Euch profitiert; inzwischen sind diese Mittel ersch\u00f6pft. Wir werden Sachiko Broch de Rothermann sehr\u00a0 vermissen.<\/p>\n<p>F\u00fcrs n\u00e4chste Jahr (31. August bis 4. September 2016) plant Tomislav Zelic von der Universit\u00e4t Zadar in Kroatien eine Tagung \u00fcber Broch und die alt-\u00f6sterreichische Kultur, die ja auch Teile Kroatiens umfasste. Broch selbst war w\u00e4hrend seiner (relativ kurzen) milit\u00e4rischen Ausbildung in Zagreb (damals Agram). Im Geb\u00e4ude der heutigen Universit\u00e4t\u00a0 Zadar war urspr\u00fcnglich eine kakanische Milit\u00e4rakademie untergebracht. Wir freuen uns sehr auf das Symposium. Nat\u00fcrlich schwimmt die Universit\u00e4t Zadar nicht im Geld, und so m\u00fcssen die Teilnehmer und G\u00e4ste sicher einen Teil der entstehenden Kosten \u00fcbernehmen. Daf\u00fcr wird man aber dadurch entsch\u00e4digt, dass man eine der \u00e4ltesten Adria-St\u00e4dte mit wunderbarer Umgebung kennenlernt. Wer einmal in Zadar war, kehrt gerne zur\u00fcck, was ich aus eigener Erfahrung wei\u00df.<\/p>\n<p>Nun suchen wir schon nach weiteren aktiven Mitgliedern des IAB, die 2017 oder 2018 Broch-Tagungen organisieren wollen. Es soll ja kein Jahr vergehen, in dem wir nicht mindestens ein Broch-Symposium veranstalten. Lasst mich also wissen, falls Ihr Pl\u00e4ne dazu habt. Auch kann man an Broch-Sitzungen bei den gro\u00dfen Jahrestagungen der Berufsverb\u00e4nde (hier in Amerika GSA und MLA) denken. W\u00fcrde mich sehr freuen, von Euch zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die besten W\u00fcnsche f\u00fcr die Feiertage und zum neuen Jahr, Euer Mike.<\/p>\n<p><a id=\"29_Dez_2014\" name=\"29_Dez_2014\"><\/a><strong>Subject: Jahresbericht des IAB<br \/>\nDate: 29 Dec 2014<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des IAB,<\/p>\n<p>2014 war mit drei internationalen Broch-Tagungen ein aktives Jahr f\u00fcr den IAB: Bei allen drei Konferenzen war die sch\u00f6ne Gastfreundschaft die Voraussetzung f\u00fcrs Gelingen. Die Veranstalter hatten die Symposien so gut vorbereitet, dass alles wunderbar leicht von der Hand ging, und dass auch gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr kollegiale und freundschaftliche Gespr\u00e4che am Rande, aber auch f\u00fcrs Sightseeing blieb. Und zudem spielte das Wetter mit: auch das kam der guten Stimmung zugute. Jedesmal waren die lokalen Universit\u00e4ten die Institutionen, die die Infrastruktur zur Verf\u00fcgung stellten.<\/p>\n<p>Die erste Konferenz im Fr\u00fchjahr zu \u201eBroch und die Krise\u201c wurde an der Pannonischen Universit\u00e4t von Endre Kiss und Gabriella R\u00e1cz veranstaltet. Dieses Symposium ist inzwischen in der Zeitschrift f\u00fcr Mitteleurop\u00e4ische Germanistik erschienen. Veszpr\u00e9m ist eine der alten Bischofsst\u00e4dte Ungarns: hier wurden die K\u00f6niginnen des Landes gekr\u00f6nt. Die zweite Konferenz, von Elena Agazzi und Guglielmo Gabbiadini an der Universit\u00e4t von Bergamo organisiert, hatte Brochs Roman \u201eDer Tod des Vergil\u201c zum Thema. Sie fand mitten in der Altstadt von Bergamo mit ihren ehrw\u00fcrdigen Kathedralen und herrschaftlichen H\u00e4usern statt. Das war im September. Zwei Monate sp\u00e4ter war J\u00fcrgen Heizmann der Gastgeber an der Universit\u00e4t von Montreal, diesmal ging es um die \u00f6konomischen Aspekte, ums Geld, in Hermann Brochs theoretischem wie dichterischem Werk. Montreal ist eine der menschenfreundlichsten St\u00e4dte des nordamerikanischen Kontinents, und so f\u00fchlten sich auch hier alle Teilnehmer wohl. Die Tagung von Bergamo soll als Band bei Stauffenburg in T\u00fcbingen, die von Montreal beim Arco Verlag in Wien erscheinen (letztere mitherausgegeben von Bernhard Fetz).<\/p>\n<p>Bei allen drei Tagungen sprachen wir \u00fcber die Situation des IAB, der etwa 200 Mitglieder hat, und wir diskutierten \u00fcber m\u00f6gliche weitere Broch-Tagungen, die ja (mit den daraus folgenden Publlikationen) der Sinn und Zweck unseres Arbeitskreises sind. Im kommenden Herbst 2015 ist eine relativ gro\u00dfe Konferenz in Antwerpen geplant, wobei Vivian Liska und Arvi Sepp federf\u00fchrend sind. Da geht es um das j\u00fcdische Denken in Brochs Gesamtwerk. Sobald das fertige Programm vorliegt, werden wir es auf der IAB website ver\u00f6ffentlichen. Ansonsten bitten wir die Kolleginnen und Kollegen international, Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Symposien zu machen. Erste Anregungen f\u00fcr 2016 kommen bereits von der Universit\u00e4t in Zadar. Und f\u00fcr weitere Initiativen w\u00e4ren wir dankbar. In den letzten Jahren sind viele neue \u00dcbersetzungen der Werke von Broch erschienen, besonders in der T\u00fcrkei, in mittel- und osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern und in Staaten Lateinamerikas (auf Spanisch und Portugiesisch). \u00dcber die weltweite Rezeption von Brochs Werk k\u00f6nnte man vielleicht auch einmal ein Symposium veranstalten.<\/p>\n<p>Die Kommentierte Werkausgabe Hermann Broch ist bekanntlich seit einiger Zeit in zwei B\u00e4nden als eBook vorhanden (dar\u00fcber haben wir k\u00fcrzlich auf der IAB website berichtet). Alle Hauptwerke (also die Romane) erscheinen nach wie vor auch in gedruckten Ausgaben. Gerade f\u00fcr die Forschung ist die eBook-Ausgabe sehr willkommen, weil sie eine Suchfunktion hat. Die beiden eBook-B\u00e4nde sind erfreulich preiswert. Ebenfalls als eBook ist auch meine Broch-Biografie erschienen. Der Suhrkamp Verlag plant demn\u00e4chst auch die verschiedenen Broch-Briefb\u00e4nde, die ich dort publiziert habe, ebenfalls als eBook folgen zu lassen.<\/p>\n<p>Erfreulich auch, dass wir (also Michael Kessler und ich) vor einem Monat das Broch-Handbuch an den DeGruyter Verlag haben schicken k\u00f6nnen, und der hat es bereits akzeptiert, wobei noch etwas an redaktioneller Arbeit anfallen wird. Das Handbuch, das im Herbst 2015 erscheinen soll, d\u00fcrfte eine belebende Wirkung auf die Brochforschung aus\u00fcben, und ich danke nochmals allen, die daran mitgearbeitet haben.<\/p>\n<p>Wenn wir beim Danken sind: dann muss vor allem Sarah McGaughey bedacht werden, die von Anfang an, also seit vierzehn Jahren, als Webmaster des IAB so zuverl\u00e4ssig gearbeitet hat. Danken wollen wir auch Michael Kessler, unserem Vizepr\u00e4sidenten, auf den immer Verlass ist. Und der Dank geh\u00f6rt auch Sachiko Broch de Rothermann, die das Broch-Stipendium am Deutschen Literaturarchiv in Marbach gestiftet hat. F\u00fcr 2015 sind gerade die beiden neuen Stipendiatinnen benannt worden: Leena Einlitt\u00e4 und Ioana Vultur.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen allen das Beste f\u00fcr 2015: Gesundheit, Wohlergehen, Freude an der Arbeit \u2013 auch bei der Brochforschung. Und ich hoffe auf ein Wiedersehen im neuen Jahr.<\/p>\n<p>Herzlich Ihr Paul Michael L\u00fctzeler\/Euer Mike.<\/p>\n<p><a name=\"5_Jan_2014\"><\/a><strong>Subject: Rundbrief an alle Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch<br \/>\nDate: 5 Jan 2014<\/strong><\/p>\n<p>2013 war, jedenfalls auf den ersten Blick, kein ganz so aktives Jahr in der Brochforschung wie 2012, aber es tat sich doch einiges. Erstens werden die beiden Handb\u00fccher zu Broch wohl im kommenden Jahr 2014 erscheinen: das deutschsprachige, hg. v. Michael Kessler (bei De Gruyter), ist so gut wie fertig, und das englischsprachige (bei Camden House), hg. v. Sarah McGaughey, macht sehr gute Fortschritte. Zudem fand der ausgezeichnete Workshop auf dem Campus der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt (Fritz Bauer Institut)zu Brochs Massenwahntheorie Ende Juni 2013 statt, veranstaltet durch Birgit Erdle und Daniel Weidner. Und in diesem Monat hat die engagierte Regisseurin\u00a0 Lydia Spiekermann mit Erfolg im Hamburger Sprechwerk eine von ihr dramatisierte Fassung des \u201eTod des Vergil\u201c gebracht, die sich auf das Gespr\u00e4ch zwischen Vergil und Augustus konzentriert: mit Mathieu Carri\u00e8re als Vergil und Hans-J\u00f6rg Frey als Augustus. Ferner wurden einige Symposien geplant, die 2014 stattfinden werden: Gabriella Racz und Endre Kiss veranstalten im Mai die Broch-Tagung in Veszprem zum Thema \u201eKrise\u201c; Elena Agazzi und Guglielmo Gabbiadini organisieren das Symposium in Bergamo zum \u201eTod des Vergil\u201c im kommenden September, J\u00fcrgen Heizmann und Bernhard Fetz stellen gerade die Tagung in Montreal zu Broch und die \u00d6konomie f\u00fcr November 2014 zusammen, und Vivian Liska und Sepp Arvi bereiten eine Tagung f\u00fcr den Herbst 2015 \u00fcber j\u00fcdisches Denken im Werk Brochs in Antwerpen vor. Bei diesen Tagungen bin ich beratend t\u00e4tig. Genauere Informationen finden Sie bereits oder in Zukunft auch unter den Rubriken \u201eSymposien\u201c oder \u201eAktuelles\u201c auf unserer website hier.<\/p>\n<p>Erfreulich ist, dass auch 2013 das von Sachiko Broch de Rothermann gestiftete Broch-Stipendium am Deutschen Literaturarchiv in Marbach wieder vergeben werden konnte: an Miriam Wray, Doktorandin an der Harvard University. F\u00fcr 2014 konnte das Stipendium zwei Mal vergeben werden:\u00a0 an Florens Schwarzw\u00e4lder, einem Doktoranden an der Universit\u00e4t Bern, und Iveta Leitane, Professorin an der Universit\u00e4t Riga in Lettland.<\/p>\n<p>Wenn Ihr Mitteilungen \u00fcber Pl\u00e4ne zu Broch-Symposien oder Broch-Sektionen bei professionellen Tagungen, \u00fcber erfolgte Buch- und Editionspublikationen und Vergleichbares habt, bitten wir um Benachrichtigung. Am\u00a0 Jahresende wieder mein spezieller Dank an Sarah McGaughey, die sich als webmaster des IAB wieder grosse Verdienste erworben hat. F\u00fcr heute die besten W\u00fcnsche f\u00fcr ein erfolgreiches Jahr 2014 mit Freude und Gesundheit, Euer<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler<br \/>\nSt. Louis, 29.XII.2013<\/p>\n<p><a name=\"27_Dez_2012\"><\/a><strong>Subject: Rundbrief an alle Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch<br \/>\nDate: 27 Dez 2012<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch:<\/p>\n<p>auch 2012 war ein gutes Jahr f\u00fcr unseren Arbeitskreis, und der H\u00f6hepunkt war die Tagung &#8220;Hermann Broch und die Romantik&#8221;, die Doren Wohlleben und ich im Juni in der Siemens Stiftung durchf\u00fchrten. Wir werden den Band dazu im kommenden Jahr bei De Gruyter publizieren. Zum ersten Mal ist in diesem Jahr auch die Mitgliederzahl des Arbeiskreises \u00fcber 200 angestiegen. Und ebenfalls zum ersten Mal wurde auch das von Sachiko Broch de Rothermann gestiftete Hermann Broch-Stipendium am Deutschen Literaturarchiv in Marbach vergeben. Victoria Weidemann von der Sorbonne in Paris und Sarah McGaughey von Dickinson College in Carlisle, PA erhielten es zugesprochen. Im n\u00e4chsten Jahr wird es Miriam Wray von der Harvard University erhalten. Alle sind Mitglieder des IAB. Darauf m\u00f6chte ich erneut hinweisen: die Bewerbungsfrist f\u00fcr das Stipendium im DLA ist immer Mitte September. Denken Sie daran, dass es auch ein Broch-Forschungsstipendium an der Beinecke Rare Book Library der Yale University gibt, das allerdings (im Gegensatz zum Stipendium in Marbach) nicht an Doktoranden\/Doktorandinnen vergeben werden kann. Ende Juni 2013 findet eine Broch-Tagung speziell zur &#8220;Massenwahntheorie&#8221; in Frankfurt am Main statt. Wegen Einzelheiten bitte an Daniel Weidner schreiben, der ebenfalls Mitglied des IAB ist.<\/p>\n<p>Heute noch ein wichtiger aktueller Hinweis: Nach vielen Jahren wird derzeit in einem Hamburger Theater, und zwar am &#8220;Hamburger Sprechwerk&#8221;, in der Inszenierung von Lydia Spiekermann Hermann Brochs Kom\u00f6die &#8220;Aus der Luft gegriffen oder die Gesch\u00e4fte des Baron Laborde&#8221; sehr erfolgreich aufgef\u00fchrt. Die beiden letzten Vorstellungen finden am 9. und 10. Januar 2013 statt. Es ist sicher eine der besten deutschsprachigen Kom\u00f6dien des 20. Jahrhunderts, und wer die Zeit findet, sich eine der beiden Auff\u00fchrungen anzuschauen, wird bestimmt nicht entt\u00e4uscht werden. Weitere Informationen auf der <a href=\"https:\/\/iab.dickinson.edu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">IAB Webseite<\/a> und unter: <a href=\"http:\/\/lydia-spiekermann.com\">http:\/\/lydia-spiekermann.com<\/a><\/p>\n<p>Wenn Sie Mitteilungen \u00fcber Pl\u00e4ne zu Broch-Tagungen, \u00fcber erfolgte Buch-Publikationen zu Broch und anderes haben, so bitten wir immer um Benachrichtigung. F\u00fcr heute die besten W\u00fcnsche f\u00fcr ein erfolgreiches 2013er Jahr mit Gesundheit und Freude an der Arbeit,<\/p>\n<p>Ihr Paul Michael L\u00fctzeler.<\/p>\n<p><a name=\"1_Jan_2012\"><\/a><strong>Subject: Rundbrief an alle Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch<br \/>\nDate: 1. Januar 2012<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen:<\/p>\n<p>Im letzten Jahr wurde unser Internationaler Arbeitskreis Hermann Broch 10 Jahre alt, und gleichzeitig erreichten wir die Mitgleiderzahl 200. F\u00fcr eine Organisation, in der nur Wissenschaftler\/innen Mitglieder sind, und in der es\u00a0 um die Pflege des Werkes eines einzelnen Autors geht, ist das ein gutes Zeichen. Wir freuen uns sehr \u00fcber die weitere Mitarbeit mit Ihnen. 2011 war auch insofern ein besonderes Jahr, als sich der Geburtstag Hermann Brochs zum 125. Mal und der Todestag zum 60. Mal j\u00e4hrte. Das war der Grund, warum gleich vier Veranstaltungen stattfanden, die an den Autor erinnerten: zun\u00e4chst die Tagung in New Haven im April, dann das Symposium in Weingarten im Mai, weiterhin die Brochtage in Altaussee im August und schliesslich die Konferenz in Wien im November. Unser Dank geht dabei an folgende Mitglieder des IAB: R\u00fcdiger Campe, Michael Kessler, Barbara Frischmuth (unser Ehrenmitglied) und Bernhard Fetz. Sie haben mit ihren Kolleginnen und Kollegen jeweils ganz ausgezeichnete\u00a0 Veranstaltungen geleitet. Im Jubil\u00e4umsjahr erschien auch mein Buch \u201eHerman Broch und die Moderne. Roman, Menschenrecht, Biografie\u201c bei Fink in M\u00fcnchen, und eigentlich hatten wir 2011 auch das Lancaster-Symposium zu Brochs \u201eSchlafwandlern\u201c publizieren wollen, doch verz\u00f6gerte sich die Publikation. Der Band ist allerdings fertig und wird bald im neuen Jahr bei Stauffenburg herauskommen. Auch der Suhrkamp Verlag tat seinen Teil, um im Jubil\u00e4umsjahr eine Besonderheit herauszubringen: Das ist die Ver\u00f6ffentlichung meiner Broch-Biographie als eBook und vor allem der gesamten Kommentierten Werkausgabe in zwei eBook-B\u00e4nden. Die neue Publikation ist f\u00fcr die Forschung eine gro\u00dfe Erleichterung, ist sie doch mit einem Sucher ausgestattet.<\/p>\n<p>Erfreulich ist ferner, dass\u00a0 &#8211; zus\u00e4tzlich zu dem seit langem bestehenden Stipendium an der Yale University \u2013 Sachiko Broch de Rothermann in diesem Jubil\u00e4umsjahr auch ein Broch-Stipendium am Deutschen Literaturarchiv (DLA) in Marbach eingerichtet hat, das die zweitgr\u00f6\u00dfte und in Europa wichtigste Broch-Sammlung beherbergt.\u00a0 Die ersten beiden Broch-Stipendiatinnen, die am DLA im Jahr 2012 Forschungszeit verbringen werden, sind die IAB-Mitglieder Victoria Weidemann und Sarah McGaughey, die wir dazu begl\u00fcckw\u00fcnschen. Vincent Kling, ebenfalls IAB-Mitglied, war der Broch-Stipendiat an der Beinecke Rare Book Library in New Haven im Herbst 2011.<\/p>\n<p>Die Broch-Tagung in Weingarten mit Michael Kessler als Gastgeber in den R\u00e4umen des alten Klosters war eine Redaktionssitzung der Beitr\u00e4ger zum Handbuch \u201eHermann Broch\u201c, das f\u00fcr 2012 im deGruyter Verlag in Berlin geplant ist. Mir scheint, dass die Tagung gezeigt hat, dass es ein Handbuch werden wird, in dem nicht nur Bestehendes zusammengefasst und Neues beigetragen wird, sondern auch M\u00f6glichkeiten weiterer Forschungen perspektiviert werden.<\/p>\n<p>Zu diesen neuen Perspektiven geh\u00f6rt auch die Tagung, die im Juli 2012 unter der Leitung von Doren Wohlleben (ebenfalls Mitglied des IAB) in M\u00fcnchen stattfinden wird. Da geht es um das Thema Hermann Broch und die Romantik. Das Programm des Symposiums steht fest und wird demn\u00e4chst auf der Website des IAB ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p>Schreiben Sie mir doch bitte, wenn Sie eine Tagung zu Broch veranstalten wollen. \u00a0Broch hat mit seinen in viele Sprachen Europas, Amerikas und Asiens \u00fcbersetzten Romanen, seinen Beitr\u00e4gen zur \u00c4sthetik des modernen Romans, mit seinen zeitkritischen Dramen und \u00dcberlegungen zu einer gerechten Wirtschafts- und Sozialordnung, mit seinen grundlegenden Beitr\u00e4gen zum Menschenrecht und zur Demokratie sowie seinen\u00a0 Analysen zum Ph\u00e4nomen des Massenwahns an Aktualit\u00e4t nichts eingeb\u00fc\u00dft. In den letzten zehn Jahren ist er auch stark in Mittel- und Osteuropa rezipiert worden.<\/p>\n<p>Broch-Symposien waren von Anfang an der Schwerpunkt unserer Arbeit im IAB, und im R\u00fcckblick auf die letzten zehn Jahre (also seitdem der IAB besteht) darf man festhalten, dass in keiner Phase der Brochforschung so viele Symposien zum Autor stattgefunden haben. Dabei sind die zahlreichen \u2013 und uns sehr wichtigen &#8211; Broch-Sitzungen, die bei den Jahrestagungen professioneller Vereinigungen (etwa der German Studies Association oder der Modern Language Association) nicht einmal mitgez\u00e4hlt. Zu den bereits genannten vier aus dem Jahr 2011 ist da zu denken an: im Jahr 2001 (dem 50. Todestag des Autors) in Stuttgart und in New Haven; 2003 \u00fcber Broch und Canetti in Wien, 2004 (\u00fcber Broch und die Politik) in Dortmund; 2006 in Veszpr\u00e9m (\u00fcber Brochs literarische Freundschaften); 2007 (Religion bei Broch) in Strasbourg , 2008 in Prag (Broch und die K\u00fcnste) und 2009 in Lancaster (zu Brochs \u201aSchlafwandler\u2018-Trilogie), wof\u00fcr wir unseren Mitgliedern Michael Kessler, Christa Sammons, Penka Angelova und Marianne Gruber, Thomas Eicher und Hartmut Steinecke, Endre Kiss, Christine Maillard, Alice Staskova und Graham Bartram danken. All diese Tagungen, die zwischen 2001 und 2009 veranstaltet wurden, sind inzwischen in Buchform erschienen bzw. werden (im Fall des Lancaster-Symposiums) demn\u00e4chst publiziert.<\/p>\n<p>Besonderer Dank gilt nach zehn Jahren drei Mitgliedern des IAB: erstens unserem Ehrenmitglied Sachiko Broch de Rothermann, die zu fast allen Broch-Symposien, die in den letzten zehn Jahren stattfanden, gekommen ist, und die die Forschungsstipendien in New Haven und Marbach eingerichtet hat; zweitens Michael Kessler, der nicht nur selbst 2001 und 2011 Broch-Symposien organisierte, sondern auch das Broch-Handbuch initiierte und \u00fcberhaupt als Stellvertretender Vorsitzender unseres Arbeitskreises ein zuverl\u00e4ssiger Ratgeber ist; und drittens (last but not least) Sarah McGaughey, die als Webmaster des IAB von Anfang an die Aktualisierungen der website durchgef\u00fchrt hat.<br \/>\nWir freuen uns auf ein gutes neues Jahrzehnt im Internationalen Arbeitskreis. Ihnen allen zun\u00e4chst die besten W\u00fcnsche f\u00fcr 2012: Gesundheit, Wohlergehen und beruflichen Erfolg.<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n<p><a name=\"19_Dez_2009\"><\/a><strong>Subject: Rundschreiben an die Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch<br \/>\nDate: 19. Dezember 2009<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen:<\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr war der IAB, der inzwischen 180 Mitglieder z\u00e4hlt, t\u00e4tig, denn Graham Bartram hat im Juli eine internationale Tagung zu Brochs \u201cSchlafwandlern\u201d an der University of Lancaster veranstaltet, und in zwei Wochen treffen sich einige amerikanische KollegInnen, um bei der Jahrestagung der Modern Language Association eine Sektion \u201cBroch and the Scientific Discourses\u201d zu veranstalten. Wir hatten uns im Vorjahr vorgenommen, solche Brochsektionen bei Jahrestagungen unserer professionellen Vereinigungen vermehrt anzubieten, und das hat funktioniert, nicht zuletzt Dank der Zielstrebigkeit von Sarah McGaughey. Die Tagung in Lancaster war zwar klein, aber die Vortr\u00e4ge waren ausgezeichnet, und wir arbeiten daran, dass sie im kommenden Jahr im Stauffenburg Verlag in T\u00fcbingen (der schon einige unserer Symposiumsb\u00e4nde ver\u00f6ffentlicht hat) in einem Sammelband erscheinen werden Auch kleine Konferenzen haben ihren Charme, und wir danken Graham Bartram f\u00fcr seine Gastfreundschaft. Auch Sachiko Broch de Rothermann, Ehrenmitglied unseres Arbeitskreises, hat uns wieder mit Ihrer Anwesenheit beehrt. Der Tagungsband zu Broch und den K\u00fcnsten erschien in diesem Jahr bei de Gruyter in Berlin, herausgegeben von Alice Staskova und mir. Wenn jemand unter Ihnen, der nicht selbst in dem Band vertreten ist, ihn f\u00fcr eine Zeitschrift besprechen k\u00f6nnte, w\u00fcrden wir uns nat\u00fcrlich freuen. In diesem Jahr erschien mit einigen Jahren Verz\u00f6gerung auch der Band \u201cElias Canetti und Hermann Broch\u201d, Ergebnis einer Tagung, die Penka Angelova und ich im Fr\u00fchjahr 2003 in der Gesellschaft f\u00fcr \u00f6sterreichische Literatur veranstalteten. Ich selbst stellte in den letzten beiden Jahren zwei Briefeditionen fertig: Brochs Korrespondenz mit seinem Sohn aus den Jahren 1925-28 und die Briefe Brochs an Erich von Kahler. Beide B\u00e4nde werden im kommenden Jahr erscheinen. F\u00fcr das Jahr 2010 haben wir uns eine Ruhepause verordnet, was die Veranstaltung von Broch-Symposien betrifft. Das hat auch damit zu tun, dass ich selbst im Fr\u00fchjahr 2010 eine gro\u00dfe Tagung zur Gegenwartsliteratur in St. Louis veranstalte und eine ebenfalls umfangreiche Sektion zum Europathema bei der IVG-Tagung im August 2010 in Warschau betreue. F\u00fcr das Fr\u00fchjahr 2011 planen wir dann die Tagung in Stuttgart, die Michael Kessler aus Anlass des 60. Todestages von Hermann Broch organisieren wird. Es wird eine Arbeitstagung f\u00fcr die MitarbeiterInnen an dem bei de Gruyter geplanten Handbuch Broch werden. (An diese KollegInnen gewandt: bitte nicht den Ablieferungstermin der Beitr\u00e4ge aus dem Auge verlieren!) Im Moment verhandeln wir noch mit oesterreichischen Stellen in Wien, ob wir im Herbst 2011 (zum Gedenken an Brochs 125. Geburtstag) dort eine Brochtagung veranstalten k\u00f6nnen. Denken Sie daran, uns Ihre Buchpublikationen in Sachen Broch mitzuteilen, damit wir sie auf unserer website anzeigen k\u00f6nnen. Eine eigene Bibliographie \u00fcber neue Aufs\u00e4tze zu Broch f\u00fchren wir nicht, weil das angesichts der Einfachheit, sich solche Informationen im Zeitalter des Internets zu besorgen, als \u00fcberfl\u00fcssig erscheint. Am Ende wieder mein Dank an Sarah McGaughey, die nach wie vor als Webmaster unsere website zuverl\u00e4ssig betreut. Mit allen guten W\u00fcnschen f\u00fcr die Feiertage und zum neuen Jahr, und in der Hoffnung, dass wir in Kontakt bleiben bin ich herzlich gr\u00fcssend, Ihr Paul Michael L\u00fctzeler.<\/p>\n<p><a name=\"19_Dez_2008\"><\/a><strong>Subject: Rundschreiben zum Jahreswechsel 2008\/2009<br \/>\nDate: Fri, 19 Dez 2008<\/strong><\/p>\n<p>Der H\u00f6hepunkt der Aktivit\u00e4ten unseres Arbeitskreises im Jahr 2008 war das Symposium \u00fcber Broch und die K\u00fcnste in Prag. Daf\u00fcr unserer Gastgeberin und Organisatorin Alice Staskova nochmals herzlichen Dank. Im Augenblick macht die Edition der Beitr\u00e4ge gute Fortschritte, und wir wollen den Band im kommenden Jahr bei de Gruyter in Berlin herausbringen. Das waren sch\u00f6ne und sonnige Tage in Prag, und die Gastfreundschaft der alten Prager Universit\u00e4t, des \u00d6sterreichischen Kulturinstituts und des Goethe Instituts haben wir sehr genossen. Es ist doch ein Privileg, in einer der sch\u00f6nsten und ehrw\u00fcrdigsten St\u00e4dte der Welt, die ja zum Erfahrungsraum Hermann Brochs geh\u00f6rte, eine solche Tagung abhalten zu k\u00f6nnen.<br \/>\nBei der Gelegenheit sprachen wir auch dar\u00fcber, dass wir verst\u00e4rkt Broch-Sektionen bei den allgemeinen Tagungen unserer Profession anbieten sollten; in den USA z.B. bei der German Studies Association und der Modern Language Association. Aber ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass sich Vergleichbares auch bei den nationalen oder kontinentalen Germanistentagen in anderen Staaten und Regionen einrichten l\u00e4sst. Gerade f\u00fcr j\u00fcngere Broch-ForscherInnen bietet sich hier ein gutes Bet\u00e4tigungsfeld.<br \/>\nDie n\u00e4chste Brochtagung (zum Thema \u201cDie Schlafwandler\u201d \u2013 Interpretation und Rezeption) findet dank der Initiative von Graham Bartram vom 3.-5. Juli 2009 an der University of Lancaster in England statt. Dr. Bartram hat, wenn ich das richtig sehe, die Organisation der Tagung abgeschlossen, aber wenn noch Fragen sind, schreiben Sie ihm bitte. \u201cDie Schlafwandler\u201d sind\u00a0 ja das beliebteste Buch von Hermann Broch, eine unersch\u00f6pflich Quelle f\u00fcr germanistische Interpreten.<br \/>\nF\u00fcr das Jahr 2010 ist, wenn ich es richtig sehe, keine internationale Broch-Tagung anberaumt. Eine Tagung in Italien war einmal im Gespr\u00e4ch, doch habe ich dann nichts mehr davon geh\u00f6rt. Falls jemand hier besser auf dem Laufenden ist, w\u00e4re ich f\u00fcr eine R\u00fcckmeldung dankbar. Aber eine sch\u00f6pferische Pause ist auch kein Fehler, denn im Jubil\u00e4umsjahr 2011 (Brochs 125. Geburtstag und 60. Todestag) sind im Fr\u00fchjahr die europ\u00e4ische Broch-Tagung in Stuttgart und die amerikanische Broch-Tagung an der Yale University geplant. Wegen der Mittel, die heutzutage nicht mehr so reichlich flie\u00dfen wie vor 25 Jahren, als wir den 100. Geburtstag feierten, m\u00fcssen wir diese Aufteilung (europ\u00e4isch hier, amerikanisch dort) nolens volens akzeptieren. Bis dahin vergehen noch 2 \u00bd bzw. fast 3 Jahre, und im Augenblick k\u00f6nnen wir nur davon sprechen, dass diese Konferenzen geplant sind, wobei sich Konkreteres in den Jahren 2009 und 2010 wird ergeben m\u00fcssen. Aber wir denken auch schon \u00fcber 2011 hinaus, n\u00e4mlich an 2012. F\u00fcr das Jahr hat Doren Wohlleben eine Tagung \u00fcber Broch und die Romantik ins Auge gefasst.<br \/>\nIch hoffe, Sie ermutigen auch Doktoranden, \u00fcber Broch zu promovieren. Bei mir f\u00e4ngt gerade ein philosophisch geschulter Ph.D. candidate mit einer Arbeit \u00fcber Broch und Wittgenstein an. Aber es gibt zahllose andere Gebiete, die es bei Broch zu erforschen gibt, und unsere Tagungen werden ja auch ausgerichtet im Hinblick aufs Abstecken neuer Forschungsgebiete. So denke ich, dass auch der bald erscheinende Band \u00fcber Broch und die K\u00fcnste eine Ausstrahlungskraft haben wird, genau wie der vor einigen Monaten, ebenfalls sehr aktuelle Band \u00fcber Broch und die Religion, der das Ergebnis der von Christine Maillard geleiteten Stra\u00dfburger Tagung war. Die Dokumentation ist als Themenheft der Zeitschrift \u201cRecherches Germaniques\u201d erschienen, die von Christine Maillard herausgegeben wird. Seien Sie doch so gut und bestellen sie den Band f\u00fcr Ihre Bibliothek. Er enth\u00e4lt hochkar\u00e4tige und in der Tat weiterf\u00fchrende neue Studien zu Broch. Im Mittelpunkt von Brochs Werk standen ja religi\u00f6se Fragen. Penka Angelova teilte mir k\u00fcrzlich mit, dass Anfang des neuen Jahres auch der Band zur Broch\/Canetti-Tagung erscheinen wird, die vor f\u00fcnf Jahren in Wien (\u00d6sterreichische Gesellschaft f\u00fcr Literatur) stattfand.<br \/>\nSowohl in Stra\u00dfburg wie in Prag war auch unser Ehrenmitglied, Sachiko Broch de Rothermann, anwesend, wor\u00fcber wir uns sehr gefreut haben. Sie vertritt die Interessen Brochs gegen\u00fcber dem Suhrkamp Verlag, zu dessen Hausautoren Hermann Broch geh\u00f6rt.<br \/>\nZum Jahresende m\u00f6chte ich in unserem Namen auch Sarah McGaughey vom Dickinson College herzlich daf\u00fcr danken, dass Sie immer die Neuigkeiten auf unsere IAB-Website bringt. Schon als Doktorandin hat sie vor sechs Jahren die Website eingerichtet, und ohne sie w\u00e4re unsere kollegiale Kommunikation um vieles schwieriger.<br \/>\nAbschied nehmen mussten wir in diesem Jahr von zweien unserer Mitglieder, vom italienischen Kollegen Zagari und vom \u00f6sterreichischen Kollegen Schmidt-Dengler. Besonders Wendelin Schmidt-Dengler war mit seinen kritischen Beitr\u00e4gen zur Broch-Forschung ein beliebter Teilnehmer an Tagungen, und bei zwei Broch-Symposien in Wien hat er mit daf\u00fcr gesorgt, dass die Mittel zur Organisation zur Verf\u00fcgung gestellt wurden. Wir werden ihn sehr vermissen und bewahren ihm ein gutes Andenken.<br \/>\nMir bleibt am Jahresende, Ihnen allen (inzwischen ist unsere Gruppe schon auf \u00fcber 170 KollegInnen gewachsen) das Beste f\u00fcr die Weihnachtsferien zu w\u00fcnschen und vor allem f\u00fcr das neue Jahr 2009: Gesundheit und Wohlergehen, Freude an der Arbeit, Gl\u00fcck und eine so verdiente wie (in diesen Zeiten) unwahrscheinliche Gehaltserh\u00f6hung, Ihr Paul Michael L\u00fctzeler.<\/p>\n<p><a name=\"16_Dez_2007\"><\/a><strong>Subject: Rundschreiben zum Jahreswechsel 2007\/2008<br \/>\nDate: Sun, 16 Dez 2007<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder,<\/p>\n<p>seit dem letzten Rundbrief ist einige Zeit vergangen. Im Herbst 2007 fand in Veszpr\u00e9m in Ungarn, an der Pannonischen Universit\u00e4t, die sch\u00f6ne Tagung \u00fcber Brochs literarische Freundschaften statt. Veranstalter waren Endre Kiss und ich selbst, und die Gastgeber an der Universit\u00e4t Csaba Foeldes als Dekan und Gabriella R\u00e1cz von der Deutschen Abteilung. Inzwischen haben wir die 22 Beitr\u00e4ge redigiert, das Manuskript liegt beim Stauffenburg Verlag in T\u00fcbingen, und der hat uns informiert, dass der Band im kommenden Jahr erscheinen wird, voraussichtlich im Fr\u00fchjahr.<br \/>\nDruckkostenzusch\u00fcsse haben wir von der Washington University in St. Louis und von der Alexander von Humboldt Stiftung in Bonn erhalten.<\/p>\n<p>Im Juni dieses Jahres fand die nicht minder interessante Tagung zu Broch und die Religion statt. Veranstalter waren Christine Maillard von der Universit\u00e4t Stra\u00dfburg und ich selbst. Christine Maillard war Gastgeberin, und zwar als Direktorin von MISHA (Maison interuniversitaire des Sciences de l\u2019Homme) an ihrer Unversit\u00e4t. Es war vereinbart worden, dass die TeilnehmerInnen ihre druckfertigen Manuskripte bis November d.J. an Christine Maillard schicken, aber es sind bisher nur ganz wenige Beitr\u00e4ge eingelangt. So bitte ich auch auf diesem Weg die TeilnehmerInnen, ihre Aufs\u00e4tze so bald wie m\u00f6glich als Email attachment an Christine Maillard zu schicken. Der Band wird als Themenheft in der von Christine Maillard herausgegebenen Fachzeitschrift Recherches<br \/>\nGermaniques erscheinen.<\/p>\n<p>Inzwischen sind auch die IAB-Planungen f\u00fcr die Broch-Tagungen 2008, 2009 und 2011 fortgeschritten.<\/p>\n<p>In Prag findet vom 26.-28. Juni 2008 die Konferenz mit dem Thema \u201cHermann Broch und die K\u00fcnste\u201d statt. Veranstalter sind Alice Staskova von der Universit\u00e4t Prag und ich selbst. Gastgeberin ist Alice Staskova, die Unterst\u00fctzung von ihrer Universit\u00e4t, dem Goethe Institut und dem \u00d6sterreichischen Kulturinstitut in Prag erhalten hat. Das Programm ist so gut wie fertig, und wir werden es bald auf der website des IAB anzeigen.<\/p>\n<p>Die Broch-Tagung in Lancaster, England, im Juli 2009 wird dem Thema \u201cBrochs Schlafwander: Interpretation und Rezeption\u201d gewidmet sein. Veranstalter sind Graham Bartram von der Universit\u00e4t Lancaster und ich selbst. Graham Bartram ist Gastgeber und hat die Unterst\u00fctzung seiner Universit\u00e4t erhalten. Das Programm wird im Lauf der n\u00e4chsten Monate zusammengestellt<br \/>\nsein und wird dann ebenfalls hier angezeigt werden. (<em>Die Schlafwandler<\/em> sind nach wie das beliebteste Buch von Broch. Der Bayrische Rundfunk strahlt die ganze Trilogie im Lauf der n\u00e4chsten<br \/>\nMonate in dialogisierter Form aus.)<\/p>\n<p>Michael Kessler plant zum Jubil\u00e4umsjahr 2011 (125. Geburtstag und 60. Todestag Brochs) in Zusammenarbeit mit mir ein eine Tagung in Stuttgart. Das entspricht einer Tradition, denn 1986 (zum 100. Geburtstag) und 2001 (zum 50. Todestag) haben wir mit ihm als Gastgeber vergleichbare Tagungen veranstaltet.<\/p>\n<p>Zudem ist zu berichten, dass Ende dieses Monats w\u00e4hrend der Jahrestagung der MLA (Modern Language Association of America) in Chicago eine Broch-Sektion mit dem Titel \u201cHermann Broch and Public Intellectuals\u201d anberaumt ist, die ich leite. Die Details finden Sie ebenfalls auf der IAB website angezeigt.<\/p>\n<p>Sollten Sie bei Tagungen Broch-Sektionen veranstalten oder auch eigene Broch-Symposien anberaumen, lassen Sie es uns wissen, damit wir sie auf unserer website anzeigen koennen.<\/p>\n<p>Zudem weisen wir auf neue Buchpublikationen zu Broch hin. In diesem Jahr ist ein von mir herausgegebener Band mit Briefen Brochs an Paul Federn erschienen. Und gerade ist ein neues Buch von unserem Mitglied Barbara Picht zum Thema Exil in Princeton herausgekommen, bei dem ein Drittel des Bandes Broch gewidmet ist. Beide Publikationen finden Sie ebenfalls auf der website angezeigt. Informieren Sie uns also, wenn es neue Buchpublikationen zu annoncieren gilt. Und denken Sie daran, dass es am Broch-Archiv der Beinecke Rare Book Libarary der Yale University in New Haven ein einmonatiges Forschungsstipendium gibt, um das man sich bewerben kann. Und das Deutsche Literaturarchiv in Marbach, das das zweitgr\u00f6\u00dfte Broch-Archiv beherbergt, vergibt ebenfalls Forschungsstipendien an WissenschaftlerInnen, die in ihrem Archiv arbeiten wollen.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re auch gut, wenn Sie interessierte DoktorandInnen, die \u00fcber Broch promovieren oder Kolleginnen und Kollegen, die Broch-Seminare veranstalten, auf den IAB hinwiesen. Inzwischen haben wir \u00fcber 160 Mitglieder, und vor allem mit Hilfe der fast j\u00e4hrlich anberaumten Tagungen will der Arbeitskreis das internationale wissenschaftliche Interesse am Werk Herman<br \/>\nBrochs wachhalten und, so weit es m\u00f6glich und erw\u00fcnscht ist, Koordinationsarbeit leisten. Mitgliedsbeitr\u00e4ge erheben wir, wie Sie wissen, nicht. Das erspart uns entsprechende \u201cEntlastungen\u201d des Vorstands und vergleichbar pomp\u00f6se Dinge. Der Vorstand rekrutiert sich aus denjenigen KollegInnen, die im Rahmen des IAB internationale Broch-Tagungen veranstaltet haben oder veranstalten werden. W\u00e4hrend der Broch-Tagungen versuchen wir, eine Stunde anzuberaumen, in dem die Planungen f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre besprochen werden. Das hat bisher sehr gut geklappt.<\/p>\n<p>Mit bestem Dank f\u00fcr Ihre kollegiale Kooperation im Lauf der Jahre und mit den besten W\u00fcnschen f\u00fcr die Feiertage und zum neuen Jahr bin ich Ihr IAB Vorsitzender,<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n<p><a name=\"8_Jan_2007\"><\/a><strong>Subject: Rundschreiben zum Jahreswechsel 2006\/2007<br \/>\nDate: Mon, 8 Jan 2007<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch,<\/p>\n<p>als erstes gilt mein Dank Sachiko Broch de Rothermann, der Nachlassverwalterin Hermann Brochs. Sie hat dem IAB auf vielfache Weise geholfen, und sie nimmt regelmaessig an den Broch-Tagungen teil. Dank gilt ferner Sarah McGaughey von der University of Massachusetts, die als webmaster uns auf dem Laufenden haelt, was die neuen Mitglieder, die neuen Buchpublikationen<br \/>\nund die neuen Broch-Symposien betrifft. Inzwischen haben wir 160 Mitglieder, und es werden sicher noch mehr werden. Mein Dank gehoert auch dem Stellvertretenden Vorsitzenden, Michael Kessler, der immer wieder mit guten Ideen und Initiativen die Aktivitaeten des IAB bereichert. Das gilt auch fuer die meisten Mitglieder des Vorstands. Dank aber auch den KollegInnen,<br \/>\ndie in letzter Zeit Broch-Symposien im Rahmen des bzw. in Zusammenarbeit mit dem IAB durchgefuehrt haben. Schon vor ueber einem Jahr erschien der Band &#8220;Hermann Broch: Politik, Menschenrechte &#8211; und Literatur?&#8221; als Ergebnis der Brochtagung in Dortmund, deren Gastgeber Thomas Eicher war, und bei der Hartmut Steinecke bei der Vorbereitung und Planung geholfen<br \/>\nhat. In vergleichbar guter Erinnerung ist uns das ungarische Broch-Symposium (Brochs literarische Freundschaften), das diesen Oktober in Veszprem stattfand, und das von Endre Kiss, Gabriella Racz und Csaba Foeldes an der Universitaet von Veszprem organisiert worden ist. Mit den zwanzig ReferentInnen und den vielen Gaesten &#8211; vor allem StudentInnen &#8211; der Universitaet<br \/>\nwar es eines der groesseren Symposien, die wir bisher veranstaltet haben. Der Band zur Tagung ist in Vorbereitung und soll 2007 erscheinen. Im kommenden Jahr (Anfang Juni) ist Christine Maillard Gastgeberin der Strassburger Broch-Konferenz zum Thema Broch und die Religion, und im Jahr darauf wird Alice Staskova in Prag (Universitaet und Goethe Institut) das Symposium<br \/>\nueber Broch und die Kuenste leiten. Wir haben bereits bis 2009 geplant, wenn Graham Bartram an der University of Lancaster ein Symposium ueber Brochs &#8220;Schlafwandler&#8221; durchfuehren wird. Schreiben Sie mir doch bitte, falls Sie ebenfalls Plaene fuer Broch-Tagungen haben, so dass wir entsprechend planen koennen. Die Organisation von Symposien ist ja die primaere<br \/>\nAufgabe des Arbeitskreises. Auch bei der Jahrestagung der Modern Language Association of America veranstalten wir regelmaessig Sektionen, die sich mit Brochs Werk beschaeftigen, so etwa im Jahr 2005 zum Thema Broch und Thomas Mann. Vergleichbare Initiativen werden in Zukunft bestimmt auch bei den Jahrestagungen der German Studies Association stattfinden, bei der zunehmend Vortraege ueber Broch angeboten werden. Ich koennte mir vorstellen, dass das auch bei anderen nationalen germanistischen Jahrestagungen der Fall sein wird. Im Jahr 2010 findet in Warschau der grosse Kongress der IVG statt, und auch dort koennten Brochvortraege in den verschiedenen Sektionen angeboten werden. Schoen waere auch, wenn die Mitglieder unseres Arbeitskreises an ihren Universitaeten mehr Broch-Seminare offerieren wuerden, bzw. Broch verstaerkt in Seminare oder Vorlesungen ueber die Moderne einbeziehen koennten. Nur so ergeben sich auch Doktorarbeiten, denn ohne Anregungen durch ein Seminar entstehen selten Dissertationen.<\/p>\n<p>Sie wissen, dass es Kurzzeitstipendien sowohl zur Arbeit am Broch-Archiv der Beinecke Library der Yale University wie auch am Broch-Archiv des Deutschen Literaturarchivs in Marbach gibt. Ueber solche Dinge informiert Sie unsere Website. Inzwischen haben eine ganze Reihe Mitglieder unseres Arbeitskreises diese Stipendien wahrnehmen koennen. Sie sollten uns unbedingt wissen<br \/>\nlassen, wenn Sie Buchpublikationen ueber Broch veroeffentlicht haben, damit wir diese Neuerscheinungen auch auf der website nennen koennen. Ich bin sowohl mit Suhrkamp wie auch mit amerikanischen Verlagen in Kontakt, was die Lieferbarkeit von Broch-Buechern betrifft. Man bekommt zwar so gut wie alles bei den Internetbuchhandlungen der verschiedenen Laender und im sog. Modernen Antiquariat, aber eine Reihe von Broch-Titeln (abgesehen von den &#8220;Schlafwandlern&#8221; und dem &#8220;Tod des Vergil&#8221;) sind in regulaeren Buchhandlungen oft nicht mehr zu bekommen, weil sie &#8216;out of print&#8217; sind. Ich waere Ihnen dankbar, wenn Sie auch in Ihren Heimatlaendern ein Auge auf die Lieferbarkeit von Brochtexten haben koennten und sich evtl. mit Verlegern, die bisher Broch publizierten, in Verbindung setzen wuerden, wenn Sie sehen, dass Auflagen vergriffen sind.<\/p>\n<p>Bis zu einem Wiedersehen im neuen Jahr bin ich mit den besten Gruessen und Wuenschen fuer 2007, Ihr Paul Michael Luetzeler.<\/p>\n<p><a name=\"19_Dez_2004\"><\/a><strong>Subject: IAB Bericht und &#8220;Call for Papers&#8221;<br \/>\nDate: Sun, 19 Dez 2004<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Liebe KollegInnen,<\/p>\n<p>vorab die besten Wuensche fuer die Feiertage und zum neuen Jahr. Ich danke Ihnen fuer die gute Zusammenarbeit waehrend 2004. Bei meinen Reisen (ob in den USA, Europa oder in Indien) traf ich in diesem Jahr Mitglieder unseres Arbeitskreises, und ich freue mich, dass wir inzwischen fast 140 Mitglieder zaehlen.<\/p>\n<p>Ende 2004 hatten wir eine gut besuchte MLA-Special Session, bei der Gisela Brude-Firnau, Mathias Konzett und Judith Ryan ueber Brochs Einfluss auf AutorInnen der Gegenwartsliteratur<br \/>\nreferierten, und die ich als Chairman leitete. (Auch fuer 2005 werden wir versuchen, eine special session bei der MLA zu arrangieren.) Ende Juni d.J. fand das Symposium ueber Broch und die Menschenrechte in Dortmund statt, wobei die Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen als Gastgeberin fungierte. Thomas Eicher, Hartmut Steinecke und ich hatten die Tagung organisiert, und der sich daraus ergebende Band ist inzwischen fertig und wird im Lauf des kommenden Jahres erscheinen.<\/p>\n<p>Teilen Sie uns bitte Ihre Broch-Publikationen (vor allem die Buch-Veroeffentlichungen) mit, damit wir sie auf der IAB website auffuehren koennen.<\/p>\n<p>Was Primaerliteratur betrifft, so erschien in diesem Jahr die von mir zusammengestellte Dokumentation &#8220;Freundschaft im Exil: Thomas Mann und Hermann Broch&#8221; (Thomas Mann-Studien<br \/>\nbei Klostermann), die ich im Hinblick auf das Thomas Mann-Jahr 2005 veroeffentlichte. 2005 erscheint &#8220;Transatlantische Korrespondenz: Hermann Broch und Ruth Norden&#8221; bei Suhrkamp<br \/>\n(ebenfalls von mir ediert).<\/p>\n<p>Ermuntern moechte ich die Mitglieder, sich um Stipendien zu Forschungen in den Broch-Archiven der Beinecke Rare Book Library in New Haven (Yale University) wie im Deutschen<br \/>\nLiteraturarchiv in Marbach zu bewerben. Betonen muss man bei den Bewerbungen, dass man die Materialien, die dort sind, einsehen muss, was dann im Antrag im Detail zu belegen<br \/>\nist. Es genuegt nicht, einfach ein Broch-Projekt zu beschreiben, das man genausogut anderswo durchfuehren koennte. Hinweise zu diesen Stipendien finden Sie in der IAB website.<\/p>\n<p>Danken moechte ich an dieser Stelle auch Sarah McGaughey, webmaster des IAB. Sie stellt gerade eine Dissertation ueber Broch bei mir fertig.<\/p>\n<p>Fuer die kommenden Jahre sind Broch-Tagungen in Ungarn, Frankreich, der Tschechischen Republik und England geplant. Vorweg schon Dank an die KollegInnen, die bereits mit den<br \/>\njeweiligen Planungen begonnen haben.<\/p>\n<p>Unsere naechste internationale Broch-Tagung findet im Herbst 2006 in Ungarn statt. Endre Kiss bereitet sie gemeinsam mit seinem Kollegen Csaba Foeldes und mir vor. Beiliegend der &#8220;Call for Papers&#8221;:<\/p>\n<p>Call for Papers<\/p>\n<p>Hermann Brochs literarische Freundschaften Eine internationale Tagung, 13.-15. Oktober 2006 in Veszprem (Ungarn)<\/p>\n<p>Die Veranstalter des Symposiums sind das Germanistische Institut der Universitaet Veszprem und der Internationale Arbeitskreis Hermann Broch. Sie wollen die Aufmerksamkeit der Forschung auf die vielen intensiven Freundschaften und intellektuellen Kooperationen lenken, die Brochs Leben und literarisches Werk mitbestimmt haben. In jedem Vortrag sollten Broch und der jeweilige Freund bzw. die jeweilige Freundin in etwa gleichgewichtig vorkommen.<\/p>\n<p>Zu denken ist z. B. an Ea von Allesch, Franz Blei, Rudolf Brunngraber, Elias Canetti, Paul Federn, Edith Gyoemroei, Erich von Kahler, Gina Kaus, Robert Musil, Ernst Polak, Robert Pick, Alfred Polgar, George Saiko, Ernst Schoenwiese, Abraham Sonne, Friedrich Torberg, Berthold Viertel, Stefan Zweig aus Oesterreich bzw. aus den Staaten der ehemaligen Donaumonarchie; an Herbert Burgmueller, Elisabeth Langgaesser, Thomas Mann, Hans Reisiger, Hans Sahl, Frank Thiess, Egon Vietta, Volkmar von Zuehlsdorff aus Deutschland; Edwin und Willa Muir aus Schottland; Hannah Arendt, Giuseppe Antonio Borgese, Henry Seidel Canby, Fanny Rogers, Jean Starr Untermeyer und Thornton Wilder aus den USA.<\/p>\n<p>Um moeglichst viele Freundschaftsbeziehungen diskutieren zu koennen, wird in der Regel zu jedem\/jeder der gewaehlten FreundInnen nur ein Beitrag angenommen.<\/p>\n<p>Die Tagung will auch ein Forum fuer promovierte NachwuchswissenschaftlerInnen sein, die nachdruecklich gebeten werden, Referatsvorschlaege einzureichen.<\/p>\n<p>Die Anmeldungen werden ueber Email erbeten bis zum 15. April 2005 bei den Veranstaltern:<\/p>\n<p>Csaba Foeldes, email: <a class=\"moz-txt-link-abbreviated\" href=\"mailto:foldes@almos.vein.hu\">foldes@almos.vein.hu<\/a><br \/>\nEndre Kiss, email: <a class=\"moz-txt-link-abbreviated\" href=\"mailto:andkiss@hu.inter.net\">andkiss@hu.inter.net<\/a><br \/>\nPaul Michael Luetzeler, email: <a class=\"moz-txt-link-abbreviated\" href=\"mailto:jahrbuch@wustl.edu\">jahrbuch@wustl.edu<\/a><\/p>\n<p><a name=\"24_April_2004\"><\/a><strong>Subject: Programm der Broch-Tagung in Dortmund<br \/>\nDate: Sat, 24 April 2004<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Arbeitskreises:<\/p>\n<p>Wenn Sie auf der website des IAB nachschauen, finden Sie jetzt den genauen Programmablauf der Dortmunder Broch-Tagung (24.-26.6.2004) gelistet. Wir w\u00fcrden uns freuen, wenn Sie die Tagung besuchen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Mit herzlichen Gr\u00fcssen,<br \/>\nIhr Paul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n<p><a name=\"3_Jan_2004\"><\/a><strong>Subject: Neujahrs-Rundschreiben<\/strong><br \/>\n<strong>Date: Sat, 3 Jan 2004<\/strong><\/p>\n<p>Liebe KollegInnen,<br \/>\nauch 2003 ist in Sachen Broch-Forschung einiges geschehen. Zum ersten hat sich inzwischen, verglichen mit der Gruendungsphase vor drei Jahren, die Anzahl der Mitglieder unseres Arbeitskreises mehr als verdoppelt: von sechzig auf 131.<\/p>\n<p>Im Fruehjahr 2003 fanden zwei Broch-Tagungen in Wien statt: die erste veranstaltet von der Oesterreichischen Gesellschaft fuer Menschenrechte (der Sammelband wird in diesem Jahr, hg. v. Elisabeth Ebner, erscheinen), die zweite in Marianne Grubers Gesellschaft fuer oesterr. Literatur. Dabei ging es um Broch und Canetti, und der Band soll Ende d. J., hg. v. Penka Angelova und mir, in den Canetti-Studien herauskommen. Die Planung fuer die Dortmunder Tagung (Politik, Menschenrechte, Literatur) ist abgeschlossen und findet Mitte dieses Jahres statt. Zwei<br \/>\nweitere Broch-Tagungen sind fuer 2006 im Gespraech, doch ist es noch etwas frueh, darueber zu schreiben, weil sich alles noch im ersten Planungsstadium<br \/>\nbefindet.<\/p>\n<p>Erfreulich ist, dass die Ergebnisse der Broch-Tagungen des Jubilaeumsjahres 2001 nun vorliegen: der Yale Tagungsband kam im Fruehjahr heraus, und der Band, der die Symposien von Stuttgart und Wien umgreift, vor wenigen Wochen, betreut von Michael Kessler. Darueber vgl. im einzelnen die Angaben unter &#8220;Bibliographisches&#8221; in unserer website. Den Veranstaltern (Christa Sammons, Michael Kessler, Marianne Gruber) und den Teilnehmern an diesen Symposien noch einmal herzlichen Dank. Durch die Tagungen und durch diese beiden Baende (der erstere mehr die amerikanischen, der zweite mehr die europaeischen Broch-Studien spiegelnd) sind der Forschung wichtige Impulse gegeben worden.<\/p>\n<p>Zum Abschluss des Jahres fand auch wieder eine special session zu Broch bei der Jahrestagung der Modern Language Association statt. Diesmal ging es um die Beziehung von Gegenwartsautoren (Th. Bernhard, M. Streeruwitz, P. Handke, M. Maron) zu Broch. Auf dem Gebiet der literarischen Brochrezeption, wurde festgestellt, lassen sich noch viele Entdeckungen machen. Bei der MLA wurde mir waehrend einer Feier auch der grosse Sammelband uebergeben, den Michael Kessler mir freundlicherweise zum 60. Geburtstag gewidmet hat. Das war eine froehliche Angelegenheit, bei der Gisela Brude-Firnau, Ruth Klueger, Lynne Tatlock, Friederike Eigler und Sebastian Wogenstein sprachen. Besonders witzig das Gelegenheitsgedicht von Ruth Klueger! Auch den Mitherausgebern der Festschrift, Marianne Gruber, Barbara Mahlmann-Bauer, Christine Mondon und Friedrich Vollhardt moechte ich hier danken.<\/p>\n<p>Meinen Dank auch an Sarah McGaughey, webmaster unserer Arbeitskreises, aber auch an Sachiko Broch de Rothermann, der viel an der Forschung ueber das Werk ihres Schwiegervaters gelegen ist.<\/p>\n<p>Teilen Sie uns bitte immer mit, wenn Sie neue Arbeiten zu Broch vorlegen, wir nehmen sie dann in unsere Bibliographie auf. Und vergessen Sie nicht, dass es sowohl an der Yale University (Beinecke Library) wie auch am Deutschen Literaturarchiv Kurzzeit-Stipendien gibt, die es Ihnen erlauben, mit finanzieller Hilfe einige Wochen in den dortigen Broch-Archiven zu arbeiten.<\/p>\n<p>In der Hoffnung auf weitere gute Kooperation bin ich Ihr<br \/>\nPaul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n<p><a name=\"23_Okt_2003\"><\/a><strong>Subject: MLA Dates<br \/>\nDate: Thurs, 23 Okt 2003<\/strong><\/p>\n<p>Dear IAB members: the Broch session during the MLA convention in San Diego will meet on Tuesday, December 30, but the reception of the IAB will take place during the late afternoon of the day before: Monday, December 29.<\/p>\n<p><a name=\"22_Okt_2003\"><\/a><strong>Subject: MLA Session on Broch<br \/>\nDate: Wed, 22 Okt 2003<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Broch-Arbeitskreises.<\/p>\n<p>Waehrend der diesjaehrigen MLA in San Diego wird wieder eine Broch-Sektion veranstaltet.<\/p>\n<p>Hier das Programm:<\/p>\n<p>Echoes to Hermann Broch&#8217;s Works: Bernhard, Streeruwitz, Handke, Maron<br \/>\n8:30-9:45 a.m. Boardroom, San Diego Marriott<br \/>\nSession leader: Paul Michael Lutzeler, Washington Univ.<\/p>\n<p>1. &#8220;Affinities: Broch in Bernhard&#8217;s and Streeruwitz&#8217;s Works&#8221;<br \/>\nMatthias Konzett: Yale Univ.<\/p>\n<p>2. &#8220;Intertext: Broch&#8217;s &#8216;Esch&#8217; and Handke&#8217;s &#8216;Langsame Heimkehr'&#8221;<br \/>\nMichael Kessler, Kath. Akademie, Stuttgart<\/p>\n<p>3. &#8220;Reception: Broch&#8217;s &#8216;Sleepwalkers&#8217; and Maron&#8217;s &#8216;Stille Zeile sechs'&#8221;<br \/>\nGisela Brude-Firnau, Univ. of Waterloo<\/p>\n<p>Repondent: Judith L. Ryan, Harvard Univ.<\/p>\n<p>It would be good to see those of you attending the MLA convention during the session. The Arbeitskreis will also arrange for a reception on the late afternoon of Monday Dec. 29. Those who would like to attend send a note about details to Mike Luetzeler&#8217;s email address: <a class=\"moz-txt-link-abbreviated\" href=\"mailto:jahrbuch@wustl.edu\">jahrbuch@wustl.edu<\/a><\/p>\n<p><a name=\"23_Aug_2003\"><\/a><strong>Subject: Broch-Tagung in Dortmund<br \/>\nDate: Sat, 23 Aug 2003<\/strong><\/p>\n<p>Liebe KollegInnen,<br \/>\nanbei das vorlaeufige Programm der Broch-Tagung in Dortmund vom 24.-26. Juni 2004. Wir hoffen, dass moeglichst viele Mitglieder am Symposium teilnehmen werden.<\/p>\n<p>Mit besten Gruesse, Paul Michael Luetzeler<\/p>\n<p>Hermann Broch. Politik, Menschenrechte &#8211; und Literatur?<br \/>\n24.-26. Juni 2004<br \/>\nTagungsprojekt der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen in Dortmund (Dr. Thomas Eicher)<br \/>\nin Zusammenarbeit mit dem Internationalen Arbeitskreis Hermann Broch (Prof. Dr. Paul Michael L\u00fctzeler)<br \/>\nund der Universit\u00e4t Paderborn (Prof. Dr. Hartmut Steinecke)<\/p>\n<p>1. Zum Thema der Tagung<\/p>\n<p>Der j\u00fcdisch-\u00f6sterreichische Schriftsteller und Exilautor Hermann Broch (1886-1951) war nie ein Schulautor wie Bertolt Brecht und auch keine Figur nationaler Repr\u00e4sentanz wie Thomas Mann. Aber er z\u00e4hlt mit seinen Romanen &#8220;Die Schlafwandler&#8221;, &#8220;Die Verzauberung&#8221;, &#8220;Der Tod des Vergil&#8221; und &#8220;Die Schuldlosen&#8221; zu den international renommiertesten Autoren der klassischen Moderne. Seine B\u00fccher sind in viele Sprachen \u00fcbersetzt worden und werden von der Germanistik seit einem halben Jahrhundert kontinuierlich diskutiert und interpretiert. So war es folgerichtig, da\u00df vor einem Jahr der &#8220;Internationale Arbeitskreis Hermann Broch&#8221; gegr\u00fcndet wurde, dem mehr als 120 Germanisten, Historiker, Politologen und Juristen aus Europa, Amerika und Asien angeh\u00f6ren. Ziel des Arbeitskreises ist die Veranstaltung wissenschaftlicher Symposien zum Werk Hermann Brochs. In der Vergangenheit stand der Schriftsteller Hermann Broch, der Romancier und Essayist, im Mittelpunkt der Forschung. Dass er auch Schriften zur Politik, Massenpsychologie und Ethik verfasst hat, war zwar bekannt, interessierte aber allenfalls einige Spezialisten. Die meisten der \u201atraditionell&#8217; ausgerichteten Literaturwissenschaftler brachten und bringen daf\u00fcr ein geringes Interesse und eine sehr begrenzte Kompetenz auf.<\/p>\n<p>Hingegen haben Schriftsteller und Intellektuelle unserer Zeit wie George Steiner, Carlos Fuentes, Susan Sontag, Bernard-Henri Levy und Milan Kundera die Bedeutung Brochs auch als Zeitkritiker und als politischer Denker gew\u00fcrdigt. Wie wenige andere Schriftsteller seiner Generation hat er die ethische, letztlich religi\u00f6se Krise der westlichen Zivilisation im 20. Jahrhundert analysiert und in seinen Schriften bewu\u00dft gemacht. In seinen politischen und massenpsychologischen Schriften geht es vor allem um eine ethische Neubegr\u00fcndung der Menschenrechte, z.B. den Vorschlag f\u00fcr ein &#8220;Gesetz zum Schutz der Menschenw\u00fcrde&#8221; und das Pl\u00e4doyer f\u00fcr einen Internationalen Gerichtshof der UNO, der Verst\u00f6\u00dfe gegen die Menschenrechte zu verfolgen habe. Brochs politische Kritik, wie er sie in seinen Romanen und in den theoretischen Schriften \u00e4u\u00dfert, ist auch ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod aktuell. Diese Aktualit\u00e4t (und nicht das Diktat des Kalenders, der an irgendeinen Ged\u00e4chtnistag erinnert) ist es, die uns veranla\u00dft, dieses Symposium zu organisieren. Zudem ist Broch ein Zeitgenosse unserer Gegenwart insofern, als er mit seinem Exil das Schicksal vieler Menschen auch im neuen Jahrhundert teilt. Broch war von der universellen G\u00fcltigkeit der Menschenrechte \u00fcberzeugt, und seine Stimme sollte heute angesichts der Relativierung und Anfeindung dieser Position geh\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>Vorgesehen sind Beitr\u00e4ge von 16 Referentinnen und Referenten aus sechs Nationen, aus den Disziplinen Politologie, Geschichte, Jura, Theologie, Germanistik, Komparatistik und Kulturwissenschaft. Eine Schriftstellerin und zwei kulturwissenschaftliche Schriftsteller erg\u00e4nzen das Programm.<\/p>\n<p>2. Zum Ablauf der Tagung<\/p>\n<p>Die Tagung stellt zum einen die politischen und ethischen Schriften Brochs mit dem Zentrum seiner Arbeiten \u00fcber die Menschenrechte in den Vordergrund, wobei die Vertreter der einschl\u00e4gigen Disziplinen auch die Behandlung der entsprechenden Themen in den literarischen Arbeiten Brochs im Auge behalten. Zum anderen er\u00f6rtern Kultur- und Literaturwissenschaftler, von einzelnen literarischen Werken ausgehend, die genannten \u00fcbergreifenden Fragen. Die jedem Referenten gegebene Vorgabe war die in Punkt 1 &#8220;Zum Thema der Tagung&#8221; genannte Interdisziplinarit\u00e4t und die Pr\u00fcfung der Frage nach der Aktualit\u00e4t bzw. Aktualisierbarkeit im Blick auf zentrale Debatten zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Im einzelnen werden die Referenten in der 1. Sektion &#8220;Politik und Menschenrechte&#8221; die folgenden Themen behandeln:<\/p>\n<p>Anton Pelinka (Politologe, Innsbruck)<br \/>\n&#8220;Pax Americana und Kalter Krieg in Brochs Exilschriften&#8221;<br \/>\nIn seinen politischen Exilschriften orientierte Broch sich an F. D. Roosevelts &#8220;demokratischem Interventionismus&#8221;, wie u.a. seine &#8220;Massenwahntheorie&#8221; zeigt. Untersucht wird, ob und wie diese Einstellung auch in der Nachkriegszeit Brochs politisches Denken bestimmte, ob er f\u00fcr diesen Interventionismus auch im Kalten Krieg zur Zeit von Truman und Acheson Partei nahm.<\/p>\n<p>Wolfgang Graf Vitzthum\/Monika Klinger (Juristen, T\u00fcbingen)<br \/>\n&#8220;Menschenrechte und internationale Gerichtsbarkeit im Denken Brochs&#8221;<br \/>\nBrochs \u00dcberlegungen werden im aktuellen Kontext der Einrichtung eines Internationalen Strafgerichtshofs wie auch der &#8220;humanit\u00e4ren Intervention&#8221; in Menschenrechtsdingen (siehe Bosnien-Krieg) gesehen. Broch sprach vision\u00e4r Themen an, die heute in der konkreten Politik von unmittelbarem Belang sind. Nachgegangen wird auch der Frage, ob Brochs Beitr\u00e4ge Antworten auf Fragen der Terrorismusbek\u00e4mpfung geben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gilbert Weiss (Politologe\/Kulturwissenschaftler, Greifswald)<br \/>\n&#8220;Politische Religion als Thema bei Hermann Broch und Eric Voegelin&#8221;<br \/>\nBroch und Voegelin kannten sich seit den 1930er Jahren. In seinem 1938 erschienenen Buch &#8220;Politische Religionen&#8221; dechiffrierte Voegelin das ersatzreligi\u00f6se Fundament der modernen Totalitarismen. In eine \u00e4hnliche Richtung zielten auch Brochs Schriften, man denke an seinen Roman &#8220;Die Verzauberung&#8221;. Es geht um den politischen Mythos in der Moderne und um die ihm zugrundeliegende Anthropologie.<\/p>\n<p>Thomas Hollweck (Germanist\/Soziologe, Boulder\/Col. USA)<br \/>\n&#8220;Hermann Broch und Eric Voegelin: Briefwechsel \u00fcber die Menschenrechte&#8221;<br \/>\n1945 korrespondierten Broch und Voegelin im amerikanischen Exil \u00fcber Brochs Essay zur Utopie der Internationalen Menschenrechte. Voegelins Stellungnahme hatte einen Einfluss auf die letzte Fassung des Essays. Eingegangen wird auf die intellektuellen Schwerpunkte, in denen das Denken Brochs sich mit dem Voegelins ber\u00fchrte. Voegelins These vom Nationalsozialismus als politischer Religion beeinflusste Broch.<\/p>\n<p>Michael Kessler (Theologe\/Germanist, Stuttgart)<br \/>\n&#8220;Menschenrecht und Toleranz bei Broch&#8221;<br \/>\nBrochs massenpsychologischen und politischen Schriften liegt eine konsistente Theoriebildung zugrunde. Das zeigt sich vom fr\u00fchesten politischen Pamphlet aus dem Jahr 1918 bis zur letzten Stellungnahme von 1950. Menschenrecht und Toleranz sind die aufkl\u00e4rerischen Grundbegriffe, die Brochs Schriften auch aus der Exilzeit pr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Thomas Borgard (Germanist\/Kulturwissenschaft, Bern)<br \/>\n&#8220;Brochs Massenwahntheorie im Kontext&#8221;<br \/>\nIm Mittelpunkt stehen die intellektuellen Voraussetzungen der in den 1930er und 1940er Jahren entstandenen Brochschen Massenwahntheorie. Das Augenmerk gilt der Revision des fr\u00fcheren<br \/>\nwertphilosophischen Ansatzes, der Anverwandlung der modernen Sozialwissenschaften im Vergleich Europa\/USA sowie der Rolle des psychologischen Paradigmas. Abschlie\u00dfend werden die Folgen f\u00fcr den Roman &#8220;Der Tod des Vergil&#8221; diskutiert.<\/p>\n<p>Alice Staskova (Komparatistin, Prag)<br \/>\n&#8220;Politik bei Hermann Broch und Jan Patocka&#8221;<br \/>\nDie M\u00f6glichkeit politischen Handelns beginnt nach Jan Patocka durch ein Zugest\u00e4ndnis an die Geschichte. Geschichte wiederum beginnt dort, wo in einer Ersch\u00fctterung von Sinn Politik und Philosophie gemeinsam entstehen. Das geschichtsphilosophische Denken Patockas soll mit der fr\u00fchen Philosophie Brochs und mit dem Geschichtsbegriff aus den &#8220;Schlafwandlern&#8221; (Zerfall der Werte) konfrontiert werden.<\/p>\n<p>Barbara Picht (Historikerin, Berlin)<br \/>\n&#8220;Brochs Wissenschaftsverst\u00e4ndnis im Exil&#8221;<br \/>\nVerglichen wird Brochs Wissenschaftsverst\u00e4ndnis vor und w\u00e4hrend des Exils. Dabei stehen drei Fragen im Vordergrund: Welche Form w\u00e4hlte er f\u00fcr die wissenschaftliche Arbeit? Was waren seine Themen? Welche Ziele werden in den Aufs\u00e4tzen formuliert? Mit der politischen Rechtswende von 1933 \u00e4nderte sich seine Auffassung dar\u00fcber, was philosophische und schriftstellerische Arbeiten bewirken k\u00f6nnen und sollen.<\/p>\n<p>Die 2. Sektion: &#8220;Politik und Literatur&#8221; setzt ein mit einer grundlegenden Reflexion \u00fcber die Rolle von Literatur in der Zeit des Wertezerfalls und behandelt sodann die Leitthemen ausgehend von einzelnen Romanen Brochs.<\/p>\n<p>Gerhard Lauer (Germanist\/Kulturwissenschaftler, G\u00f6ttingen)<br \/>\n&#8220;Vom Wert der Dichtung: Hermann Broch und die Politik der Literatur&#8221;<br \/>\nDie zentrale Frage wird sein, wie Literatur f\u00fcr Broch angesichts des Wertezerfalls wertbildend sein kann, wobei an die aktuelle Fragestellung \u00fcber die &#8220;politics of interpretation&#8221; angeschlossen wird. Welche Werte k\u00f6nnen in der Literatur verhandelt werden? Dabei wird sowohl auf Brochs literaturtheoretische Essays wie auf sein vor dem Exil wie im Exil entstandenes Romanwerk eingegangen.<\/p>\n<p>Hartmut Steinecke (Germanist\/Kulturwissenschaftler, Paderborn)<br \/>\n&#8220;Menschenrechte und Judentum vor und nach der Shoah&#8221;<br \/>\nBrochs Einstellung zu Fragen der Politik, der Ethik und der Menschenrechte wurde anfangs nur peripher von seinem Judentum bestimmt. Aber bereits in der &#8220;Schlafwandlerin&#8221; spielt das Judentum eine gewisse Rolle. Sie nimmt nach 1933 erkennbar zu, vor allem im Exil, sowohl in den theoretisch-politischen Schriften (&#8220;Ph\u00e4nomenologie des Verfolgten&#8221;) als auch in den &#8220;Schuldlosen&#8221;.<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler (Germanist\/Komparatist, St. Louis\/USA)<br \/>\n&#8220;Brochs &#8216;Schlafwandler&#8217;: die Polenfrage im &#8216;Pasenow'&#8221;<br \/>\nDer 1928 geschriebene erste Band von Brochs &#8220;Schlafwandler&#8221;-Trilogie mit dem Titel &#8220;1888. Pasenow oder die Romantik&#8221; steckt voll von zeitkritischen Anspielungen auf die Wilhelmische \u00c4ra. Nicht nur auf den gerade 40 Jahre zur\u00fcckliegenden Regierungswechsel der Hohenzollern wird kritisch angespielt, auch Bismarcks kolonialistische Polenpolitik des Reiches wird vielfach in Erinnerung gebracht.<\/p>\n<p>Eva Reichmann (Germanistin, Bielefeld)<br \/>\n&#8220;Brochs &#8216;Verzauberung&#8217; und Soma Morgensterns &#8216;Funken am Abgrund'&#8221;<br \/>\nEs bestehen zahlreiche Parallelen zwischen den beiden Romanen Brochs und Morgensterns, was die Naturbeschreibung wie auch die Gestaltung der antagonistischen Hauptfiguren betrifft. Nachgegangen wird der Frage, inwieweit ein Einfluss Brochs auf Morgenstern vorliegen kann. Das ist gerade im Hinblick auf Morgensterns kritische Abgrenzung von Broch nicht ohne Interesse.<\/p>\n<p>Markus Pissarek (Germanist, Passau)<br \/>\n&#8220;Brochs &#8216;Verzauberung&#8217; und &#8216;Schuldlosen&#8217; &#8211; Decouvrierung von NS-Ideologie&#8221;<br \/>\nStrukturelle Aequivalenzen werden untersucht, die zwischen der Ideologie des Nationalsozialismus und der fiktionalen Welt in Brochs Romanen bestehen. Dabei geht es nicht um den Aufweis vordergr\u00fcndiger Bez\u00fcge, sondern um eine Analyse der narrativen Gesamtstrukturen. Brochs Romane stecken voll von subtilen Einsichten in die Ideologie und die Machttechnik des Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>J\u00fcrgen Heizmann (Germanist\/Komparatist, Montreal\/Canada)<br \/>\n&#8220;Dichtung versus Imperium in Brochs &#8220;&#8216;Der Tod des Vergil'&#8221;<br \/>\nDie politische Dimension von Brochs Exilroman wird sowohl in der Darstellung massenpsychischer Ph\u00e4nomene greifbar wie in der Auseinandersetzung zwischen Vergil und Augustus. Wie l\u00e4\u00dft sich in Zeiten, in denen ethische Bindungen sich gel\u00f6st haben und feste Normen nicht mehr existieren, politisches Handeln begr\u00fcnden? Das ist eine der Grundfragen, die der Roman stellt.<\/p>\n<p>Esther Schneider-Handschin (Germanistin, Z\u00fcrich)<br \/>\n&#8220;Politisch-Juristisches in Brochs &#8220;&#8216;Die Schuldlosen'&#8221;<br \/>\nBrochs Sp\u00e4twerk soll im Kontext der menschenrechtlichen und politischen Sp\u00e4tschriften Brochs gesehen werden, wobei der Briefwechsel mit Hannah Arendt eine besondere Rolle spielt. Arendt las die neuen Teile des Romans und kommentierte sie: man denke an ihren Enthusiasmus \u00fcber &#8220;Die Erz\u00e4hlung der Magd Zerline&#8221;. Gerade in dieser Geschichte stehen juristische Themen (Todesstrafe) im Vordergrund.<\/p>\n<p><a name=\"8 Feb 2003\"><\/a><strong>Subject: Drei Broch-Tagungen und anderes<br \/>\nDate: Sat, 8 Feb 2003 <\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Arbeitskreises,<br \/>\ninzwischen sind bereits ueber 120 Broch-FoscherInnen Mitglieder des Arbeitskreises geworden. Bevor ich die drei naechsten Broch-Symposien anzeige, moechte ich nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass es an der Beinecke Library der Yale University Library ein Forschungsstipendium gibt, das von Sachi Broch de Rothermann zum Andenken an ihren Mann, H.F. Broch de Rothermann, Hermann Brochs Sohn, gestiftet wurde.Damit kann man einen Monat lang in der Beinecke Library ueber Broch forschen. Wenn Sie in der Website des Arbeitskreises nachsehen (http:\/\/artsci.wustl.edu\/~iab) klicken Sie unter &#8220;Links&#8221;, dann unter Forschung, wo sie die Beinecke Library gelistet finden. Und dort ist dann das Hermann Broch Fellowship erwaehnt. Sie wenden sich dann mit Hilfe der angegebenen email Adresse an diese Bibliothek und erhalten alle Fragen beantwortet. Jedes Jahr wird ein Stipendium vergeben. Da sich immer nur wenige BrochforscherInnen bewerben, stehen die Chancen gut, das Stipendium zu bekommen. Einige von uns haben es im Lauf der letzten Jahre schon erhalten und werden bestaetigen koennen, wie angenehm es ist, dort zu arbeiten. Christa Sammons, die auch Mitglied des Arbeitskreises ist, ist Leiterin der German Collection und damit auch des Broch-Archivs an der Beinecke Library. Sie ist waehrend der Studienaufenthalte dort besonders hilfsbereit.<\/p>\n<p>Erinnern sollte ich aber auch daran, dass es Sommerstipendien allgemeiner Art auch im Deutschen Literaturarchiv gibt. Dort befindet sich ja das zweitgroesste Broch-Archiv, und auch ein Aufenthalt dort verlohnt immer, wo man mit der Unterstuetzung von Herrn Ott und Herrn Meyer rechnen kann. Auch Hinweise auf dieses Archiv und seine Stipendien finden Sie in der website des Broch-Arbeitskreises.<\/p>\n<p>Schoen waere es, wenn Sie auch andere KollegInnen, die sich fuer Broch interessieren, auf den Arbeitskreis hinweisen wuerden.<\/p>\n<p>Teilen Sie uns doch bitte immer Ihre neuen Publikationen ueber Broch mit, damit wir sie in die aktuelle Bibliographie aufnehmen koennen.<\/p>\n<p>Der Band &#8220;Hermann Broch &#8211; Visionary in Exile. The 2001 Yale Symposium&#8221; erscheint, wie ich von Camden House hoere, noch in diesem Monat. Er wurde von mir in Zusammenarbeit mit Mathias Konzett, Christa Sammons und Willy Riemer herausgegeben.<\/p>\n<p>Michael Kessler teilt mir mit, dass der von ihm herausgegebene Band, der die Beitraege zur Stuttgarter und Wiener Broch-Konferenz enthaelt, im Herbst zur Buchmesse bei Stauffenburg in Tuebingen erscheinen wird.<\/p>\n<p>Wenn Sie mir auf diese email hin antworten, bitte nicht die &#8220;iab&#8221;-email-Adresse benutzen, sonst geht die Antwort an alle Mitglieder, sondern meine eigene email-Anschrift: jahrbuch@artsci.wustl.edu<\/p>\n<p>Die drei Broch-Symposien, die anzuzeigen sind:<\/p>\n<p>I.\u00a0 OESTERREICHISCHE LIGA FUER MENSCHENRECHTE<br \/>\nA-1070 Wien, Hermanngasse 9,<br \/>\nE-mail: <a href=\"mailto:menschenrechte@chello.at\">menschenrechte@chello.at<\/a><\/p>\n<p><b>Hermann Broch und die Wiener Moderne<\/b><br \/>\n8.-10. Mai 2003<\/p>\n<p>Wissenschaftliche Leitung: Dr. Manfred Jochum<br \/>\nOrganisation: Dr. Elisabeth Ebner<\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/artsci.wustl.edu\/%7Eiab\/symposien.htm#Mai%202003\">Programm<\/a><\/b><\/p>\n<p>II.\u00a0 OESTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FUER LITERATUR<br \/>\nA-1010 Wien, Herrengasse 5<br \/>\nEmail: <a href=\"mailto:office@ogl.at\">office@ogl.at<\/a><\/p>\n<p><b>Hermann Broch und Elias Canetti<\/b><br \/>\n<b>Beziehungen und Vergleiche<\/b><br \/>\n2.-4. Juni 2003 in Wien<br \/>\nHerrengasse 5 (Palais Wilczek)<\/p>\n<p>Leitung: Marianne Gruber<br \/>\nWissenschaftliche Beratung: Penka Angelova, Paul Michael Luetzeler<\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/artsci.wustl.edu\/%7Eiab\/symposien.htm#Juni%202003\">Programm<\/a><\/b><\/p>\n<p>III.\u00a0 AUSLANDSGESELLSCHAFT NRW<br \/>\n44147 Dortmund, Steinstr. 48<br \/>\nEmail: <a href=\"mailto:eicher@agnrw.de\">eicher@agnrw.de<\/a><\/p>\n<p><b>Hermann Broch &#8211; Politik und Menschenrechte<\/b><br \/>\n24.-26. Juni 2004 in Dortmund<br \/>\nSteinstr. 48<\/p>\n<p>Leitung: Thomas Eicher<br \/>\nWissenschaftliche Beratung: Paul Michael Luetzeler, Hartmut Steinecke<\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/artsci.wustl.edu\/%7Eiab\/symposien.htm#Juni%202004\">Vorlaeufiges<br \/>\nProgramm<\/a><\/b><\/p>\n<p>Fuer heute bin ich mit herzlichen Gruessen und guten Wuenschen,<br \/>\nIhr<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n<p><a name=\"17 Jan 2002\"><\/a><strong>Subject: Runschreiben<br \/>\nDate: Thu, 17 Jan 2002 <\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Arbeitskreises,<br \/>\nunter den Vorschlaegen, die ich im Lauf der letzten Wochen erhalten habe, waren zwei, die ich hier unterbreiten moechte:<\/p>\n<p>1. Doktoranden-Projekte<br \/>\nDer Arbeitskreis steht natuerlich auch DoktorandInnen offen, die eine Disseration ueber Broch schreiben bzw. sich mit einer Arbeit promovieren, in der Broch eine prominente Rolle spielt. Falls Sie selbst eine Broch-Doktorandin oder einen -Doktoranden haben, weisen Sie ihn doch bitte auf den Arbeitskreis hin. Wir werden auch gerne das Thema, wenn das gewuenscht wird, anzeigen.<\/p>\n<p>2. Information ueber die Broch-Symposien von 2001<br \/>\nEine Absicht des Arbeitskreises ist natuerlich auch die, BrochforscherInnen miteinander bekannt zu machen. Wenn Sie bei Durchsicht der Broch-Tagungsprogramme ein Thema finden, das Sie fuer einen Vortrag an Ihrer Universitaet interessiert, koennen Sie den\/die ReferentIn gerne einladen. Wir haben jetzt in der Information ueber die Symposien vom letzten Jahr sog. &#8220;links&#8221; eingebaut, so dass Sie die Programme sofort einsehen koennen. Da es mit der Publikation der Tagungsergebnisse in Sammelbaenden noch eine Weile dauern wird, besteht fuer die naechsten zehn Monate kaum die Gefahr, dass man Publiziertes zu hoeren bekaeme. (Ich selbst habe &#8211; bis auf eine Einfuehrung in Wien &#8211; nicht referiert, habe aber zwei Vortragsthemen: &#8220;Brochs &#8216;Pasenow&#8217; als Berlin-Roman&#8221; und &#8220;Hermann Broch: Kosmopolitismus, Europa, Universitaet&#8221; als Gast der FU werde ich von Mitte Mai bis Mitte Oktober in Berlin sein.) Da jetzt die Zeit ist, in der Einladungen fuer das Sommersemester ausgesprochen werden, wollte ich auf diese Moeglichkeiten so rasch wie moeglich hinweisen.<\/p>\n<p>3. Abschliessend moechte ich Sie nochmals bitten, uns neue Broch-Publikationen anzuzeigen, wir werden sie dann gleich auflisten.<\/p>\n<p>Mit den besten Gruessen und Wuenschen, Ihr<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n<p><a name=\"10 Jan 2002\"><\/a><strong>Subject: Rundschreiben: MLA Sektion ueber Hermann Broch<br \/>\nDate: Thu, 10 Jan 2002<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Arbeitskreises,<br \/>\nin den letzten Dezembertagen findet jedes Jahr das grosse Treffen der Modern Language Association of America statt (mit ueber 700 Sektionen). Eine davon war vor zwei Wochen (die Tagung fand diesmal in New Orleans statt) dem Werk Hermann Brochs gewidmet. Ich hatte mit Hinweis auf den 50. Todestag des Autors die Sitzung beantragt. Ich stellte die Sprecher vor und leitete die Diskussion. Die ReferentInnen waren (wie wir es in der website auch erwaehnt haben): Wolfgang Mueller-Funk aus Birmingham ueber Brochs Massenwahntheorie mit Hinweisen auf Canetti, Peter Y. Paik aus Milwaukee ueber das Ende der Kunst bei Broch und Celan, und Ruth Klueger ueber Brochs Kitschtheorie. Die Vortraege waren ganz vorzueglich und auch die anschliessende Diskussion sehr lebhaft. Alles in allem waren wir nicht mehr als 25 Teilnehmer (was bei einer germanistischen Veranstaltung der MLA nicht schlecht ist), aber was zaehlte, waren die neuen Einsichten, das Engagement der ReferentInnen und der TeilnehmerInnen an der Diskussion.<\/p>\n<p>Inzwischen habe ich mich erkundigt, ob der Arbeitskreis, der ja ueber 100 Mitglieder hat, nicht mit der MLA affiliiert werden kann. Die MLA teilte mir mit, dass das durchaus moeglich sei, dass man aber den Antrag dafuer erst stellen kann, wenn unsere Gesellschaft sechs Jahre Bestand gehabt hat. Affiliiert bedeutet, dass es dann das Recht dieser Gesellschaft bzw. unseres Arbeitskreises ist, ohne besonderes Genehmigungsverfahren bei den Jahrestagungen der MLA eine Broch-Sektion abhalten zu koennen. Damit kann also fruehesten 2005 oder 2006 gerechnet werden. Man empfahl mir aber, schon jetzt jedes Jahr oder zumindest jedes zweite Jahr eine Broch-Sektion bei der MLA zu beantragen, damit man bei der Antragstellung auf das Interesse an Broch bei Mitgliedern der MLA hinweisen kann.<\/p>\n<p>Ziemlich genau ein Drittel unserer Mitglieder sind aus den USA und Canada. So geht jetzt meine Frage vor allem (aber nicht ausschliesslich) an die amerikanischen KollegInnen, ob Interesse daran besteht, in diesem Jahr (in der Zeit zwischen dem 27. und 30. Dezember) eine Broch-Sitzung bei der MLA zu beantragen. Die Jahrestagung wird diesmal in New York stattfinden, einem der Orte, an denen Broch waehrend des Exils laengere Zeit gelebt hat. Sachiko Broch de Rothermann, unser Ehrenmitglied, koennte dann natuerlich auch anwesend sein.<\/p>\n<p>Koennten Sie mir schreiben, ob Sie eine solche Sektion beantragen wollen (als chair), ob Sie einen Vortrag halten moechten (es geht um 3 RednerInnen, die jeweils maximal 20 Minuten zur Verfuegung haben), oder ob Sie als discussant fungieren moechten. Normalerweise werden die Vortraege bei der MLA auf Englisch gehalten, aber es gibt keine Regel, die es verbietet, dort auf Deutsch zu sprechen. Falls sich jemand von ausserhalb der USA fuer die Sektion interessiert: Es gibt leider keine Reisestipendien von Seiten der MLA (oder von irgendeiner Organisation) fuer die TeilnehmerInnen. Wer bei der MLA spricht, sollte dort Mitglied sein, doch ist es moeglich, einen Antrag zu stellen, so dass auch jemand aus dem Ausland sprechen kann, der nicht Mitglied ist.<\/p>\n<p>Ich wuerde mich auf Reaktionen freuen. Antworten Sie mir bitte nicht ueber diesen &#8220;iab-mitglied&#8221; listserv, sondern an meine persoenliche email-Anschrift: jahrbuch@artsci.wustl.edu<\/p>\n<p>Mit besten Gruessen, Ihr<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n<p><a name=\"26 Dec 2001\"><\/a><strong>Subject: PS zum Rundbrief (Inter. Arbeitskreis H. Broch)<br \/>\nDate: Wed, 26 Dec 2001<\/strong><\/p>\n<p>Liebe KollegInnen,<br \/>\nnur ein kurzes PS. Vielen Dank fuer die verschiedenen Reaktionen. Einige antworten dann direkt ueber den &#8220;iab_mitglieder&#8221; listserv. Dann geht die Antwort allerdings an alle Mitglieder. Wenn Sie nur mir schreiben wollen, bitte meine email-Adresse benutzen: jahrbuch@artsci.wustl.edu<\/p>\n<p>Nochmals beste Wuensche, Ihr (inzwischen hat der IAB schon 102 Mitglieder),<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n<p><a name=\"24 Dec 2001\"><\/a><strong>Subject: Ein gutes neues Jahr<br \/>\nDate: Mon, 24 Dec 2001<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Mitglieder des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch: die besten Wuensche fuer die Feiertage und fuer ein gutes neues Jahr mit Glueck und Erfolg, Gesundheit und Friede. Ich verbinde die Wuensche mit Dank fuer die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr. Viele von uns haben sich bei den vier Broch-Symposien (New Haven, Wien, Stuttgart, Japan) gesehen, und einige treffen sich nun zur letzten diesjaehrigen Broch-Veranstaltung, der Broch-Sitzung auf der MLA in New Orleans am Ende der Woche. Zudem wanderte die Broch-Ausstellung von Marbach nach Berlin und Wien, und auch bei den Eroeffnungen habe ich eine Reihe von Ihnen begruessen koennen. Die Baende mit den Vortraegen der Tagungen in New Haven, Wien und Stuttgart werden 2002 oder 2003 erscheinen.<\/p>\n<p>Inzwischen hat unser Arbeitskreis 101 Mitglieder, sicher mehr, als wir vor einem halben Jahr, als wir ihn in Stuttgart aus der Taufe gehoben haben, erwarten konnten. Hier nochmals die website (gefuehrt von Sarah McGaughey), in der wir die laufenden Aktivitaeten vermerken: http:\/\/artsci.wustl.edu\/~iab<\/p>\n<p>Fuer Mitte 2003 planen wir &#8211; gemeinsam mit der Canetti-Gesellschaft &#8211; eine Broch\/Canetti-Tagung in Wien (Oesterreichische Gesellschaft fuer Literatur), und fuer Mitte 2004 eine Broch-Tagung &#8220;Politik und Menschenrechte&#8221; in Dortmund. Marianne Gruber wird wieder die Gastgeberin in Wien sein, und Thomas Eicher, Leiter der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, ist der Veranstalter in Dortmund. Die Finanzierung der Tagungen ist im Augenblick noch nicht ganz gesichert, und wieviel Unterstuetzung in diesen fiskalisch schwierigen Zeiten wir bekommen werden, steht noch nicht fest. Beide Veranstalter machten klar, dass das Budget nicht ausreichen werde, um Fluege aus Uebersee finanzieren zu koennen.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich doch wissen, ob Sie bei einem der beiden Symposien einen Vortrag halten moechten. (Bei Broch-Canetti ist es so gedacht, dass sich jeder Vortrag vergleichend mit dem Werk beider Autoren beschaeftigt.) Falls sich zu viele Vortragsanmeldungen ergeben sollten, werden wir im Vorstand die Auswahl beraten.<\/p>\n<p>Halten Sie uns bitte auf dem Laufenden mit Ihren aktuellen Broch-Publikationen: wir nehmen sie gleich in unsere website-Bibliographie auf. Und wenn Sie Vorschlaege fuer weitere regionale, nationale oder internationale Broch-Symposien haben, lassen Sie es uns bitte wissen.<\/p>\n<p>In der Hoffnung auf weitere gute Zusammenarbeit bin ich, auch im Namen des Vorstands, herzlich gruessend, Ihr<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n<p><a name=\"26 Sep 2001\"><\/a><strong>Subject: Rundbrief: Internationaler Arbeitskreis Hermann Broch (IAB)<br \/>\n<\/strong><strong>Date: Wed, 26 Sep 2001<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<br \/>\nals Ergebnis unserer drei Symposien aus Anlass des 50. Todestages von Hermann Broch konstitutierte sich unser Arbeitskreis. Inzwischen haben wir eine website und einen listserv (ueber den wir uns jetzt bereits mit diesem Rundschreiben verstaendigen) eingerichtet. Das konnte mit Hilfe meiner Doktorandin Sarah McGaughey geschehen, die eine Dissertation ueber Broch schreibt. In der website haben wir Informationen ueber den Arbeitskreis und seine Ziele, ueber seinen Vorstand, ueber Broch, ueber Symposien, ueber Informationen, die ueber Broch und die Broch-Forschung im Internet verfuegbar sind etc. untergebracht. Die Internet-Adresse dieser website ist: http:\/\/artsci.wustl.edu\/~iab<\/p>\n<p>Wenn Sie weitere Broch-ForscherInnen kennen, die Mitglieder des Arbeitskreises werden moechten, teilen Sie uns doch bitte deren email-Adressen mit. Ein wichtiger Zusammenhalt des Arbeitskreises werden die etwa alle 3 Jahre geplanten internationalen Symposien sein. Lassen Sie uns doch wissen, wer von Ihnen da eine Initiative ergreifen moechte.<\/p>\n<p>Wichtig waere auch, dass Sie uns Ihre aktuellen Publikationen mitteilten, also Buecher, Editionen, Artikel zu Broch aus dem laufenden akademischen Jahr 2000\/2001, die noch nicht in den ueblichen Bibliographien erfasst sind. Wir werden Sie dann in die website unter der betreffenden Rubrik aufnehmen.<\/p>\n<p>Fuer heute bin ich im Namen des Vorstands herzlich gruessend,<br \/>\nIhr<\/p>\n<p>Paul Michael L\u00fctzeler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neujahrsmail IAB 2026 | Neujahrmail 2025 | R\u00fcckblick 2023: Zur Geschichte des Internationalen Arbeitskreises Hermann Broch | Jahresr\u00fcckblick auf 2022 vom IAB-Pr\u00e4sidenten | Jahresr\u00fcckblick auf 2021 vom IAB-Pr\u00e4sidenten | Bericht des Pr\u00e4sidenten \u00fcber das Jahr 2020 | Rundschreiben vom Jahr 2019 und fr\u00fcher Subject: Neujahrsmail IAB 2026 Date: 2. 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